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John Lennon

John Lennon

Leben & Werk

Songschreiber, Gitarrist, Sänger, Poet, Protestler – der 1980 ermordete Ex-Beatle John Lennon zählt zu den großen Figuren der Popgeschichte. Stücke wie “Strawberry Fields Forever” oder “Imagine” sind Teil des ewigen Kanons der populären Musik. John Lennon kommt am 9. Oktober 1940 als Sohn von Alfred und Julia Lennon zur Welt. Die beiden sind musikinteressiert, wenn auch selbst nicht sonderlich aktiv. Als Lennon fünf Jahre alt ist, verlässt der Vater, ein Seemann, die Familie. Julia Lennon sieht sich mit der neuen Situation überfordert und gibt den Sohn in die Obhut ihrer Schwester Mimi, wo Lennon seine Kindheit und Jugend verbringt. Der Kontakt zur Mutter besteht jedoch fort. Bei ihren regelmäßigen Besuchen bringt Julia John das Banjospiel bei. Als John 17 ist, wird Julia von einem betrunkenen Polizeibeamten überfahren und stirbt. Der frühe Tod der Mutter schweißt Lennon später mit Paul McCartney, der ebenfalls noch als Jugendlicher seine Mutter verloren hat, eng zusammen. Julian Lennon, Johns erster Sohn, der aus der Ehe mit Cynthia Powell hervorgeht, wird nach der Mutter benannt. Ohne die Grammar School beendet zu haben, wird Lennon am Liverpool College of Art aufgenommen, doch er hasst den starren Betrieb und widmet sich bald ganz der Musik. Er gründet eine Skiffle-Band, The Quarry Men, zu welcher später auch McCartney und George Harrison stoßen. Als der Skiffle-Boom vorüber ist, schwenkt man in Richtung Rock’n’Roll und nennt sich zunächst Johnny and the Moondogs, dann in Anlehnung an Buddy Hollys Crickets The Silver Beetles, schließlich nur noch The Beatles. Noch während seiner Zeit mit dieser Epoche machenden Band wird Lennon als Solokünstler aktiv: Gemeinsam mit der japanischen Künstlerin und späteren Ehefrau Yoko Ono spielt er drei Alben mit experimenteller Musik ein und tritt mit der Plastic Ono Band in Kanada auf (zur Besetzung gehören damals auch Eric Clapton und Klaus Voormann). Daneben erscheinen die Singles “Give Peace A Chance”, “Instant Karma” und “Cold Turkey” (letztere befasst sich mit Lennons Heroinabhängigkeit). Nach dem Auseinanderbrechen der Beatles erscheint 1970 das schwierige und extrem persönliche Album “John Lennon/Plastic Ono Band”, gefolgt von Lennons erfolgreichster Veröffentlichung überhaupt, “Imagine”. Der Titelsong wird zur Anti-Kriegs-Hymne und erhebt den stets in weiß gekleideten Musiker einmal mehr zur Kultfigur mit politischem Anspruch. Dies macht die Einbürgerung in die Vereinigten Staaten nicht leichter: Jahrelang wird der Ex-Beatle vom FBI beschattet, bevor ihm 1976 endlich die amerikanische Staatsbürgerschaft zugestanden wird. In Lennons Privatleben droht die öffentlich zelebrierte Beziehung mit Yoko Ono (auch durch Lennons Alkoholkonsum) während dieser Zeit zu zerbrechen. Ono führt John ihre Privatassistentin May Pang zu, mit welcher er bis 1975 in Los Angeles lebt, wo er Ende 1974 seinen letzten öffentlichen Auftritt hat – bei einem Konzert von Elton John. Nach der Rückkehr nach New York, der Versöhnung mit Ono und der Geburt ihres gemeinsamen Sohnes Sean Taro Ono Lennon zieht sich John aus dem aktiven Musikgeschäft zurück und widmet sich ganz seiner Familie – und der Rinderzucht. 1980 gelingt ihm mit dem Album “Double Fantasy”, das die Beziehung zu Yoko Ono thematisiert, und der Single “(Just Like) Starting Over” ein sensationelles Comeback. Am Abend des 8. Dezember 1980 wird Lennon, der gerade von einer Aufnahmesession zu Onos Single “Walking On Thin Ice” kommt, von dem offenbar geistig verwirrten Fan Mark Chapman in New York erschossen. Chapman hatte Lennon noch am Vormittag um ein Autogramm gebeten. Seit seinem Tod hat Lennon ganze Generationen junger Musiker beeinflusst (nicht zuletzt Oasis) und ist auf jede nur erdenkliche Art und Weise geehrt worden. Im Central Park wurde das Strawberry Fields Memorial errichtet. Der Flughafen in Liverpool wurde in Liverpool John Lennon Airport umgetauft. In Yoko Onos Heimatstadt Saitama wurde im Jahre 2000 das John Lennon Museum eröffnet, auf Kuba gibt es einen John Lennon Park. Berühmte Tote sind aber auch vor kommerzieller Fledderei nicht sicher: Nach der Neuauflage des kompletten Beatles-Materials erschien Anfang des neuen Jahrtausends die posthum mit der alten Band eingespielte Single “Free As A Bird”. Danach versuchte der ehemalige Weggefährte Paul McCartney, dem verstorbenen Partner seinen Rang bei der Autorennennung streitig zu machen. 2005 schließlich bastelte Theaterregisseur Don Scardino aus Interviews und Songtexten das Musical “Lennon” zusammen – nachdem es in San Francisco floppte, wurde das Werk überarbeitet und rund fünfzig Mal am Broadway aufgeführt.

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