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Jane Fonda

Jane Fonda

Leben & Werk

Oscar-Preisträgerin und Polit-Aktivistin, Charakterdarstellerin und Fitness-Idol, Gattin eines mächtigen Medientycoons und Tochter von Hollywood-Ikone Henry Fonda, war Weltstar Jane Fonda im Laufe ihres Lebens immer eine andere – im schnellen Wechsel. Sie entwickelte sich vom verwöhnten Starkind und Fotomodell zu einer der besten dramatischen Schauspielerinnen ihrer Generation, legte in Europa während ihrer ersten Ehe mit Regisseur Roger Vadim ein Intermezzo als Sex-Kätzchen mit der Science-Fiction-Kult-Comic-Verfilmung “Barbarella” ein und wurde zur Kämpferin, die in Rundfunksendungen aus Nordvietnam amerikanische Kriegsverbrechen verurteilte und als “Hanoi-Jane” beschimpft wurde. Als sie 1971 eine linke Entertainment-Show für US-Truppen als Gegenentwurf zu Bob Hopes Truppenbetreuung organisierte, glaubte sie, mit Propaganda Politik machen zu können. Ihre Polit-Tourneen gegen den Vietnamkrieg und die Wahlkampf-Unterstützung für ihren zweiten Ehemann Tom Hayden, Abgeordneter im kalifornischen Parlament, sowie ihr Engagement gegen Kernkraftwerke, das sich im Polit-Thriller “Das China Syndrom” niederschlug und die Stimmungslage vieler Amerikaner traf, brachten Fonda häufiger in die Schlagzeilen als ihre Filme.

Als Schauspielerin sah man Fonda in Komödien wie “Ein Sonntag in New York” und “Barfuß im Park“, sie spielte an der Seite von Marlon Brando in Arthur Penns Thriller “Ein Mann wird gejagt” und als Weltraumagentin mit dem Motto “Sieg der Liebe” in “Barbarella”, ein buntes Pop-Märchen, dessen Einfluss bis zur “Austin Powers”-Trilogie reicht. Sie war die Marathon-Tänzerin in Sydney Pollacks “Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss” und die Saloon-Sängerin in der Western-Parodie “Cat Ballou“, war sechs Mal für den Oscar nominiert und gewann ihn zwei Mal: 1972 in der Rolle der Prostituierten in “Klute”, die zur Zielscheibe mysteriöser Anschläge wird, und 1978 als Offiziersfrau, die sich in Hal Ashbys “Coming Home”, einer der ersten Filme über Vietnamveteranen, in den querschnittgelähmten Jon Voight verliebt. Danach trat Fonda nur noch selten in Filmen auf, gewann einen Emmy für den TV-Film “The Dollmaker” und beschloss ihre Filmkarriere an der Seite von Robert De Niro in Martin Ritts Sozialdrama “Stanley & Iris” (1989) als Fabrikarbeiterin, die einen Koch kennen lernt und dem Analphabeten zu einem neuen Leben verhilft.

An der Seite ihres Vaters spielte Fonda ein einziges Mal in der Altersromanze “Am goldenen See”, den sie auch produzierte und für den sie Oscar-nominiert (Beste Nebenrolle) war. Projekte, mit ihrem Bruder Peter Fonda (“Easy Rider”) zu filmen, scheiterten. In der Hitkomödie “Das Schwiegermonster” spielte sie als biestige Schwiegermutter Jennifer Lopez an die Wand und verbuchte ihre seit langem auffälligste Rolle.

Fondas erstaunlichste Karriere brachte ihr 1981 als erfolgreiche Geschäftsfrau im Big Business Millionen ein: Ihr erstes von drei auf der Aerobic-und-Fitness-Welle basierenden Büchern (“Jane Fondas Fitness-Buch – Ich fühle mich gut”) brachte der damals 44-Jährigen über 50 Millionen Mark ein. Ihr Trainings-Plattenalbum bei CBS war ebenso erfolgreich, und die Videokassette mit dem gleichen Inhalt brach 1984 alle Verkaufsrekorde der Videogeschichte. Nebenbei betrieb sie Aerobic-Salons und propagierte eine eigene Kollektion von Aerobic-Kleidung. Ein Teil der Gewinne floss der 8000 Mitglieder zählenden Volkslobby der Linken ihres zweiten Ehemannes Tom Hayden zu.

Von 1991 bis 2001 war Fonda mit dem Medienzaren Ted Turner (CNN, TNT, Turner Pictures) verheiratet, beide in dritter Ehe. Fonda hat zwei Kinder von Tom Hayden.

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