Die große weiße Hoffnung des Genrefilms in den späten 70er Jahren, entwickelte John Carpenter mit seinen damaligen Horror-, Science-Fiction- und... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max01/bf01/bf40/b0140001/b150x150.jpg John Carpenter

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John Carpenter


  • Geburtstag
    16.01.1948
  • Geburtsort
    Carthage, New York

Die große weiße Hoffnung des Genrefilms in den späten 70er Jahren, entwickelte John Carpenter mit seinen damaligen Horror-, Science-Fiction- und Action-Filmen neue Muster für mehrere Gattungen. "Dark Star", eine Parodie auf Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum", präsentierte eine denkende und sprechende Bombe und die lethargischsten Hippies im Weltraum, und "Assault - Angriff bei Nacht" erzeugte Spannung durch die Belagerung eines Polizeireviers. Mit "Halloween - die Nacht des Grauens" und seinem psychopathischen Serienkiller etablierte Carpenter die Vorläuferserie der heutigen "Scream"-Filme um geisteskranke Killer, die Teenager morden. Damals innovativ war Carpenters Reduzierung der Handlung auf einfachste Muster, die Virtuosität der Cinemascope-Kamera, der Einsatz subjektiver Perspektiven, die effektvolle Tonkulisse eines wie in fast allen seinen Filmen von ihm selbst komponierten Soundtracks (für den er mehrfach ausgezeichnet wurde), und ein rein visuell erzeugter Thrill. Carpenter, geboren 1948 als Sohn eines Violinisten, studierte Film an der USC Filmschule in Los Angeles und fiel durch seine äußerst ökonomische Arbeitsweise auf, was seine Filme bis heute auszeichnet und ihm die Kontinuität seines Filmwerks garantierte, auch wenn er Flops inszenierte. Mit "Die Klapperschlange" schuf Carpenter 1981 in der Zeit der "Mad Max"-Filme einen weiteren Archetypus des apokalyptischen Endzeitspektakels mit Action-Dramaturgie. Kurt Russell als Snake Plissken muss im Wettlauf mit der Zeit den entführten US-Präsidenten aus der Hand von Schwerverbrechern befreien. Carpenter inszenierte sowohl klassische Horrorstoffe wie den durchkomponierten "The Fog -Nebel des Grauens", als auch moderne Versionen des "Dracula"- Mythos wie "Vampires", in dem James Woods mit seinem Team auf eine Vampirjagd geht und modernste Technologie einsetzen muss, um bei den Blutsaugern wirksam sein zu können. Sein komischer Kung-Fu-Film "Big Trouble in Little China", die Stephen-King-Verfilmung "Christine" (um ein mörderisches Auto) und "Flucht aus L.A.", das Sequel zu "Die Klapperschlange", konnten nicht an seine großen Erfolge anknüpfen. Als konsequenter Genre-Regisseur ist Carpenter eine verlässliche Größe, was vor allem "Vampires" belegt, der das ausgelaugte Vampir-Genre belebte. Carpenter ist mit der Schauspielerin Adrienne Barbeau ("The Fog", "Die Klapperschlange", Wes Cravens "Das Ding aus dem Sumpf") verheiratet.

  • Geburtstag
    16.01.1948
  • Geburtsort
    Carthage, New York
  • Geburtsland
    USA

"Die Monster werden Menschen sein"

Jeder Mensch hat seine Berufung. Die von Franck Richard scheint es, Nerven zum Flattern zu bringen. Dieser Meinung ist er nicht zuletzt auch selbst. Ein Interview mit einem filmischen Überzeugungstäter.

Großansicht "Ich liebe Gore-Filme": Franck Richard im Interview

"Ich liebe Gore-Filme": Franck Richard im Interview

"Die Meute" ist ihre erste Arbeit für die große Leinwand. Warum haben Sie dieses ungewöhnliche Genre gewählt?

Franck Richard: Ich bin ein riesiger Horror-Fan und wollte immer Horrorfilme drehen. Ich habe John Carpenters "The Fog" und "Dracula" als Kind gesehen und für mich war das der Anfang vom Ende. Seitdem ist das Drehen von Horrorfilmen das einzige, was ich in meinem Leben wirklich machen wollte.

"Die Meute" war Eröffnungsfilm beim Fantasy Film Fest 2010. Die Reaktionen waren extrem gemischt, ebenso wie die Kritiken. Kaum etwas zwischen Liebe und Hass. Welche Erklärung haben Sie dafür?

Der seltsame Grundton des Films und der schräge Sinn für Humor, wahrscheinlich. Die meisten Hardcore-Fans mögen diese Gemisch nicht. Ich bin der Meinung, man kann durchaus etwas Humor in einen Horrorfilm packen, solange man nicht das ganze Genre ins Lächerliche zieht. Und ich würde niemals meine Monster verarschen.

Großansicht In "Die Meute" will Regisseur "verstörende Fremdartigkeit" auf die Leinwand bringen. Das zumindest hat er geschafft. (Foto: Sunfilm)

In "Die Meute" will Regisseur "verstörende Fremdartigkeit" auf die Leinwand bringen. Das zumindest hat er geschafft. (Foto: Sunfilm)

Sollte es in Punkto gezeigter Gewalt Grenzen bei Horrorfilmen geben? Was sind Ihre?

Letztlich geht es immer um Glaubhaftigkeit. Als Regisseur musst du die Auswirkungen von Gewalt auf den menschlichen Körper zeigen - zumindest einmal oder zweimal. Ich liebe Gore-Filme aber für mich geht's bei "Die Meute" um verstörende Fremdartigkeit - und nicht über extreme Brutalität. Ich hasse es, wenn im Film die Kugel einer 44 Magnum ein winziges Löchlein im Kopf des Opfers hinterlässt. Dies Trivialisierung von Gewalt ist etwas, das man nicht tun sollte.

Emilie Dequenne (Pakt der Wölfe), Yolande Moreau(Die fabelhafte Welt der Amélie) - starke Namen für das Horror-Genre und das Debüt eines Newcomers. Wie sind Sie an die Schauspieler gekommen?

Yolande Moreau war meine erste Wahl und nach 10 Minuten in unserem ersten Meeting sagte sie "ja". Genau so lief es mit Philippe Nahon. Für die Rollen von Max und Charlotte mussten wir den üblichen Castingprozess durchlaufen. Es geht immer um die Chemie zwischen Schauspieler und Regisseur beim ersten Treffen. Ich glaube, ich hatte einfach ziemliches Glück.

Großansicht Zitat Richard: "Ich würde niemals meine Monster verarschen." Damit ist er nicht allein. (Foto: Sunfilm)

Zitat Richard: "Ich würde niemals meine Monster verarschen." Damit ist er nicht allein. (Foto: Sunfilm)

Viele Kritiker erwähnen das ausgezeichnete Sound-Design. Wie wichtig ist das für einen Horrorfilm?

Freut mich, dass Sie das fragen. Ich glaube, der Sound ist sehr wichtig. Früher habe ich für ein unabhängiges Musikmagazin gearbeitet und viel Zeit auf Rock- dun Metal-Konzerten verbracht. Für meinen Film wollte ich etwas anderes als den typischen Horrorfilm-Soundtrack. Deshalb bat ich Chris Spencer und seine Noiserock-Band Unsane plus Ari Benjamin Meyers den Soundtrack zu "Die Meute" auszuarbeiten. Das war ihre erste Erfahrung mit Score - aber ich finde, sie haben fantastische Arbeit geleistet. Ich wollte etwas ganz einfaches, monotones ohne Betonung - fast schon industrial. Und für den Schrei der Monster wollte ich den Schrei eines Schweines mit Metall- und Industriegeräuschen verschmelzen um etwas ganz Neues zu erhalten.

"Die Meute" kann als Erfolg gewertet werden. Planen Sie einen zweiten Teil?

Nein, den wird es nicht geben. Als Zuschauer mag ich Sequels, aber als Regisseur würde ich lieber neue Dinge erforschen.

Was sind dann Ihre nächsten Projekte?

Es wird ein düsterer Schocker um einen selbsternannten Rächer. Diesmal möchte ich mit einem Universum arbeiten, das dreckiger, dunkler und städtischer ist. Die Monster werden Menschen sein.


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