Britischer Charakterdarsteller, Regisseur und Produzent. Ian McShane machte sich als harter Brocken, Heavy, Schurke, Halunke und Darsteller von eiskalt kalkulierenden Gangstern, Unterweltbossen, Terroristen und des Verräters Judas (in Franco Zeffirellis "Jesus von Nazareth", 1977) einen Namen und war auf der anderen Seite des Gesetzes als Agent, Polizist, Detektiv oder Journalist zu finden. In "Sexy Beast" (2000) erschießt der Mann mit dem Gesicht eines Bergmanns als Gangsterboss Teddy Bass grundlos einen seiner Männer, um seine Macht zu demonstrieren, während er am anderen Ende des Spektrums als Sensationsreporter Joe Strombel in Woody Allens "Scoop - Der Knüller" (2006) noch als Geist Scarlett Johansson nach dem Tartotkartenkiller recherchieren lässt. Krönung seiner über vierzigjährigen Film- und TV-Karriere war 2004 der Golden Globe für seine Rolle des fiesen Saloonbesitzers und Hotel- und Bordellbetreibers Al Swearengen, der in der innovativen Western-Serie "Deadwood" (36 Folgen 2004-2006) den Ort in den Black Hills von Dakota beherrscht.
Ian McShane wurde 1942 in Blackburn, Lancashire, als Sohn des Fußballers Harry McShane (von Manchester United) geboren, studierte an der Royal Academy of Dramatic Arts in London und machte sich in den 60er-Jahren an der Seite von Dame Judi Dench ("M") und John Hurt in Stücken von Joe Orton ("Loot") einen Namen als Bühnenschauspieler. Von seinem Spielfilmdebüt 1962 ("The Young and the Willing") bis zu seiner ersten größeren Rolle als Pilot in Guy Hamiltons "Luftschlacht um England" vergingen sieben Jahre. Dann begann McShanes erste große Zeit. Er war der Gangster, der Richard Burton im Noir-Thriller "Villain - die alles zur Sau machen" (1970) nervte, brach mit Oliver Reed in "Blutroter Morgen" (1972) aus dem Gefängnis aus, gehörte zu den Mordopfern im Thriller "Sheila" (1973) und war 1974 in "Ransom - Die Uhr läuft ab" Anführer der Terroristen, die eine Maschine kapern und vom norwegischen Sicherheitschef (Sir Sean Connery) erledigt werden. Mit Connery verbindet ihn seitdem, wie er anlässlich des AFI Lifetime Achievement Award für Connery 2006 erzählte, eine Freundschaft, die auf dem Flughafen von Oslo mit der Sicherstellung einer Whiskey-Flasche begann.
McShane war in TV-Serien ("Miami Vice", "Dallas", "Magnum") zu sehen, blieb in England populär als liebenswerter Halunke und Antiquitätenjäger in 73 Folgen der TV-Serie "Lovejoy" (1984-1996, bei sechs Folgen Regie), produzierte die Serie "Madson" (1986), war Detektiv David Cleveland in drei nach Romanen von Dick Francis entstandenen Krimis (TV 1989) und spielte Fürst Rainier von Monaco in "The Grace Kelly Story" (TV 1983). Im Kino blieb er bei Schurkenrollen ("Gefährliches Dreieck", 1983, "Agent Cody Banks", 2001).
Der Erfolg von "Deadwood" katapultierte McShane wieder nach oben. Als Ehemann von Sissy Spacek im Drama "Nine Lives" (2004), im Mystery-Thriller "Nemesis" (2004), als Detektiv in "Case 39" (2006), als Stimme von Captain Hook in "Shrek the Third" (2007) und als Stimme von Iorek Raknison im epischen Fantasy-Abenteuer "Der Goldene Kompass" (2007, erster Teil der Roman-Trilogie "His Dark Materials" von Philip Pullman) bleibt McShane der harte Brocken.
Ian McShane ist zum dritten Mal verheiratet und hat zwei Kinder.
"Fluch der Karibik": Johnny Depp guckt Fußball-WM am Set
Seit letzten Freitag sind wir alle ein bisschen Johnny Depp ...
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Johnny Depp sieht die Spiele sicher ohne Ton - wäre doch peinlich, wenn später das Säbelrasseln beim Piratenkampf durch ein Trööööööt! übertönt würde. (Foto: Walt Disney)
Denn als um 13:30 Jogis Jungs gegen die Serben ran mussten, hingen etliche Fußball-Fans noch in der Arbeit fest. Wer also sehen wollte, wie Poldi das Spiel vergeigte, war auf die Kulanz seines Chefs angewiesen. Genauso läuft's für Superstar Johnny Depp bei den Dreharbeiten zu "Fluch der Karibik 4", die soeben auf Hawaii begonnen haben: Da Depp großer Fußball-Fan ist, kann er die Spiele bei der WM nur in den Drehpausen verfolgen.
Johnnys Boss, der Regisseur Rob Marshall, zeigt allerdings Mitgefühl mit seinem Hauptdarsteller. An den Sets stehen zahlreiche Bildschirme, sodass Johnny Depp zwischen den Takes einen Blick auf die Geschehnisse in Südafrika riskieren kann.
"In den längeren Drehpausen gibt es sogar richtige Versammlungen vor den Fernsehgeräten", berichtet ein Crew-Mitglied. "Johnny ist begeisterter Fußballfan, dazu haben wir so viele Engländer am Set, dass es wirklich unfair wäre, wenn sie von der Action bei der WM nichts mitbekämen!"Allzuviel Spaß dürften die britischen "Fluch der Karibik"-Mitarbeiter bisher allerdings nicht gehabt haben, bei den zwei mickrigen Unentschieden der Three Lions.
Übrigens will Johnny Depp unter bestimmten Voraussetzungen sogar selbst nach Südafrika reisen: "Wenn unsere US-Boys gegen Brasilien spielen sollten, werde ich da sein!", verspricht der Superstar.
Das komplette Drehbuch zu "Fluch der Karibik 4" im Café vergessen
Doch auch für Fußball-Verweigerer gibt es spannende Neuigkeiten aus Hawaii. Die Handlung von "Fluch der Karibik 4" war lange streng geheim gehalten worden, man wusste nur, dass es irgendwie um den Quell der ewigen Jugend gehen sollte. Nun hat Filmriese Disney erstmals Details verraten: Jack Sparrow trifft auf eine heißblütige Frau aus seiner Vergangenheit (Karibik-Neuzugängerin Penélope Cruz), die ihm große Gefühle vorgaukelt. Jack fragt sich jedoch bald, ob sie ihn nur benutzt, um die Quelle der ewigen Jugend zu finden. Schließlich zwingt ihn die Frau an Bord des Schiffs des berüchtigten Piraten Captain Blackbeard (Ian McShane) und Jack weiß bald nicht mehr, vor wem der beiden er sich mehr in Acht nehmen muss ...
Das sind zwar spannende neue Einblicke in "Fluch der Karibik 4", doch vor Kurzem wäre beinahe sogar die gesamte Story inklusive Schluss des Films bekannt geworden. Nach einem Frühstücks-Treffen der Produzenten des Filmriesen Disney in einem Londoner Café hatte einer der Macher das komplette 194-seitige Drehbuch auf dem Tisch liegen lassen. Zum Glück für den Schussel brachte es der Finder aber nicht an die Öffentlichkeit: "Ich bin ein großer Fan der Fluch der Karibik'-Filme", so der Café-Besucher. "Aber ich habe trotzdem der Versuchung widerstanden, das Drehbuch zu lesen, weil ich den Film genießen will, wenn er ins Kino kommt."
Der Finder brachte das Skript zu "Fluch der Karibik 4" zwar dem Klatschblatt "The Sun", jedoch nicht zur Veröffentlichung. Eine bemerkenswerte Entscheidung, denn damit hätte sich mehr klingende Münze machen lassen als in eine handelsübliche Piratenschatztruhe passt.
Bilder zu "Pirates of the Caribbean - Am Ende der Welt"
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