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Joan Crawford


  • Geburtstag
    23.03.1904
  • gestorben
    13.05.1977

Sie war die Königin der Melodramen des klassischen Hollywood, Vorreiterin in der Darstellung skrupelloser Karrierefrauen und rücksichtsloser Beutegeier, die oft gefährlich nah am Rande des Wahnsinns driften. Dabei war Joan Crawford (1908 - 1977, eig. Lucille LeSueur) in den 30er und 40er Jahren mit ihrem reifen, modernen Schauspielstil ihrer Zeit weit voraus und ihren einzigen "Oscar" erhielt sie für "Solange ein Herz schlägt" (1945). Ihre Frauen wissen sich energisch, kraftvoll und vital, schlagfertig und selbstbewusst in der Männerwelt zu behaupten und erleiden Rückschläge nur durch gnadenloses Mobbing und Intrigen von der anderen Seite, sodass sie trotz ihrer zur Schau getragenen Härte eigentlich Opfer sind. Sie treiben Männer zum Mord und Politiker in den Erfolg. An der Seite von Greta Garbo war sie in "Menschen im Hotel" (1932) die Sekretärin Flämmchen und schizophren in "Hemmungslose Liebe". Crawford stand auch im Western ihren Mann und verkörperte in dem Film ihres Geliebten Nicholas Ray in "Johnny Guitar" ("Wenn Frauen hassen") eine Spielhöllenbesitzerin, die gegen Mercedes McCambridge zum Showdown antritt. Gespenstisch wirkte ihr Auftritt in Robert Aldrichs Psycho-Thriller "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" an der Seite von Bette Davis. Crawford, die sieben Mal verheiratet war, war Repräsentantin eines Kosmetik-Konzerns und veröffentlichte 1962 und 1971 ihre Memoiren. Nach dem Erinnerungsbuch ihrer Stieftochter Christina wurde 1981 der Spielfilm "Meine liebe Rabenmutter" (1981) gedreht, in dem sie als alles dem Erfolg opfernde Frau von Faye Dunaway dargestellt wird.

  • Geburtstag
    23.03.1904
  • Geburtsland
    USA

Filmografie

treffpunkt kino kompakt

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