Jean Reno

Jean Reno

Leben & Werk

Er IST “Der Profi”: Der Hüne mit der imposanten Statur, dem strengen Blick und der Kunst des Minimalismus, die Reno an seinem erklärten Vorbild Lino Ventura bewundert, wurde in den 90er-Jahren einer der Kassenmagneten Frankreichs.

Für Regisseur Luc Besson, mit dem seine Karriere verbunden ist, spielte der 1948 geborene Jean Reno einen Endzeitkrieger (“Der letzte Kampf”), einen Metro-Schläger (“Subway”), den “Cleaner” in dem Thriller “Nikita”, der Vorbild für Tarantinos “Wolf” in “Pulp Fiction” wurde, den toughen Rekordtaucher in “Im Rausch der Tiefe” und den Profikiller in “Léon – der Profi”, der in der Beziehung zu einem jungen Mädchen (Natalie Portman) Gefühle entdeckt.

Reno spielt einsame Riesen mit sensiblem Herzen, Killer und Komödianten, Taucher und Taugenichtse, Ritter und Reisende, Dolmetscher und große Brüder, Raubeine und Kumpel. In Frankreich hatte er seine größten Erfolge mit zwei Komödien, in denen er als Edelmann aus dem Mittelalter in “Die Besucher” und der Fortsetzung “Die Zeitritter” gegen den gelben Drachen 2CV antrat sowie mit Mathieu Kassovitz’ düsterem Thriller “Die purpurnen Flüsse“.

Seine sanftere Seite zeigte Reno als Schutzengel eines italienischen Dorfes in “Rosannas letzter Wille” oder neben Juliette Binoche in der von Alain Sarde produzierten Komödie “Jet Lag”, während er für “Die purpurnen Flüsse 2″ – diesmal unter der Regie von Olivier Dahan – seine Figur aus dem ersten Teil wieder aufleben ließ. Eine ähnlich düstere Atmosphäre bot auch “Das Imperium der Wölfe“, in dem Reno als zwangspensionierter, korrupter Ex-Bulle versucht, drei brutale Morde im Pariser Türkenviertel aufzuklären.

Neben seiner Arbeit in Europa ist Reno regelmäßig in Hollywoodproduktionen zu sehen, so als Mitglied des ersten “Mission: Impossible”-Teams, als Geheimagent, der in “Ronin” Robert De Niro das Leben rettet, oder in “Godzilla” – und nicht zuletzt auch in seiner Paraderolle im US-Remake von “Die Besucher” (“Just Visiting” konnte mit dem Erfolg des Originals jedoch nicht mithalten).

Eine weitere Actionrolle übernahm Reno in John McTiernans Remake des Science-Fiction-Spektakels von 1974 “Rollerball”. Von seiner witzigen Seite präsentierte sich Reno im Remake von “Der rosarote Panther” und der Fortsetzung, in denen er als Detective Gildert Ponton dem trotteligen Inspektor Clouseau zur Seite steht. In der Verfilmung von Dan Browns Bestseller “Da Vinci Code” ist er neben Tom Hanks und Audrey Tautou als Bezu Fache zu sehen.

Im Actioner “Armored” um einen spektakulären Geldraub wärmt Reno seinen Rollentypus des wortkargen Coolen auf, in “22 Bullets” überlebt er gar die titelgebenden 22 Kugeleinschläge in seinem kantigen Körper.

Ganz anders zeigt sich Reno im Drama “Die Kinder von Paris” um die Tragödie vom Sommer 1942, als die französische Regierung jüdische Familien in einem Stadion zusammentreiben und per Zug in Konzentrationslager deportieren ließ.

Eine Paraderolle bietet Reno die Cuisine-Comedy “Kochen ist Chefsache“, wenn ihm als perfektionistischem Sternekoch mit Riesenego und Finanzproblemen ein talentierter Hobbykoch Ratschläge zu erteilen wagt, die sich dann auch noch als deliziös herausstellen…

Privat gilt seit einer Begegnung mit dem Sänger Sting Renos Engagement dem Umweltschutz. 2000 wurde er für seinen “Europäischen Beitrag zum Weltkino” mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet, nachdem er im Jahr zuvor beim Deutschen Videopreis bereits den “European Video Award” erhalten hatte.

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