Vom Arthouse-Mimen zum Action-Star: Jake Gyllenhaal erlebte zu Beginn seiner Karriere die Reifeprüfungen, mit denen Dustin Hoffman, sein... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max10/kuk10/kuk12/u1012010/b150x150.jpg Jake Gyllenhaal

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Jake Gyllenhaal


  • Bürgerlicher Name
    Jacob Benjamin Gyllenhaal
  • Geburtstag
    19.12.1980
  • Geburtsort
    Los Angeles; Kalifornien

Vom Arthouse-Mimen zum Action-Star: Jake Gyllenhaal erlebte zu Beginn seiner Karriere die Reifeprüfungen, mit denen Dustin Hoffman, sein Schwiegervater in spe in "Moonlight Mile", seine Laufbahn startete: Mit Beatle-Frisur, zögerndem, verhaltenem Auftreten, sinnend traurigen Augen und neugierig erfahrungshungrigem Blick auf die Welt zog Jake Gyllenhaal in seinen Filmen hinaus in die Welt.

Ob als Drifter, trauernder Hinterbliebener, träumender Teenager, süßer Supermarktkassierer, romantisch veranlagter Möchtegern-Schriftsteller oder verliebter junger Mann: Gyllenhaal war lange Zeit wie Tobey Maguire, dem er in Aussehen und Gestus ähnelt, ein filmischer Verwandter der literarischen amerikanischen Ikone Holden Caulfield aus "Der Fänger im Roggen." Bezeichnenderweise heißt er in "The Good Girl", wo er eine Affäre mit der Supermarktkassiererin Justine ("Friends"-Star Jennifer Aniston) beginnt, auch Holden und kämpft mit der älteren verheirateten Frau um das Glück in der trostlosen Provinz.

Der Auftritt in der Verfilmung des Kultspiels "Prince of Persia" von Blockbuster-Papst Jerry Bruckheimer könnte nun einen Wendepunkt in Gyllenhaals Karriere bedeuten: Erstmals zeigt er sich als Actionheld und bringt sein - extra antrainiertes - Sixpack häufiger zum Einsatz als differenzierte Mimik.

Jake Gyllenhaal wurde bekannt mit der Vater-Sohn-Geschichte "October Sky" als Teenager, der 1957 eine Rakete baut und nicht in die Fußstapfen des Vaters, Vorarbeiter der örtlichen Kohlemine, tritt: Wie viele andere seiner Filme eine Story vom Erwachsenwerden und vom Weg ins selbstbestimmte Leben. In "Lovely & Amazing" war er der Geliebte von Catherine Keener, der kultisch verehrte Fantasy-Thriller "Donnie Darko" brachte Gyllenhaal in Sundance eine Independent-Spirit-Nominierung.

In "Bubble Boy" folgte er als junger Mann ohne Immunsystem einem Mädchen (Marley Shelton), in das er seit der Kindheit verliebt ist, mit einer tragbaren Plastikblase bis an die Niagara-Fälle und riskiert sein Leben.

In "Moonlight Mile" steht Gyllenhaal als Joe kurz vor der Hochzeit, als seine Braut erschossen wird; obwohl die Beziehung eigentlich zu Ende war, kümmert er sich aus schlechtem Gewissen um ihre Eltern, verliebt sich in die ähnlich wie er vorbelastete Barbesitzerin und Postbotin Bertie. An der Lebenslüge langsam erstickend, geht Joe aus der Trauerzeit gestärkt hervor, kann den Ersatzeltern (Hoffman und Susan Sarandon) helfen und bildet mit Bertie ein seelenwundes Liebespaar.

Nach dieser Reihe von Independentfilmen markierte Gyllenhaals Mitwirkung neben Dennis Quaid in Roland Emmerichs Katastrophenfilm "The Day After Tomorrow" sein Debüt in einer Big-Budget-Produktion. Während er dort auf einem vereisten Tanker mitten in New York mit hungrigen Wölfen kämpfen musste, durfte er in Ang Lees Oscar-prämierter Dekonstruktion des Cowboy-Mythos' "Brokeback Mountain" gemeinsam mit Heath Ledger Schafe in den Bergen Wyomings hüten, wobei sich die beiden jungen Männer näher kommen und eine Liebe beginnt, die trotz Trennung und Ehe ein Leben lang andauert.

In John Maddens "Proof" verliebt er sich als Student eines genialen Mathematikers nach dessen Tod in seine Tochter (Gwyneth Paltrow), entdeckt in den Notizbüchern des Toten eine revolutionierende Formel und will nicht glauben, dass Catherine ihre Urheberin ist. Unter der Regie von David Fincher legte er eine reife Leistung als Journalist in "Zodiac" vor. Nun gibt Gyllenhaal in "Prince of Persia - Der Sand der Zeit" erstmals einen reinrassigen Action- und Titel-Helden.

In "Love and Other Drugs - Nebenwirkungen inklusive" überzeugt Gyllenhaal als Viagra-Vertreter, der sich ausgerechnet in eine Parkinson-Patientin (Anne Hathaway) verliebt.

Gyllenhaal, der auch Theater spielt, debütierte 1993 in einer Nebenrolle in "City Slickers" und lebt in Los Angeles. Er ist der Sohn des Regisseurs Stephen Gyllenhaal ("Waterland") und Bruder der Schauspielerin Maggie Gyllenhaal ("40 Tage und 40 Nächte", "Adaption").

  • Bürgerlicher Name
    Jacob Benjamin Gyllenhaal
  • Geburtstag
    19.12.1980
  • Geburtsort
    Los Angeles; Kalifornien
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Mutter: Naomi Foner (Drehbuchautorin)
    Vater: Stephen Gyllenhaal (Regisseur)

    Schwester: Maggie Gyllenhaal (Schauspielerin)

    Lebenspartner: Kirsten Dunst (Schauspielerin 2002-2004)
  • Autogrammadresse
    Management 360
    9111 Wilshire Blvd.
    Beverly Hills, CA 90210
    USA
  • Links
    http://www.jakegyllenhaal.com/ (Offizielle Seite)

Die Berlinale mit Angelina Jolie im Zeichen von Film, Blut und Honig

Auch wenn das Thermometer gerade bundesweit in den Keller rutscht - eine "Eis-Berlinale" wie vor zwei Jahren ist offenbar nicht zu befürchten.

Großansicht Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Am 9. Februar öffnet die 62. Berlinale ihre Pforten - unter anderem für Angelina Jolies Regiedebüt "In the Land of Blood and Honey" um eine Liebe im Bosnienkrieg (Foto: Wild Bunch (Central))

Zumindest attestieren die Wetterdienste, dass die Temperaturen bis zur Eröffnung wieder in den einstelligen Minusbereich zurückkehren. Ob Frost oder nicht: Die Berlinale, die am 9. Februar ihre Pforten öffnet, wird keinen Besucher kalt lassen. Zu viel gibt es zu entdecken! Neben den 395 gezeigten Filmen locken an den elf Festivaltagen zahllose Partys, Empfänge und Diskussionsrunden - und natürlich die Stars am roten Teppich.

Viele Regisseure erzählen in ihren Filmen von einer Welt im Umbruch. Darunter auch ein prominentes Regiedebüt: Hollywoodstar Angelina Jolie stellt "In the Land of Blood and Honey" vor, ein Film über den Bürgerkrieg in Bosnien, der der humanitär engagierten Schauspielerin eine Herzensangelegenheit war.

Deutschlands Hollywood-Exportschlager Diane Kruger gibt die französische Königin Marie Antoinette, die von den Unruhen der Französischen Revolution erfasst wird, in dem Historiendrama "Leb wohl, meine Königin!", dem diesjährigen Berlinale-Eröffnungsfilm.

Dänemarks Superstar Mads Mikkelsen ist ebenfalls in einem königlichen Drama zu sehen, in "Die Königin und der Leibarzt" spielt er den Doktor der dänischen Königin Caroline Mathilde. Der Arabische Frühling, der vor einem guten Jahr begann, zieht sich durch alle Sektionen und zahlreiche Diskussionen.

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Selbst der oft vergessene Kontinent Afrika rückt in den Fokus und erzählt von Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Der asiatische Film ist traditionell stark in allen Reihen vertreten, etwa mit bei Cineasten heiß gehandelten philippinischen "Skandalfilmer" Brillante Mendoza. Auch Angelina Jolies Ex-Mann, der Schauspieler Billy Bob Thornton, wechselt alle Jahre wieder auf den Regiestuhl, in Berlin hat er die starbesetzte Culture-Clash-Komödie "Jayne Mansfield's Car" im Gepäck.

Tom Hanks und Sandra Bullock sind die Protagonisten in dem oscarnominierten 9/11-Drama "Extrem laut und unglaublich nah", während "Twilight"-Star Robert Pattinson auf dem roten Teppich für Kreischalarm sorgen sollte - er spielt im Paris des 19. Jahrhunderts angesiedelten Bel Ami" einen eleganten Liebhaber - u.a. von Uma Thurman und Christina Ricci. Clive Owen beglückt die Berliner dagegen anlässlich der Premiere des britischen Thrillers "Shadow Dancer".

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Auch in diesem Jahr ist Berlinale natürlich DAS Schaufenster für den deutschen Film. Insgesamt 87 deutsche Filme und Koproduktionen laufen in den verschiedenen Sektionen. Auch im Wettbewerb wird geklotzt, gleich drei Schwergewichte des deutschen Autorenfilms rücken ins Rampenlicht: Hans-Christian Schmid mit seinem Familiendrama "Was bleibt", Christian Petzold mit dem geheimnisvollen Drama "Barbara" und Matthias Glasner mit dem am Nordkap gedrehten "Gnade". Außer Wettbewerb zeigt Doris Dörrie ihren neuen Film "Glück", eine berührende Liebesgeschichte zwischen einem Punk und einer jungen Prostituierten.

Welche Wettbewerbsfilme, Darsteller und Filmemacher dieses Jahr die begehrten Bären mit nach Hause nehmen dürfen, das entscheidet die Jury um den Präsidenten Mike Leigh ("Happy-Go-Lucky"). Als kompetente Unterstützung an seiner Seite hat der Top-Regisseur dabei unter anderem Hollywood-Star Jake Gyllenhaal, den legendären Fotografen und Regisseur Anton Corbijn, den Oscar-Nominierten Filmemacher Asghar Farhadi ("Nader und Simin") und die französischen Filmlieblinge Charlotte Gainsbourg und François Ozon. Die glanzvolle Verleihung geht am 19. Februar zum großen Berlinale-Finale über die Bühne.

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In der aktuellen Ausgabe: Katherine Heigl im Trailer zur Actionkomödie "Einmal ist keinmal".

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