Jeff Bridges

Jeff Bridges

Leben & Werk

Jeff Bridges, Sohn des Schauspielers Lloyd Bridges, absolvierte als Achtjähriger mit seinem Vater erste TV-Auftritte, bevor er sich dem Schauspielstudium bei Uta Hagen unterzog und selbst zum Top-Mimen aufstieg.

Als einer der verlässlichsten, konzentriert und scheinbar schwerelos in den unterschiedlichsten Rollen arbeitenden Haupt- und Nebenrollendarsteller und vorzüglicher Ensemblespieler zählt er zu den stärksten Kräften des New-Hollywood.

Bridges’ Spannbreite reicht vom einfältigen Jungen bis hin zum Konzernboss “Tucker”, gebrochenem DJ (“König der Fischer“) oder Liebhaber und Barpianist (“Die fabelhaften Baker-Boys”).

Er erhielt sechs Oscar-Nominierungen (1972 “Die letzte Vorstellung“, 1975 “Die Letzten beißen die Hunde“, 1985 “Starman”, dafür auch Golden-Globe-Nominierung, 2000 “Rufmord”, “Crazy Heart” und “True Grit”) und wurde 1990 zum männlichen Star des Jahres (“National Association of Theatre Owners”) gewählt. Dem folgte 1993 der “IFP/Spirit Award” für “American Heart“, den ersten Film in eigener Produktion (“Asis Productions”). 1988 wurde er als zu diesem Zeitpunkt jüngster Schauspieler mit einer dreiwöchigen Retro im Londoner National Film Theatre geehrt.

Neben seiner Karriere als Schauspieler engagiert sich das Multitalent auch als Musiker, Komponist, Sänger, Maler und Fotograf. Berühmt sind beispielsweise seine Schnappschüsse von Dreharbeiten. Mit Bruder Beau Bridges spielte er in “Die fabelhaften Baker-Boys” und auch mit Vater Lloyd war er mehrfach auf der Leinwand zu sehen (u.a. in “Blown Away”).

Zu Bridges’ herausragenden Rollen zählen der Hacker Kevin Flynn im SF-Kultfilm “Tron” mit der etwas glattgebügelten Fortsetzung “Tron:Legacy”, “The Dude” Lebowski in “The Big Lebowski” von den Coen-Brüdern, der Psychiater Dr. Mark Powell, der sich in “K-Pax” mit dem mysteriösen Prot (Kevin Spacey) konfrontiert sieht und von ihm die Wichtigkeit der eigenen Familie lernt, sowie der Besitzer des titelgebenden Rennpferdes in “Seabiscuit”, wie in “Tucker” ein sympathischer Autobauer, der hier jedoch unter dem Unfalltod seines Sohnes und der nachfolgenden Scheidung von seiner Frau leidet.

Zu Hochform lief Bridges in seiner subtilen Charakterdarstellung des um seine toten Söhne trauernden Buchautors und -illustrators Ted Cole in der John-Irving-Verfilmung “The Door in the Floor” auf, die er auch mitproduzierte.

Der schon 1994 mit einem Stern auf dem Walk of Fame geehrte Bridges erhielt für seine Darstellung des demokratischen US-Präsidenten Jackson Evans in “Rufmord – Jenseits der Moral” (2000; klare Anspielung auf den Clinton/Lewinsky-Skandal) seine vierte Oscar-Nominierung. 2005 setzte Kultregisseur Terry Gilliam in “Tideland” wieder auf zwielichtige Typen, was Bridges, der in dem Film mit seiner Tochter zu seinen Wurzeln in Texas zurückkehrte, hervorragend umzusetzen verstand.

Als raubeiniger Trainer in einer Turnakademie war er ein Jahr später in “Rebell in Turnschuhen” zu sehen und 2008 gehörte Jeff Bridges neben Robert Downey jr. und Gwyneth Paltrow zur großartigen Besetzung der Comic-Adaption “Iron Man”. Der Marvel-Verlag erteilte Jon Favreau den Regieauftrag und trotz zuerst verhaltener Stimmen bewies dessen Cast-Entscheidung ein äußerst gelungenes Zusammenspiel.

In der Militärsatire “Männer, die auf Ziegen starren” glänzt er als Hippie-Kommandant und sein eindringliches Spiel als Country-Veteran auf der Suche nach der letzten Chance in “Crazy Heart” bescherte ihm die fünfte Oscar-Nominierung – und endlich auch die begehrte Auszeichnung, die er sichtlich gerührt unter stehenden Ovationen entgegennahm.

Im Folgejahr gab’s gleich die nächste Nominierung für seinen hartgesottenen Marshall im John Wayne-Remake “True Grit”. Eine Paraderolle ist sein “The Giver – Hüter der Erinnerung” als Bewahrer von Geschichte, Leidenschaft und Emotion in einer Gesellschaft, die all das medikamentös unterdrückt und nur jeweils einem Auserwählten die Bandbreite menschlicher Existenz zugänglich macht, auf dass nicht alles komplett vergessen werde. Als er dieses Wissen an einen jungen Nachfolger weitergeben soll, kommt es in der mitreißenden SciFi-Dystopie zum Eklat.

Seit 1977 ist Jeff Bridges mit Susan Geston zusammen. Mit ihr hat er drei Töchter: Isabelle, Jessica und die 1987 geborene Hayley.

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