James McAvoy

James McAvoy

Leben & Werk

In nur sieben Jahren schaffte der Schotte den Sprung vom Nobody zum Blockbuster-Star. Gut aussehend, mit leicht spöttischem Blick, impulsiver Körpersprache und leidenschaftlichem Aufgehen in den Rollen, ist James McAvoy in Kostümfilmen so überzeugend wie als moderner Macbeth oder rebellischer Teenager.

Den Aufstieg in Hollywoods erste Liga schaffte McAvoy als junge Ausgabe von Professor Charles Xavier mit der “X-Men”-Vorgeschichte “Erste Entscheidung”, die nun mit “Zukunft ist Vergangenheit” fortgeführt wird, und beim Treffen der Generationen dank Zeitreise auch eine Begegnung mit Patrick Stewart, der älteren “Original-Ausgabe” des Mutanten-Chefs bringt.

Zuvor war James McAvoy 2006 und 2007 mit gleich drei internationalen Rollen einem größeren Publikum aufgefallen: Er spielte den Leibarzt des unberechenbaren ugandischen Diktators Idi Amin (Oscar-Preisträger Forest Whitaker) im Drama “Der letzte König von Schottland”, den stürmischen Anwalt Tom Lefroy, Geliebter der legendären Schriftstellerin Jane Austen im Biopic “Geliebte Jane“, und Robbie Turner, Sohn einer Haushälterin, der wegen angeblicher Vergewaltigung in der Ian McEwan-Romanverfilmung “Abbitte” verhaftet wird, als Soldat in den Zweiten Weltkrieg zieht und in Dünkirchen fällt.

James Andrew McAvoy wurde 1979 in Glasgow geboren und wuchs, als sich die Eltern sieben Jahre später trennten, bei den Großeltern im Stadtteil Scotstoun auf, wo er die St. Thomas Aquinas School besuchte. Er machte 2000 seinen Abschluss an der Royal Scottish Academy of Music and Drama, ging nach London und arbeitete, während er in klassischen und modernen Rollen auf der Bühne stand, zeitweilig als Bäcker.

Nach kleinen Rollen in Film und Fernsehen (“Der Preis der Ehre”, 1997, “Lorna Doome”, 2000) stand er in der Bollywood-Romanze “Bollywood Queen” (2002), wo er sich als Junge aus dem Londoner East End in eine Inderin verliebt, erstmals als männlicher Hauptdarsteller vor der Kamera. Größere Rollen spielte McAvoy als Rekrut James Miller in der zehnteiligen Weltkriegserie “Band of Brothers” (2001), als Prinz Leto Atreides II in der SF-Miniserie “Frank Herbert’s Children of Dune – Dune – Die Trilogie” (2003) und als Mittelklassejunge, der in der populären britischen Serie “Shameless” (2004) in eine anarchische Familie gerät.

Er war Tennisspieler und Bruder von Paul Bettany in der Sportkomödie “Wimbledon” (2004), wo er vergeblich um Kirsten Dunst kämpft, gehörte als Faun Mr. Tumnus zum Ensemble des Fantasyfilms “Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia” (2005) und glänzte als Gangster Joe Macbeth in einer modernen TV-Fassung des Shakespeare-Dramas. 2008 ist McAvoy an der Seite von Angelina Jolie und Morgan Freeman im Actionthriller “Wanted” zu sehen. In “Ein russischer Sommer” um die letzten Tage von Leo Tolstoi mimt er den feinsinnigen Assistenten des großen Literaten und in Robert Redfords historischem Gerichtsdrama “Die Lincoln Verschwörung” den Verteidiger einer Witwe, die die Attentäter des Präsidenten beherbergt haben soll. Im Thriller “Trance” spielt er einen Kunsthändler, bei einem Goya-Raub sein Gedächtnis verliert, das ihm eine Hypnotiseurin wiederbeschaffen soll.

James McAvoy war 2006 für den BAFTA Award als Bester Darsteller für “Der letzte König von Schottland” nominiert, gewann den BAFTA Rising Star Award und 2007 in Cannes die von Chopard gestiftete Trophäe für die männliche Entdeckung des Jahres. Im September 2007 feierten ihn die Londoner für den GQ Award als Neuer Hauptdarsteller des Jahres.

James McAvoy lebt mit seiner Frau, Schauspielerin Anne-Marie Duff (“Tagebuch eines Skandals“), die er auf dem Set von “Shameless” kennen lernte und 2006 heiratete, in London. Er ist erklärter Fan des Fußballclubs Celtic Glasgow.

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