Der Aristokrat unter den Action Men. Wie Mel Gibson stammt er aus Australien und ist als Charmeur und Macho mit Herz, dem Look und der Lässigkeit des jungen Clint Eastwood und des frühen Sean Connery in Rekordzeit zum Weltstar geworden. Nach zwei Independent-Filmen, Auftritten in zwei TV-Serien und auf Londoner Musicalbühnen, gab Hugh Jackman in Bryan Singers Marvel-Comic-Book-Verfilmung "X-Men" sein Hollywood-Debüt. Er erhielt die Rolle, weil der vorgesehene Dougray Scott noch in den Dreharbeiten von John Woos "M:I II" steckte. Als animalischer Wolverine ist er ein Mutant, der über Land fährt, später die Mutantenschule leitet und in Famke Janssen (Dr. Jean Grey) verliebt ist. Mit Stahlskelett im Leib ist Wolverine der verwundbarste der Mutanten, aber mit schneller Heilkraft gesegnet. Nicht zuletzt Jackmans mit Wut und Aggressivität als ausgesprochen moderner Charakter angelegter Wolverine machte die "X-Men"-Trilogie (2000, 2002, 2006) zum von Folge zu Folge sich steigernden Welterfolg. Ironischerweise jagt er als Titelheld des Horror-Actionfilms "Van Helsing" (2004) an der Seite von Kete Beckinsale auch ein Wolf Man Monster.
In "Passwort: Swordfish" behauptete sich Jackman als Computerhacker, der in sechzig Sekunden einen komplizierten Code knacken muss, gegen John Travolta als Terrorist und ließ sich von der erstmals "oben ohne" auftretenden Halle Berry verführen. Nach dem Actionthriller bewies Jackman im munteren "Männerzirkus" sein komödiantisches Talent als Aufreißer Eddie, der in seinem Loft im Schlachthofbezirk jede Nacht eine andere Frau im Bett hat und dabei doch nur seine einzige große Liebe vergessen will, was er mit seiner Kollegin Jane (Ashley Judd) trotz ihrer verschrobenen Bullen-Kuh-Theorie über Männer auch schafft. Ebenso romantisch gab sich Jackman in "Kate & Leopold", in dem er als zeitreisender Aristokrat aus dem 19. Jahrhundert Meg Ryan in der Gegenwart zeigt, das wahre Liebe alle Grenzen überwinden kann. Wieder ein zeitreisender Aristokrat, jagt Jackman in Darren Aronofskys erster Großproduktion "The Fountain" (2006) in drei parallelen Geschichten als spanischer Conquistador, als Arzt in der Gegenwart und als Astronaut im 25. Jahrhundert nach dem Quell des Lebens, um seine todkranke Frau (Rachel Weisz) zu retten. Und in Woody Allens "Scoop" ist Jackman 2006 der britische Aristokrat, dem Studentin Scarlett Johansson wegen einer Sensationsstory auf der Spur ist und sich in ihn verliebt.
Hugh Michael Jackman wurde 1968 in Sydney, Australien, als jüngstes von fünf Geschwistern geboren. Der 1,89 m große Linkshänder studierte an der University of Technology in Sydney und schloss mit einem Bachelor of Arts in Journalismus ab. Auf der Bühne war er als Cowby Curly im Musical "Oklahoma" erfolgreich und gewann für die Rolle des Peter Allen im Broadway-Musical "The Boy of Oz" (2003/04 in New York) 2004 den Tony Award.
Während der Dreharbeiten zur zehnteiligen australischen Ärzteserie "Corelli" lernte Jackman 1995 die Schauspielerin Deborra-Lee Furness kennen und heiratete sie 1996. Das Paar adoptierte 2000 einen Sohn und 2004 eine Tochter. Jackman, ein ausgezeichneter Sänger, spielt Gitarre und zählt Golf und Windsurfen zu seinen Hobbys. 2004/05 war er als James Bond 007 für "Casino Royale" im Gespräch und gab offen zu, wie gern er den berühmtesten Geheimagenten aller Zeiten gespielt hätte.
Disney lässt die Roboter in den Ring steigen
Disney bringt kurz nach Ostern, am 12. April, den futuristischen Kampfsport-Actioner "Real Steel" mit Hugh Jackman auf DVD und Blu-ray in den Handel.
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Kampfsport-Action mal anders: "Real Steel" (Foto: Disney)
Disney bringt kurz nach Ostern, am 12. April, den futuristischen Kampfsport-Actioner "Real Steel" mit Hugh Jackman auf DVD und Blu-ray in den Handel. "Real Steel" spielt in der nahen Zukunft, in der sich der Boxsport zu Hightech-Fights zwischen 900 Kilo schweren, zweieinhalb Meter großen Robotern entwickelt hat. Jackman gibt in dem Film von Shawn Levy ("Nachts im Museum") einen abgehalfterten Ex-Profiboxer, der als Promoter mit selbstgebauten Robotern mehr schlecht als recht über die Runden kommt und sich unerwartet auch noch um seinen elfjährigen Sohn kümmern muss.
Disney stattet DVD und Blu-ray von "Real Steel" mit umfangreichen Extras aus, darunter Making-of und das Feature "Die Entstehung der Roboter". Exklusiv auf der Blu-ray ist zudem ein Feature über Boxlegende Sugar Ray Leonard enthalten, der das Training für Hugh Jackman und die sportliche Beratung der Box-Szenen übernahm.