Einer der größten Western-Darsteller aller Zeiten, schrieb sich James Coburn mit drei Rollen in die Filmgeschichte ein: Er war der Messerwerfer in... - Foto: Warner http://images.kino.de/flbilder/max03/auto03/auto08/03080123/b150x150.jpg James Coburn

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James Coburn


  • Geburtstag
    31.08.1928
  • Geburtsort
    Laurel, Nebraska
  • gestorben
    18.11.2002

Einer der größten Western-Darsteller aller Zeiten, schrieb sich James Coburn mit drei Rollen in die Filmgeschichte ein: Er war der Messerwerfer in John Sturges' "Die glorreichen Sieben", der seinen ehemaligen Kumpel zur Strecke bringende Sheriff in Sam Peckinpahs "Pat Garrett jagt Billy the Kid" und der irische Revolutionär in Sergio Leones "Todesmelodie".

Coburn, geboren 1928, gehörte zu den Ausbrechern aus dem Kriegsgefangenenlager in "Gesprengte Ketten" und wurde in den 60er-Jahren mit den Agentenfilm-Persiflagen um die Figur des Geheimagenten Derek Flint populär. Er brachte in seine Rollen sowohl den lakonischen Aspekt des Westerners ein als auch einen Sinn für Komik, z.B. in dem Abenteuerfilm "Sturm über Jamaika" oder dem Pferderennen-Western "700 Meilen westwärts". Seit 1965 ("Sierra Charriba") arbeitete Coburn mehrfach mit Sam Peckinpah zusammen ("Steiner - Das eiserne Kreuz") und führte die Action-Regie in dessen Trucker-Film "Convoy".

Coburn, der auch häufig im Fernsehen spielte, fällt mit seiner schlanken, fast hageren Erscheinung und dem breiten Lachen, der beinahe asiatisch wirkenden verengten Augenpartie und den abgezirkelten Bewegungen, die jede überflüssige Gestik vermeiden, sofort auf. Seine großen Jahre in den 60ern und 70ern konnte er nicht fortsetzen, blieb trotz seiner charismatischen Leinwandpräsenz Nebendarsteller in Action-Filmen. Eine späte Ehrung erfuhr der Mime mit dem "Oscar" für die beste männliche Nebenrolle in Paul Schraders "Der Gejagte", wo er 1998 in einer Hassliebe mit seinem Sohn, einem Polizisten (Nick Nolte) in einer Kleinstadt, verbunden ist.

  • Geburtstag
    31.08.1928
  • Geburtsort
    Laurel, Nebraska
  • Geburtsland
    USA

Nur Weicheier in Hollywood

Erfolgsregisseur Guillermo del Toro beklagt das Fehlen authentischer Actionhelden in der Filmmetropole.

Großansicht Action-Helden gesucht: Guillermo del Toro (Foto: Kurt Krieger)

Action-Helden gesucht: Guillermo del Toro (Foto: Kurt Krieger)

Woche für Woche lässt es Hollywood auf der Leinwand richtig krachen. Da werden dutzendweise Autos geschrottet, Knochen gebrochen und Häuser in die Luft gejagt. Doch in all dem Trubel sieht Guillermo Del Toro nicht starke Haudegen ihren Mann stehen, sondern hübsch anzusehende Softies der Kategorie "Liebling aller Schwiegermütter". Richtige Macho-Männer sucht der Geschichtenerzähler in der Filmmetropole fast vergebens. Der Regisseur von "Hellboy" kritisiert, dass die meisten der heutigen Actionhelden zu nett seien und ihnen das passende Macho-Image fehle.

Die Glaubwürdigkeit ist damit im Keller. "Meiner Meinung nach sind heutzutage im Filmgeschäft - abgesehen von Ron Perlman und Clive Owen - die Hauptdarsteller keine Männer sondern Jungs", schimpft der Regisseur und fährt fort: "Es gibt keine Lee Marvins, Steve McQueens, Charles Bronsons oder James Coburns mehr. Jeder ist ein schöner, netter GQ-Bub. Echte Männerfilme sind ausgestorben."

Schönlinge statt Narbengesichter

Den Grund dafür scheint der Mexikaner auch zu kennen: "Ich glaube nicht, dass die meisten von ihnen ein richtiges Leben hatten. Wenn ich mir Actionfilme ansehe - dabei bilden meiner Meinung nach Harrison Ford und kurioserweise Will Smith die Ausnahme - können sie so viel Schweiß- und Blut-Make-Up aufgetragen haben wie sie wollen, aber ich stelle mir trotzdem ganz genau vor, wie ihr Assistent neben der Kamera mit einem Evian Wasser und dem Handy auf sie wartet."

Für den Erfolgregisseur erfüllt sein Hauptdarsteller Ron Perlman in den "Hellboy"-Filmen alle Anforderungen eines Superhelden: "Ron hat diese taffe, grimmige, im Blaumann agierende Jedermann-Persönlichkeit. Er verkörpert den noblen Kämpfertypen. Ron ist nicht im klassischen Sinn ansehnlich, aber er ist eine Führungspersönlichkeit. Das ist etwas anderes."


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