Jackie Chan

Jackie Chan

Leben & Werk

Unter den Martial-Arts-Helden aus Hongkong ist Jackie Chan das unverwüstliche Stehaufmännchen, der Charlie Chaplin des Kung-Fu und ein Wirbelwind furioser Körperartistik. Wie Jet Li beherrscht Jackie Chan die Kunst, nicht nur im vorgeschriebenen Regelkanon zu kämpfen, sondern, wenn es nötig ist, mit seinen atemberaubenden Stunts die Gesetze der Schwerkraft zu überlisten. Chans Kick ist die clevere und stupende Umfunktionierung von Alltagsgegenständen, mit denen er sich gegen Böse und Banditen durchsetzt, egal ob es sich um Einkaufswagen, Leitern oder Rollschuhe handelt.

Zu seinen zehn besten Stunts zählt Chan eine Verfolgungsjagd mit Wagen und Doppeldeckerbus, den Sprung durch eine Glaswand auf Marmorboden, das Hängen am Zeiger einer Turmuhr mit Fallen durch mehrere Markisen und das Herunterrutschen an der Seite eines Gebäudes, die im 45-Grad-Winkel zum Boden verläuft. Mit über 60 Filmen, die meisten für den asiatischen Markt produziert, bevor er seit Mitte der 1990er-Jahre abwechselnd in den USA und Hongkong dreht, ist der mit entwaffnendem Charme auftretende Chan einer der fleißigsten Darsteller, Produzenten und Regisseure des Martial-Arts-Genres.

1954 geboren, wuchs Chan als Schüler der Peking-Oper auf, wo er unter einem tyrannischen Meister litt und rigoros zum Akrobaten ausgebildet wurde. Seine Filmkarriere begann Mitte der 1970er-Jahre als Stuntman und Double, bis zu seiner Entdeckung als “der neue Bruce Lee”. Im Gegensatz zu Lee setzt Chan jedoch hauptsächlich auf komische Elemente in der Tradition von Stummfilmkomikern wie Chaplin, Buster Keaton und Harold Lloyd.

1995 wurde Chan als dritter Schauspieler überhaupt bei den MTV Movie Awards mit dem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. In seinem reichen Filmwerk rangieren die Filme aus der Reihe um den “Drunken Master” und die Reihe “Police Story” an vorderster Stelle, in deren drittem Teil die fantastische Michelle Yeoh mit einem Motorrad auf dem Dach eines fahrenden Zuges landet und Chan, an der Strickleiter eines Helikopters hängend, zwischen den Gebäuden Kuala Lumpurs hindurchfliegt.

Chans größter kommerzieller Erfolg wurde “Rush Hour 2” (2001), der über 200 Mio. Dollar allein in den USA einspielte. Seitdem ist Chan das zunehmende Alter mitunter anzumerken: Sowohl “The Tuxedo” als auch “Das Medaillon” waren gekennzeichnet durch eine Zurückhaltung in puncto aberwitziger Akrobatik. Nach der erfrischenden Buddykomödien-Fortsetzung “Shanghai Knights“, in der es Chan mitsamt Sidekick Owen Wilson nach London verschlägt, folgte die u. a. in Berlin gedrehte Neuverfilmung von “In 80 Tagen um die Welt”.

Mit “New Police Story” verschlägt es ihn 2004 als hochdekorierten Polizeibeamten nach Hongkong zurück. Er knüpfte damit an seine erfolgreiche “Police Story”-Reihe an. 2007 kämpfen dann im dritten Teil der Buddy-Action-Komödie “Rush Hour 3” die ungleichen Cops Inspector Lee (Chan) und James Carter (Chris Tucker) dieses Mal in Paris gegen eine chinesische Triaden-Bande, fulminanter Showdown auf dem Eifelturm inklusive. Eine Mischung aus Abenteuer- und Martial-Arts-Film bietet 2008 “The Forbidden Kingdom“. Als Vorlage für die Zeitreise ins mittelalterliche China diente der chinesische Klassiker “Die Reise nach Westen” von Wu Cheng’en. Erstmals arbeitete Chan mit dem gefragten Kampfkunst-Akteur Jet Li zusammen und beide lieferten in den Kampfszenen eine beeindruckende Leistung.

Time Magazine nannte den sympathischen Chan den “populärsten Filmstar der Welt”. Chan präsentiert im Nachspann seiner Filme gern so genannte misslungene Takes, die lustig wirken, aber oft mit Schmerzen verbunden waren. Seine Autobiografie “Ein Leben voller Action” (1998; aktualisiert dt. 2002) ist ein Karrierebericht von erstaunlicher Offenheit, selbstkritischen Kommentaren in der Filmografie zu fast jedem Film und listet im Anhang die besten Stunts und schlimmsten Verletzungen auf.

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