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Jet Li

Jet Li

Leben & Werk

Mit Bruce Lee, Chow Yun-Fat und Jackie Chan bildet Jet Li das legendäre Quartett der männlichen Martial-Arts-Künstler in der Tradition der Hongkong-Action-Helden, die besonders in Asien eine riesige Fangemeinde besitzen. Für die Autoren Hammond und Wilkins (“Sex, Zen und eine Kugel in den Kopf”) ist Li mit seinem ansteckenden Grinsen und seiner blendenden Kampftechnik der ideale Darsteller für Volkshelden, Schwertkämpfer und Kickbox-Asse.

Berühmt wurde seine “No Shadow”-Technik eines Angriffs durch die Luft, der quasi schneller als der Schatten erfolgt.

Li versteht es wie Jackie Chan, Objekte des Alltags als Waffen mit oftmals tödlicher Wirkung umzufunktionieren. Das können eine Kugel und ein Regenschirm (“Once Upon a Time in China”) oder eine Billardkugel (“Kiss of the Dragon“) sein, mit denen Li unnachahmlich schnell seine Gegner besiegt. Dabei sind Lis Körperkunsttechniken so konzentriert und geballt wie die von Bruce Lee, jedoch anmutiger als die Chans, der häufig ins wirbelnd Groteske ausbricht.

Das komische Talent Lis kommt im Zusammenspiel mit Frauen zur Geltung, denen gegenüber seine Figuren eine ebenso merkwürdige wie komische Scheu an den Tag legen: so z.B. in “Iron Tiger – Der Vollstrecker”, in dem er nicht wagt, sich mit der Hand der Scham einer (bekleideten) Jungfrau zu nähern. Gemeinsam mit Rosamund Kwan, die zumeist seine Filmmutter spielt, focht er zudem in “Iron Tiger” eines der herausragenden Duelle des Genres aus: Im Kampf gegen einen Gouverneur will er gleichzeitig die Mutter befreien, die an einem Strick zu ersticken droht, wozu er einen Berg aus Stühlen und Tafeln erklimmen muss, während sein Erzfeind ihn angreift.

Dank Talent, eiserner Disziplin und Durchhaltevermögen schaffte es der 1963 in Peking geborene Li – auch Li Lian-Jei (Mandarin) oder Lei Lin Git (Kantonesisch) genannt -, der schon in der Jugend Kampfsportler war, nach einer Reihe Meisterschaften mit sechzehn Jahren seine erste Hauptrolle zu ergattern (“Shaolin – Kloster der Rächer“), die ihm auf Anhieb zu großer Popularität verhalf. Die Filme um den Shaolin-Tempel machten den Ort wieder bekannt und Kung Fu entwickelte sich zum Massensport.

Li setzte die Reihe seiner Erfolge fort, als er den legendären Regisseur Tsui Hark (“Peking Opera Blues“) traf, der ihn in der Trilogie um den Volkshelden Wong, der zur kulturellen Folklore Hongkongs zählt, in “Once Upon a Time in China” einsetzte. Mit Kollegin Michelle Yeoh (“Tiger & Dragon“) drehte Li 1993 “Tai Chi”, in dem er sich auf die Seite einer Frau stellt, die eine Rebellion gegen den mächtigen Eunuchen anführt und die Technik des Tai-Chi-Kampfstils erfindet.

Ab 1998 arbeitete Li an seiner Karriere in den USA, zunächst als grimmiger Bösewicht im vierten Teil der “Lethal Weapon“-Reihe, wo er den US-Stars die Schau stahl, dann in “Romeo Must Die“, “Kiss of the Dragon” und “The One”. In “Romeo” erledigte er an einem Seil hängend ein halbes Dutzend Gegner und in “Kiss” im Alleingang die komplette Polizeischülermannschaft von Paris. In “The One” trat er gegen sich selbst in verschiedenen Inkarnationen an. An “Romeo Must Die” knüpfte Li mit “Born 2 Die” an, dieses Mal unterstützt von Rapper DMX. Zurück auf traditionelles Terrain führte ihn Zhang Yimous Martial-Arts-Meisterwerk “Hero”, in dem er als namenloser Schwertkämpfer dem König Qin seine Heldentaten schildern darf, die von Kameramann Christopher Doyle in eindrucksvollen Bildern auf die Leinwand gebannt wurden. Wie “Kiss of The Dragon” basiert auch sein neuester Film “Unleashed” auf einem Drehbuch von Luc Besson.

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