Wie seine schwarzen Kollegen Orlando Jones und Eddie Griffin wurde Jamie Foxx als Stand-Up-Comedian und TV-Star bekannt, bevor er in Oliver Stones Football-Thriller "An jedem verdammten Sonntag" eine der Hauptrollen im Ensemble übernahm. Als Willie Beamen war er der Ersatzspieler, der durch Dennis Quaids Verletzung als Quarterback seine Chance bekommt, sich auf dem Feld mehrfach übergeben muss und im Lauf der blitzartigen Karriere in der Wohnung von Coach Al Pacino die entscheidende Auseinandersetzung über Sport und Moral führt. Für den Film steuerte Foxx den Titelsong und eine weitere Musiknummer bei.
1967 in Texas geboren, wurde Foxx mit Sketch-Serien in der TV-Show "In Living Color" (bei der auch die Wayans-Brüder debütierten) ein Begriff, konnte in weiteren Serien und der eigenen "Jamie Foxx Show" seine komische Begabung ausformen und spielte nebenher kleine Rollen in Filmen wie "Lügen haben lange Beine" (als Uma Thurmans Nachbar). In der Slapstick-Komödie "Booty Call - One-Night-Stand mit Hindernissen" reißt er mit Partner Tommy Davidson zwei hübsche Mädchen auf und erlebt in Manhattan skurrile Abenteuer, als es gilt, Kondome aufzutreiben. In Antoine Fuquas Actionthriller "Bait - Fette Beute" war er der Kleingauner, der Garnelen klaut, im Knast einen Mikrochip implantiert bekommt und als Köder für einen Gangster dient.
Weg von komischen Rollen bewegte sich Fox mit der Figur des sympathischen Taxifahrers Max, der in Michael Manns atmosphärischem Actiondrama "Collateral" einen Killer (Tom Cruise) von Auftrag zu Auftrag durch die Nacht fährt und dabei in ein tödliches Dilemma gerät. Doch der eigentliche Karrieresprung für Foxx folgte mit seiner überragenden Darstellung des Ray Charles im Biopic "Ray": Perfekt verkörperte er die Unerreichbarkeit des blinden Soul-Musikers, der mit inneren Dämonen, Vielweiberei und Heroinsucht zu kämpfen hat. Erneut in einem Action-Stoff war er zu sehen als Navy-Pilot in "Stealth - Unter dem Radar".
Sacha Baron Cohen verlässt Tarantinos "Django Unchained"
Mitten im Dreh muss Quentin Tarantino wichtige "Django"-Rollen neu besetzen - Sacha Baron Cohen platzt der Terminkalender, Kurt Russell erkennt den Wilden Westen nicht wieder.
Großansicht
"Diktator" Sacha Baron Cohen hat keine Zeit für Quentin Tarantino (Foto: Paramount)
Derzeit dreht Kultregisseur Quentin Tarantino in Louisiana "Django Unchained". Den Western hat er hochkarätig unter anderem mit Christoph Waltz, Jamie Foxx,
Leonardo DiCaprio, Samuel L. Jackson und Sacha Baron Cohen besetzt. Doch die Dinge laufen nicht so reibungslos, wie sie sollten.
Noch vor Drehstart machte sich Kevin Costner aus dem Staub, der einen fiesen Sklaven-Trainer spielen sollte. Tarantino konnte einen Stopp der Dreharbeiten verhindern, in dem er blitzschnell Kurt Russell aus dem Ärmel zauberte. Mit ihm in der Hauptrolle hatte er bereits "Death Proof - Todsicher" auf die Leinwand gebracht.
Neue Spieler und Sadisten für Tarantino
Aber die Probleme mit den Stars hörten nicht auf. Als nächstes stieg Joseph Gordon-Levitt aus, der sich die Gelegenheit, erstmals selbst bei einem Film Regie zu führen, nicht entgehen lassen wollte. Jetzt ist auch noch Sacha Baron Cohen abgesprungen - die Promotiontour für "Der Diktator" - ab 17. Mai in unseren Kinos - verdränge alles andere aus seinem Terminkalender. Er sollte einen Glücksspieler mimen, der Djangos versklavte Frau kauft.
Damit ist Tarantinos Pechsträhne nicht zuende: Auch Kurt Russell hat sich inzwischen wieder verdrückt. Der Grund dafür wurde nicht bekannt gegeben, aber es wird gemunkelt, dass ihm der Film nicht genug "Western" war. Das bringt Quentin Tarantino in Not, denn er muss nun unter hohem Zeitdruck große Lücken schließen.