John Goodman

John Goodman

Leben & Werk

Der US-amerikanische Schauspieler wurde in den Neunzigern als Ehemann von „Roseanne“ weltberühmt. Ob als Komiker in „King Ralph“, als durchgeknallter Kriegsveteran in „Big Lebowski“ oder zuletzt als mysteriöser Retter in der Not in „10 Cloverfield Lane“ zeigt John Goodman stets seine schauspielerische Klasse.

John Goodman: Leben und frühe Filme

Der 1952 geborene Amerikaner wuchs zunächst in Missouri auf, wo er aufgrund seiner hochgewachsenen und stämmigen Figur eine Karriere als Football-Star anstrebte. Doch aufgrund einer Verletzung schlug er stattdessen Mitte der 1970er eine Schauspielkarriere ein.

Am Broadway lernte er sein Handwerk und wurde in den 1980ern in Filmen wie „Die Rache der Eierköpfe“, „Sea of Love“ oder „The Big Easy“ einem größerem Publikum bekannt. In seiner ersten von bislang 5 gemeinsamen Filmen mit den Coen-Brüdern Joel und Ethan, spielte er 1987 in „Arizona Junior“ einen flüchtigen Bankräuber an der Seite Nicolas Cage.

John Goodman in der Serie „Roseanne“

Zu Weltruhm kam er in der Sitcom „Roseanne“ als Ehemann von Titelheldin Roseanne Barr. Die Arbeiterfamilie Conner mit ihrem trashigen Lebensstil brachte es in den Jahren von 1988 bis 1997 auf insgesamt neun Staffeln und 222 Episoden. Für seine Verkörperung des Dan Connor wurde John Goodman für sechs Emmy Awards nominiert sowie mit einem Golden Globe und drei weiteren Nominierungen ausgezeichnet.

Filmische Auftritte belegte er in dieser Zeit in der Aristokraten-Parodie „King Ralph“ in der er als entfernter Verwandter des britischen Adelshauses nach einem Attentat auf die gesamte Königsfamilie plötzlich zum König ernannt wird. In der zweiten Zusammenarbeit mit den Coens in „Barton Fink“ wird er für seine eindringliche Performance mit einer Golden Globe Nominierung als Bester Nebendarsteller bedacht.

John Goodman als Vietnamveteran in „The Big Lebowski“

Abermals komödiantisch zeigt er sich in der überdrehten Realfilmadaption als Fred Feuerstein in „Flintstones“ oder als gieriger Anwalt, der in der Kinderbuchadaption „Ein Fall für die Borger“ von den kleinen Lebewesen tyrannisiert wird. In „Blues Brothers 2000“ tritt er das Erbe des Verstorbenen John Belushi an und singt an der Seite Dan Aykroyds.

John Goodmans dritte Arbeit für die Coens, die Verkörperung des Walter Sobchak, in „The Big Lebowski“ brachte ihm den Kultstatus ein. Als Bowling-Buddy von Jeff Bridges wird er nie müde zu erwähnen, dass er im Vietnamkrieg gedient hat. Zwei Jahre später stand er erneut für die Coens vor der Kamera. In „O Brother, Where Art Thou?“, einer modernen Adaption der Homer’schen Odyssee, stellt er sich den drei Helden um George Clooney als einäugiger Bibelfanatiker in den Weg.

John Goodman als Sully in „Monster AG“

In den frühen 2000ern lieh er für mehrere Animationsfilme seine Stimme. Als Pacha in „Ein Königreich für ein Lama“ muss er sich als Diener mit dem Herrscher in Lama-Gestalt herumschlagen, während er in „Die Monster AG“ den Meisterschrecker James P. „Sully“ Sullivan höchst persönlich mimt. Die Rolle übernahm er auch im Prequel „Die Monster Uni“ des Jahres 2013.

Abgebrühter gab er sich als Waffenhändler in „Death Sentence“ und als Gegenspieler von „Evan Allmächtig“. In der knallbunten Comicverfilmung „Speed Racer“ stand er unter anderen in Babelsberg vor der Kamera. Für die Romanverfilmung spielt John Goodman den Vorgänger Papst Sergius II von „Die Päpstin“.

John Goodman: Ausflug ins Fernsehen

In den kommenden Jahren war er vornehmlich in verschiedenen Fernsehserien zu sehen. Zum einen im musikalischen Drama „Treme“, welches im von Hurrikan Katrina zerstörten New Orleans angesiedelt ist, dann an der Seite Glenn Closes in der skrupellosen Anwaltsserie „Damages“.

Komödiantisch gab er sich in einer Gastrolle in der College-Comedy „Community“, während er in der musikalischen Miniserie „Dancing on the Edge“ ein dunkles Geheimnis wahrt. Zuletzt ergatterte er die Hauptrolle in der politischen Dramödie „Alpha House“, welche von Amazon produziert wird. Für den Fernsehfilm „You Don’t Know Jack“ wurde er mit mehreren Nominierungen bedacht.

Rückkehr nach Hollywood

Im Stummfilm „The Artist“ spielt John Goodman einen gewitzten Hollywood-Produzenten der späten 1920er, während er nur ein Jahr später an der Seite Ben Afflecks und Alan Arkins den ikonischen Make-Up-Artist John Chambers in „Argo“ mimt.

Als Drogendealer stürzt er Denzel Washington in „Flight“ fast ins Verderben und zeigt sich in seiner nunmehr fünften gemeinsamen Arbeit mit den Coens in „Inside Llewyn Davis“ als eigenbrötlerischer Jazzmusiker. Als Teil der „Monuments Men“ sucht er als amerikanischer Kunsthistoriker in Nazideutschland zusammen mit George Clooney, Matt Damon und Bill Murray nach verborgenen Kunstwerken, während er von „The GamblerMark Wahlberg eine beträchtliche Summe Geld zurück fordert.

Aktuelle Filme

In „Trumbo“ hilft er dem vermeintlichen kommunistischen Dalton Trumbo (Bryan Cranston) mit der Verwirklichung seiner Filmideen. Für den klaustrophobischen Thriller „10 Cloverfield Lane“ gibt er sich als Retter in der Not der jungen Mary Elizabeth Winstead, doch in Wahrheit umgibt ihn ein dunkles Geheimnis.

2016 sieht man ihn zudem an der Seite Bruce Willis und Jason Momoa in „Going Under“ oder im Spionage-Thriller „The Coldest City“ mit Charlize Theron und James McAvoy. Im Action-Abenteuer „Kong: Skull Island“ begibt er sich 2017 auf die Spuren des ikonischen Affens King Kong.

John Goodman Privat

Seit dem Jahr 1989 ist er mit Anna Beth Hartzog verheiratet, mit welcher er eine Tochter (*1990) hat, die ebenfalls im Filmgeschäft arbeitet. Bereits seit den 1980er ist John Goodman schwerer Alkoholiker und stand oft betrunken vor der Kamera. Seit dem Jahr 2007 ist er auf Entzug und nimmt an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil.

John Goodman hatte Zeit seines Lebens mit den Pfunden zu kämpfen. Im Jahr 2015 konnte er über 50 Kilogramm abnehmen.

John Goodman Auszeichnungen

Golden Globe

  • 1993 – Auszeichnung als Bester Schauspieler in einer Comedy/Musical Serie – „Roseanne“
  • 1992 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy/Musical Serie – „Roseanne“
  • 1991 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy/Musical Serie – „Roseanne“
  • 1990 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy/Musical Serie – „Roseanne“
  • 1989 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy/Musical Serie – „Roseanne“

Emmy Awards

  • 2010 – Nominierung als Bester Nebendarsteller in einer Mini-Serie oder TV-Film – „You Don’t Know Jack“
  • 2007 – Auszeichnung als Bester Gastdarsteller in einer Drama-Serie – „Studio 60 on the Sunset Strip“
  • 1996 – Nominierung als Bester Nebendarsteller in einer Mini-Serie oder TV-Film – „A Streetcar Named Desire“
  • 1995 – Nominierung als Bester Schauspieler in Mini-Serie oder TV-Film – „Kingfish“
  • 1994 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie – „Roseanne“
  • 1993 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie – „Roseanne“
  • 1992 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie – „Roseanne“
  • 1991 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie – „Roseanne“
  • 1990 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie – „Roseanne“
  • 1989 – Nominierung als Bester Schauspieler in einer Comedy-Serie – „Roseanne“

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