Amerikanischer Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Komponist. Einer der einflussreichen Ideengeber der Mediengeschichte, bereicherte J.J. Abrams die TV-Landschaft als Schöpfer der innovativen Serien "Alias", "Lost" und "Fringe", schrieb Drehbücher für die Blockbuster "Armageddon" und zwei "Mission: Impossible"-Filmen, bei der Nummer drei aus dem Jahr 2006 führte er auch selbst Regie. Fan des "Star Trek"-Universums, belebte er das Franchise um die Crew des Raumschiffs Enterprise als Regisseur des elften und zwölften Kinofilms "Star Trek" (2009) und "Star Trek Into Darkness" (2013), die als Prequels die Weltraumsaga mit neuer Besetzung, temporeichem Plot und originellen inszenatorischen Einfällen in ein neues Zeitalter überführte. 2011 schrieb, inszenierte und produzierte er "Super 8" als eine Hommage vor dem frühen Kino von Steven Spielberg.
Jeffrey Jacob "J.J." Abrams wurde 1966 in New York City als Sohn von TV-Produzent Gerald W. Abrams ("Monte Carlo", 1986, mit Joan Collins) geboren, wuchs in L.A. auf und besuchte das Sarah Lawrence College in Bronxville, New York, das er 1988 abschloss. Mit 16 Jahren schrieb er die Musik für Don Ohlers Sci-Fi-Horrorfilm "Nightbeast" (1982, ein Klassiker der Troma-Studios). Das während der College-Jahre geschriebene Skript der Identitätstausch-Komödie "Taking Care of Business" gelangte zu Warner und wurde 1990 als "Filofax" mit James Belushi und Charles Grodin verfilmt. Dem Einstieg folgten Bücher zur Charakterstudie "In Sachen Henry" (1991, mit Harrison Ford) und zum Abenteuerfilm "Forever Young" (1992, mit Mel Gibson).
Nach der Zusammenarbeit mit Jerry Bruckheimer am Sci-Fi-Katastrophenfilm "Armageddon" (1998) begann Abrams' große Zeit. Schöpfer der Serie "Felicity" (WB; 1998-2002, 84 Folgen) um die College-Jahre einer Studentin (Keri Russell), erneuerte er als Schöpfer, Produzent, Autor und Regisseur des Spionage-Action-Dramas "Alias - die Agentin" (ABC; 2001-06; 105 Episoden) mit Jennifer Garner als Doppelagentin, das Genre mit Videogame-Elementen und tiefenpsychologischer Basis (Eltern-Trauma). Die eigentliche Sensation wurde die Mystery-Serie "Lost" (seit 2004; ABC; 116 Episoden bis 2010), deren Drehbücher Abrams unter der Bedingung schrieb, Mystery-Elemente und Plot Points (Wendungen, die die Handlung verändern) einfügen zu können. Die in 35mm-Format auf Hawaii gedrehte Serie um auf einer mysteriösen Insel gestrandete Überlebende eines Flugzeugabsturzes wurde einer der größten Erfolge der TV-Geschichte und schuf eine eigene Mythologie. Abrams' Vorliebe für Mystery kommt ebenfalls in der Serie "Fringe - Grenzfälle des FBI" (FOX; 24 Folgen seit 2008) zum Tragen. Für "Alias", "Lost" und "Fringe" komponierte er die Leitmotive.
Zu Abrams' Arbeiten als Produzent seiner Bad Robot Productions gehören der Thriller "Joyride" (2001, mit Paul Walker), der durch eine Internet-Kampagne gehypte Horrorfilm "Cloverfield" (2008), die Serie "What About Brian" (2006/07; 24 Folgen) und die Serie "Six Degrees" (2006/07; 14 Episoden), die auf der Theorie beruht, jeder Mensch könne durch sechs andere Personen mit der ganzen Welt verbunden werden. Ebenso häufig vertritt er die von den Surrealisten um Luis Bunuel stammende These der Schachtel, von der man nie erfährt, was sie enthält.
Abrams wurde für "Lost" als Produzent, Regisseur und Drehbuchautor mit dem Emmy, Golden Globe, Ascap Award und PGA Award ausgezeichnet.
Im für die MTV Movie Awards 2009 produzierten Kurzfilm "Cool Guys don't Look at Explosions" ist Abrams als Keyboard-Spieler zu sehen.
Er ist seit 1996 mit Katie McGrath verheiratet, mit der er drei Kinder hat.
"Star Wars"-Park öffnet 2018 Die weit, weit entfernte Galaxie ist bald ganz nah…
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Bald kreuzen sie die Lichtschwerter live - im Themenpark in Orlando (Foto: Fox)
Als Film und Entertainment-Riese Disney die "Star Wars"-Rechte von Erfinder George Lucas erwarb, vermuteten es viele bereits: Der Maus-Konzern plant neben einer neuen Kino-Trilogie auch einen Freizeitpark um die Helden aus einer weit, weit entfernten Galaxie.
Die liegt ab 2018 in Orlando, wo ja bereits das riesige Disney-Land steht, da nun um viele Attraktionen zum Thema "Star Wars" erweitert wird. Details gibt es bisher noch kaum, außer dass sich die Gäste in einem Restaurant stärken können, das der Cantina im Raumhafen von Mos Eisley* auf dem Planeten Tatooine nachempfunden ist, wo Luke Skywalker zum ersten Mal auf Han Solo und dessen treuen Wookie Chewbacca trifft.
Zu verdanken ist das Projekt übrigens zu einem großen Teil den Disney-Fans. Denn im März diesen Jahre hatte der Maus-Konzern allen Inhabern von Jahreskarten für das Disneyland die Frage gestellt, ob sie sich einen "Star Wars"-Bereich wünschen würden. Die Reaktionen waren offenbar eindeutig.
Mit J.J. Abrams durch den Hyperraum"Das Ganze ist ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt, das also 2018 fertig wird", berichtet die Website "Theme Park Insider", die auf Freizeitparks spezialisiert ist. "Sollte sich Disney aber entschließen, etwas mehr Geld zu investieren, könnte es auch ein Jahr schneller gehen."
Das wiederum dürfte vom Erfolg des neuen "Star Wars"-Kinofilms von J.J. Abrams abhängen. Denn sollte der "Star Trek"-Regisseur mit "Episode VII" den erwarteten Kracher abliefern, dann werden sich noch mehr Fans als bisher auf Pod-Rennen, Lichtschwertkämpfe und Raumschlachten freuen, die der "Star Wars"-Park in actionreichen Attraktionen erlebbar machen dürfte…
* Für Hardcore-Fans ist die Mos Eisley Cantina vor allem der Schauplatz des umstrittenen Kampfs zwischen Solo und dem Kofgeldjäger Greedo, an den sich die Glaubensfrage knüpft, ob der Schmuggler vielleicht zuerst geschossen habe …