Kinogänger dürfen weiterhin rätseln, wer denn nun ab Herbst 2005 seine Martinis geschüttelt (nicht gerührt) ordern wird. Derweil beginnt hinter den Kulissen bereits der Run auf die traditionell prominent besetzte Rolle des Bösewichts.
In einem Interview mit dem britischen Radiosender Capital FM äußerte Schauspieler Ben Kingsley, oscargekrönt für seine Rolle in "Gandhi", lautstark den Wunsch, Bond in seinem nunmehr 21ten Einsatz gegenüberzustehen.
Der Charakterdarsteller, dessen neuer Film "Thunderbirds" gerade in den USA mit nur mäßigem Erfolg anlief, sagte "Mit all meinen fünf Armen würde ich mich um eine Rolle als Bond-Schurke reißen" zitiert. Gleichzeitig bekannte sich Kollegin Angelina Jolie, die zeitweise als potentielles Bond-Girl gehandelt wurde, dazu, in ihrem tiefsten Inneren schon immer an der Rolle des Bösewichts in der erfolgreichen Filmreihe interessiert gewesen zu sein.
Wie die Chancen der beiden Aspiranten auf die begehrten Rollen stehen, bleibt abzuwarten, derzeit konzentrieren sich seitens des produzierenden Studios MGM noch alle Anstrengungen darauf, die Rolle des Titelhelden auszufüllen. Verhandlungen mit Pierce Brosnan, der der Figur des James Bond in den letzten 4 Filmen sein Gesicht lieh, sind anscheinend gescheitert.
Zahllose Namen wurden bereits als möglicher Ersatz ins Feld geführt, darunter Clive Owen ("King Arthur") und Orlando Bloom ("Der Herr der Ringe"), gute Chancen werden derzeit dem Briten James Purefoy ("Resident Evil") eingeräumt. Auch die Frage nach der Person im Regiestuhl wird voraussichtlich zu klären sein, bevor eine Entscheidung über die weitere Besetzung getroffen werden kann.
Indes lastet auf den Beteiligten zunehmender Druck, den neuesten Teil der James Bond-Reihe, lukratives Aushängeschild von MGM, fristgerecht zum geplanten US-Start am 18. November 2005 in die Kinos zu bringen - sofern nicht die drohende Übernahme des gebeutelten Studios durch den Branchenriesen TimeWarner alle Terminpläne über den Haufen wirft. Bei all den Schwierigkeiten, denen das Projekt derzeit gegenübersteht, können die Zuschauer sich jedoch in einem Punkt sicher sein: "James Bond WILL return".