Sie wurde über Nacht zum Star: Actiongirl und Superbabe aus der Champions League der Kracher-Ladies, wurde Jennifer Garner mit der Serie "Alias" populär, gewann dafür 2002 den Golden Globe als Beste TV-Darstellerin und landete den Part der Ninja-Amazone Elektra in der Comic-Verfilmung "Daredevil", der ihr schließlich zu ihrer ersten Action-Hauptrolle im Spinoff "Elektra" verhalf.
Garner, die 90 Prozent ihrer Stunts selbst übernimmt, stürzt Treppen hinunter, hetzt mit langen Beinen Gegnern davon, klettert Liftschächte hoch und Stockwerke runter, lässt sich in 94.000-Liter-Becken versenken und prügelt Bösewichte aus den Latschen: "Meine Hände waren so geschwollen, dass der Ehering nicht passte" (seit 2000 mit Schauspielkollege Scott Foley verheiratet).
Die Serie "Alias", in der sie in der Hauptrolle der Sydney von der CIA angeworben wird und entdeckt, dass sie für eine Verbrecherorganisation und überdies mit dem ungeliebten Vater arbeitet, ist ein Quotenhit.
Die Rolle der Sydney brachte ihr Glück: Der begeisterte Steven Spielberg gab ihr in der Hochstaplerkomödie "Catch Me If You Can" den Part des Ex-Models Cheryl, mit der Hauptdarsteller Leonardo Di Caprio im Waldorf-Astoria eine Nacht verbringt. Spielberg: "Sie kam vorbei, drehte nur einen Tag und war dabei einfach umwerfend." Ihr komisches Talent durfte sie alsbald in der Körpertausch-Komödie "30 über Nacht" in einer Hauptrolle unter Beweis stellen.
Garner wurde 1972 in Houston, Texas, geboren, verbrachte ihre Kindheit in West Virginia und zog nach New York, wo sie über ein Jahrzehnt zahlreiche TV-Auftritte absolvierte, bis ihr mit Kleinstrollen in "Harry außer sich", "Mr. Magoo", "Washington Square" und "Ey Mann - Wo is' mein Auto?" der Übergang zum Spielfilm gelang. Ben Affleck, ihr Partner in "Pearl Harbor" (sie spielte die flotte Krankenschwester Sandra) und "Daredevil", sagt: "Jennifer packt die Action besser als ich."
Als Synchronsprecherin der englischen Fassung von "Schweinchen Wilbur und seine Freunde" sprach sie die Susy und in " Lieben und lassen" von Drehbuchautorin und Regisseurin Susannah Grant musste sie als Gray erleben, wie der geplante Hochzeitstag nach dem plötzlichen Tod ihres Verlobten zum Beerdigungstag wird. Schließlich landete die junge trauernde Frau in einer Junggesellen-WG und lernt Fritz (Timothy Olyphant) kennen.
Handfeste Action mit brisantem politischem Unterton lieferte Garner als FBI-Agentin, die in "Operation: Kingdom" einen Bombenanschlag in Saudi-Arabien untersucht. Im gefühlvollen Indie-Hit "Juno" gab sie die kontrollsüchtige Adoptivmutter, um dann in den locker-leichten Komödien "Der Womanizer" und "Valentinstag" ihre Reize spielen zu lassen.
In der intelligenten Gesellschaftssatire "Lügen macht erfinderisch" lässt sich Jennifer Garner vom britischen "Stromberg"-Original Ricky Gervais beeindrucken, weil er in einer grundehrlichen Welt als erster Mensch die Macht des Flunkerns entdeckt.
Jennifer Garner hat 2006 den People's Choice Award für ihre großartige Leistung als weiblicher Action-Star erhalten. Nach ihrer Scheidung mit Scott Foley heiratete sie im Juni 2005 Ben Affleck.
Keine Neuauflage für "Bennifer"
Am Set der Comicverfilmung "Daredevil" im Jahr 2003 haben sie sich kennen und lieben gelernt.
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Filmküsse wie der in "Daredevil" gehören für Ben und Jen der Vergangenheit an (Foto: Fox)
Seither sind die Hollywoodstars Ben Affleck und Jennifer Garner ein Paar. Mittlerweile sind die beiden verheiratet und Eltern einer Tochter. Zusammen arbeiten wollen Affleck und Garner allerdings nicht mehr. "Wir werden keinen gemeinsamen Film mehr drehen", verrät der 35-jährige Oscarpreisträger. "Um genügend Zeit für unsere Familie zu haben, versuchen wir, nicht gleichzeitig vor der Kamera zu stehen."
Außerdem legen die beiden "Daredevil"-Stars wert darauf, dass ihre Beziehung nicht zu sehr in der Klatschpresse ausgeschlachtet wird. Deswegen verzichten Ben und Jenny sogar darauf, gemeinsam über den roten Teppich zu schreiten. "Wir arbeiten sehr hart daran, nicht eines von diesen Promi-Pärchen zu werden, die andauernd im Rampenlicht stehen", sagt Garner. "Auf den roten Teppich pfeifen wir - das ist unsere Art, dem Medieninteresse zu entgehen."
Bitte keine Presse
Dass die beiden so publikumsscheu sind, hat einen Grund: Vor seiner Beziehung mit der "Alias"-Agentin war Ben mit einer anderen Jennifer namens Lopez liiert. Gerüchte über Verlobungen, geplatzte Hochzeiten und zahllose Paparazzi-Fotos brachten dem einstigen Glamour-Paar den Spitznamen "Bennifer" ein - und bedeuteten schließlich das Aus für ihre Liebe. Diesen Fehler will Affleck offenbar nicht wiederholen. "Bennifer 2" wird es also nicht geben.