Er ist der Mann der Superlative: Mit dem Schiffsuntergang der "Titanic" inszenierte er den teuersten und erfolgreichsten Spielfilm der Filmgeschichte, der elf "Oscars" (u.a. für den besten Film und die Regie) gewann. Zwölf Jahre später übertrumpfte er seinen eigenen Rekord und spielte mit "Avatar: Aufbruch nach Pandora" noch mehr ein. Wie bereits bei "Titanic" setzte er bei dieser Science-Fiction-Fantasie technische Maßstäbe. Das Abenteuer, zu dem eine Fortsetzung vorbereitet wird, brachte den weltweiten 3D-Boom ins Rollen.
"Titanic" gehört zu den apokalyptischen Wasserwelten, in denen sich Regisseur James Cameron gern tummelt: Sein "Abyss", in dem die Besatzung einer Unterwasser-Bohrstation mit einem gesunkenen Atom-U-Boot, einer drohenden Springflut und transparenten unirdischen Lebewesen konfrontiert wird, ist ein Science-Fiction-Fantasy-Märchen. Camerons Filme sind berühmt-berüchtigt wegen ihrer explodierenden Produktionskosten und seinem Ruf als diktatorischer Regisseur, aber sie wurden (fast) alle riesige kommerzielle Erfolge. Mit den beiden Filmen "Terminator" und "Terminator 2: Tag der Abrechnung" revolutionierte der "Wagner der Stahlopern" das Science-Fiction-Genre. Arnold Schwarzenegger spielte in ihnen einen Cyborg, ein von menschlichem Gewebe umhülltes Metallskelett, das im ersten Film aus der Zukunft auf die Erde geschickt wird, um die Mutter des Rebellenführers gegen die Maschinenherrscher zu töten, im zweiten Teil aber den bereits geborenen Jungen vor einem technisch höher entwickelten Cyborg-Modell beschützt und sich für den Jungen opfert. Die Technik des Computermorphing der Wesen aus Flüssigmetall setzte im zweiten Teil neue Maßstäbe. Arnold Schwarzenegger war Hauptdarsteller in der Action-Agenten-Komödie "True Lies", die wie alle Filme Camerons mit Superlativen in der Produktion aufwartete.
Cameron, geboren 1954, begann als Produktionsdesigner und Second-Unit-Regisseur und debütierte mit dem Horrorfilm "Fliegende Killer - Piranhas II", einer Fortsetzung von Joe Dantes "Piranha". Nach dem Erfolg des ersten "Terminator"-Films drehte er den zweiten Teil der "Alien"-Tetralogie als Kriegsfilm. Cameron war mit der Produzentin Galen Anne Hurd, der Regisseurin Kathryn Bigelow ("Strange Days") und der Schauspielerin Linda Hamilton ("Terminator") verheiratet. In fünfter Ehe ist er mit der Schauspielerin Suzy Amis liiert, mit der er eine Tochter hat. 1990 gründete er seine Produktionsfirma Lightstorm Entertainment.
50 Millionen "Avengers"-Dollars für Robert Downey Jr.
So sieht Gerechtigkeit unter Superhelden und -Stars aus: "Iron Man" Robert Downey Jr. erhält die 25-fache Gage seiner "Avengers"-Mitstreiter.
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Dicke Rüstung, dicke Schecks: Robert Downey Jr. ist der "Avengers"-Gagenkönig (Foto: Walt Disney)
Gute Agenten sind nicht mit Gold aufzuwiegen. Aber mit vielen Dollars - und die "Vermarkter" von Robert Downey Jrs. sind jeden Cent wert. Auch sie konnten den gigantischen Erfolg von "Marvel's The Avengers" nicht vorhersehen. Aber sie haben Downey Jrs. Verträge nach dem Erfolg des ersten "Iron Man" clever angepasst.
Tatsächlich wusste beim Start der "Iron Man"-Serie noch niemand, dass es überhaupt einen "Avengers"-Film geben würde und dass es dieser in die Top Ten der erfolgreichsten Filme aller Zeiten schaffen würde, erst recht nicht. Aber Robert Downey Jr. bekam einen Vertrag mit Marvel ausgehandelt, der seine zukünftigen Auftritte als Iron Man/Tony Stark klar regelt.
So kassiert er am "Avengers"-Erfolg prozentual mit und wird laut "Hollywood Reporter" allein bei diesem Film rund 50 Millionen Dollar einstreichen.
Es gibt immer einen noch größeren Fisch. Johnny Depp zum Beispiel
Seine Co-Stars können von so einem Deal nur träumen, sie verdienen an "The Avengers" nur einen Bruchteil dieser Summe: Chris Hemsworth (Thor), Jeremy Renner (Hawkeye), Chris Evans (Captain America) und Mark Ruffalo (Hulk) sind mit zwei bis drei Millionen Dollar Gage dabei.
Robert Downey Jrs. "Avengers"-Honorar ist beeindruckend, aber im Vergleich zu anderen Hollywood-Stars sind seine 50 Millionen Dollar auch nur Kleingeld. Johnny Depp hat für die vier "Fluch der Karibik"-Filme mindestens 240 Millionen Dollar eingefahren.
Michael Bay bekam allein für den ersten "Transformers" rund 80 Millionen, für die beiden Fortsetzungen gab's wahrscheinlich noch viel mehr obendrauf. Und dann ist da noch James Cameron. Der Rekord-Regisseur hat für "Titanic" und "Avatar" mehr eingenommen, als alle hier genannten Stars zusammengerechnet verdient haben.