Jack Black

Jack Black

Leben & Werk

Er spricht einen der schönsten Nachrufe der Filmgeschichte: “Schönheit hat das Biest getötet”, sagt Jack Black als gewiefter Filmproduzent und Showman Carl Denham in Peter Jacksons “King Kong” vom Riesenaffen nach dessen Sturz vom Empire State Building. Blacks wunderbar kontrollierte Performance, bei der die flinken Augen seine Energie, Beweglichkeit und Temperamentsausbrüche offenbaren, sprüht ansonsten vor Lebenslust in komischen Darstellungen, die ihn zur Idealverkörperung eines Rolling-Stones-Hits machen, der jetzt “Jumpin’ Jack Black, it’s a Gas, Gas, Gas” heißen müsste.

Den Ehrennamen verdiente sich Black in “School of Rock” (2003), wo er als erfolgloser Gitarrist und Aushilfslehrer mit einer Grundschulklasse eine Rock-’n’-Roll-Band gründet. Die Rolle des Rock-Rebellen, eine One-Man-Show, war ihm auf den Leib geschrieben. Als Mitglied und Leadsänger der Rock-Comedy-Band Tenacious D, die es zu einem TV-Special (1999), einem Album (2001), einem Video (“Tenacious D: The Complete Masterworks”, 2003) und einer Doku (2005) brachte, produzierte Black alle ihre Unternehmen. Es sind die durchdringenden Augen, Leidenschaft nah am Wahnsinn, die von Kennerschaft und Könnerschaft Blacks künden.

Jack Black wurde 1969 in Hermosa Beach, Santa Monica, Kalifornien geboren und studierte an der University of California, wo er zur Schauspielgruppe von Tim Robbins gehörte, der ihm zu einer kleinen Rolle in der Polit-Satire “Bob Roberts” verhalf. Es brauchte zwanzig Filme, bis Black als Szenenstehler in Stephen Frears’ “High Fidelity” (2000) John Cusack vergessen machte, wenn er im Plattenladen Musikgeschmack dozierte und scheinbare Kenner vorführte.

Das war der Durchbruch, der zur ersten Hauptrolle an der Seite von Gwyneth Paltrow in “Schwer verliebt ” führte, wo er die Angebetete als schlanke Traumfrau sieht, wo sie doch eine Lady Matonna ist. In “Zickenterror” will er mit Buddy Steve Zahn die Hochzeit ihres besten Freundes verhindern, in “Neid” treibt er als Neureicher Ben Stiller zum Wahnsinn, in “Nix wie raus aus Orange County” ist er als Bruder von Colin Hanks dauerstoned. Black ist in “Ice Age” die Stimme von Zeke und in “Große Haie – Kleine Fische” die Stimme von Hai Lenny, in “Kung Fu Panda” spricht er den Titelhelden.

In “Nacho Libre” glänzt Black buchstäblich als wrestlender Mönch, dreht im schrägen Klamauk “Abgedreht” Kultfilme als Amateurvideos nach und zeigt im Brachialklamauk “Year One“, dass die menschliche Frühgeschichte alles andere als ekelfrei war.

Mit “Liebe braucht keine Ferien” wagte er sich auch mal in eine romantische Komödie, spielte neben Publikumslieblingen wie Kate Winslet, Cameron Diaz und Jude Law. Wirklich in seinem Element ist er aber im Ben-Stiller-Klamauk “Tropic Thunder“, wenn er als heimlich drogensüchtiger Comedy-Star einen entgleisten Dschungeldreh überleben muss.

Wahrlich auf den Leib geschneidert ist Jack Black die Rolle in “Gullivers Reisen – Da kommt was Großes auf uns zu“: In der Neuverfilmung des klassischen Stoffs von Jonathan Swift fungierte Black auch als Produzent und sorgt dem Thema entsprechend für gewohnt körperbetonten Humor.

Liebling des MTV-Publikums, wo er für grotesk-skurrile Moderationen berühmt ist, war Black 2002 bei den MTV Movie Awards in einem Kurzfilm in einer zum Brüllen komischen Parodie des Rats von Elrond aus “Herr der Ringe 1″ als Frodo zu sehen, der den Ring nach durchzechter Nacht versehentlich auf sein bestes Teil gesteckt hat und ihn nun nicht wieder losbekommt.

“School of Rock” brachte Black 2004 den MTV Movie Award für die Beste Komische Darstellung ein.

Black gehört zu der von US-Medien “Frat Pack” genannten Schauspielergruppe, die in der Komödie “Old School” spielte. Zu ihr gehören Will Ferrell, Vince Vaughan und die Brüder Owen und Luke Wilson.

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