Jochen Nickel

Jochen Nickel

Leben & Werk

Ausgesprochen schnell stieg der am 10. April 1959 im nordrhein-westfälischen Witten geborene Jochen Nickel nach seinem Debüt in der Fernsehserie “Rote Erde” in die Riege der gefragtesten Charakterköpfe der heimischen Filmlandschaft auf. Er spielte unter der Regie von herausragenden Regisseuren wie Steven Spielberg (“Schindlers Liste“), Roland Emmerich (“Moon 44″) oder Joseph Vilsmaier, der ihn in “Schlafes Bruder”, “Comedian Harmonists” und “Leo und Claire” besetzte. Zur Legende wurde Nickel jedoch mit seinen Rollen in zwei Regiedebüts: als Ganove in Peter Thorwarts Ruhrpottkomödie “Bang Boom Bang” und in Sebastian Schippers Coming-Of-Drama “Absolute Giganten“. Die Partie Tischfußball, die er hier als cooler Gangster Snake gegen Frank Giering und seine Freunde spielt, gehört zu den unvergessenen Momenten des Filmjahres 1998.

Erst spät kam der ausgebildete Straßenbaugeselle vom einfachen zum Schauspiel-Handwerk, indem er 1981 Bühnen-Kontakte zum Wittener Kiss-Ensemble knüpfte und bald darauf erste TV-Rollen übernahm. Seither war er immer wieder auf dem Bildschirm und der Leinwand zu sehen, in Zusammenarbeit mit namhaften deutschen Filmemachern: Mit Doris Dörrie in “Happy Birthday, Türke!“, mit Dominik Graf in “Der Spieler”, in Volker Einrauchs schwarzer Komödie “Die Mutter des Killers“, in Katja von Garniers “Abgeschminkt!”, in “Einer meiner ältesten Freunde” von Rainer Kaufmann, “Trickser” von Oliver Hirschbiegel oder “Frankfurter Kreuz” von Romuald Karmakar.

Zu den einprägsamsten Rollen Nickels zählt diejenige als Kumpel von Hannes alias Joachim Król in Peter Lichtefelds “Zugvögel – Einmal nach Inari”. 2002 stand er in der Til-Schweiger-Produktion “Auf Herz und Nieren” unter der Regie von Thomas Jahn und in Züli Aladags Boxer-Drama “Elefantenherz” als Vater von Lola-Gewinner Daniel Brühl vor der Kamera. Für Peter Thorwart gehört er zur Stammbesetzung der TV-Serie “Was nicht passt, wird passend gemacht”, in deren Mittelpunkt die Abenteuer dreier Ruhrpott-Bauarbeiter stehen.

Nebenbei ist Jochen Nickel ein begabter Sänger und Songschreiber, was er 1997 in Niki Steins skurrilem Road-Movie “Still Movin’” bewies, in dem er unter dem Künstlernamen “Willy Freeze” als alternder Country-Star zur Gitarre griff. Für den Zeichentrickfilm “Felix – Ein Hase auf Weltreise” lieh er außerdem dem legendären Yeti seine Stimme.

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