Die in mehreren Filmen von Ingmar Bergman spielende schwedische Schauspielerin Ingrid Thulin, geboren 1929, ist mit ihrem Schmollmund und den... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max00/mbiz00/mbiz08/z0008413/b150x150.jpg Ingrid Thulin

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Ingrid Thulin


  • Geburtstag
    27.01.1929
  • Geburtsort
    Sollefteå, Västernorrland
  • gestorben
    07.01.2004

Die in mehreren Filmen von Ingmar Bergman spielende schwedische Schauspielerin Ingrid Thulin, geboren 1929, ist mit ihrem Schmollmund und den fordernden Augen eine der sinnlichsten Frauen des europäischen Films, die als tuberkulosekranke Schwester von Gunnel Lindblom mit ihrer Masturbationsszene in Bergmans "Das Schweigen" (1963) Aufsehen erregte. Ebenso erotisch und für damals freizügig ist ihre Liebesszene mit Yves Montand in Alain Resnais' "Der Krieg ist vorbei" (1965). Erneutes Aufsehen erregte sie in Luchino Viscontis "Die Verdammten" (1968), indem sie als Stahlbaronin von Essenbeck mit ihrem Sohn (Helmut Berger) schläft. Sie sperrt Lino Ventura 1974 buchstäblich ein in "Der Ehekäfig" und propagiert in Marco Ferreris "Das Haus der Freuden" 1991 Sex im Altersheim. Thulin, die in ihren Filmen, seien es schwedische oder internationale Produktionen, zwischen extremer körperlicher Lust und psychischen Konflikten pendelte, ist eine der interessantesten Charakterdarstellerinnen Europas. Ein Großteil ihrer Arbeit ist dem Theater und dem Fernsehen gewidmet.

  • Geburtstag
    27.01.1929
  • Geburtsort
    Sollefteå, Västernorrland
  • Geburtsland
    Schweden

Bergman-Schauspielerin Ingrid Thulin ist tot

Sinnlich, kühl und fordernd: Ingrid Thulin gehört neben ihren Landsfrauen Ingrid Bergman und Greta Garbo zur Schauspiel-Elite Schwedens.

Großansicht Der Beginn einer großen Karriere: Ingrid Thulin in "Wilde Erdbeeren" (Foto: Constantin)

Der Beginn einer großen Karriere: Ingrid Thulin in "Wilde Erdbeeren" (Foto: Constantin)

Bekanntheit erlangte die 1929 geborene Skandinavierin durch ihre Zusammenarbeit mit dem neunfach Oscar-nominierten Regisseur Ingmar Bergman. Ihr Debüt gab Ingrid Thulin 1957 in "Wilde Erdbeeren". Nur ein Jahr später wurde sie für ihre schauspielerische Glanzleistung in Bergmans "Nahe dem Leben" in Cannes ausgezeichnet.

Einen internationalen Skandal löste schließlich 1963 vor allem ihre Masturbationsszene in "Das Schweigen" aus, der wegen seiner direkten Darstellung von Sexualität massiv attackiert wurde.

Ähnlich feurige Debatten entfachte sie in Luchino Viscontis Kriegsdrama "Die Verdammten", in dem sie mit ihrem eigenen Sohn schläft. Unter ihren 60 Filmen kann die Grande Dame zahlreiche Zusammenarbeiten mit internationalen Regisseuren verbuchen. So stand sie für Alain Resnais in "Der Krieg ist vorbei" und George Pan Cosmatos in "Cassandra Crossing" vor der Kamera.

Aussichtsloser Kampf

Anfang der 90er Jahre wurde es ruhig um die blonde Schwedin. Die seit den 60er Jahren in Rom lebende Schauspielerin war zur Krebstherapie nach Stockholm zurückgekehrt. Doch auch wenn sie den Kampf gegen den inneren Feind nicht gewinnen konnte, wird sie die Zuschauer auf der Leinwand sicherlich noch lange in ihren Bann ziehen.


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