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Howard Hawks

Howard Hawks

Leben & Werk

Die Kunst des Erzählens beherrschte er wie kaum ein anderer Hollywood-Regisseur in allen Genres. Howard Winchester Hawks (1896 – 1977) war ein waschechter Profi, dessen pragmatisch unsentimentaler Regie-Stil mit der in der Filmliteratur wiederholt zitierten “Kamera auf Augenhöhe” die besten Ergebnisse erzielte. Ob in der Screwball Comedy (“Leoparden küsst man nicht”), dem Western (“Red River”, “Rio Bravo“), dem Film Noir (“Tote schlafen fest“), dem Gangsterfilm (“Scarface”), dem Abenteuerfilm (“Hatari!”), dem Rennfahrerfilm (“Rote Linie 7000“), dem Kriegsfilm (“Air Force”) oder dem Fliegerfilm (“SOS – Feuer an Bord”): Stets erledigen seine Helden ihre Aufgaben effektiv, ergebnisorientiert und energiegeladen, wissen um ihre Schwierigkeiten und verfügen über Mutterwitz und Humor. Den Männern gleichgestellt sind “starke Frauen”, die über die gleiche Berufsauffassung verfügen und sich häufig als überlegen erweisen. Das Resultat besteht in einer lockeren Partnerschaft der Geschlechter. In den Komödien hingegen herrscht der Krieg der Geschlechter, werden die Rollen umgekehrt und die Männer bis zuletzt (“Ein Goldfisch an der Angel”) vergnüglich demontiert. Hawks Stories berichten von Freundschaften und der Prüfung männlichen Professionalismus in Gefahrensituationen. Hawks erzählte schnell, temporeich, mit saloppem Witz und einem überlappenden Dialog, der Billy Wilders Komödien vorwegnahm und als Vorläufer von Woody Allens Flatter-Dialog gilt. Der Regisseur arbeitete bei jedem seiner Filme am Drehbuch mit und schuf mit einer Reihe wichtiger Autoren wie William Faulkner (“Tote schlafen fest”) oder Ben Hecht, der auch für Wilder arbeitete, Meisterwerke. Aus Hemingways nach eigener Einschätzung schwachen Novelle “Haben und Nichthaben” machte er einen der besten Filme der 40er Jahre. Hawks, der vor seiner Filmkarriere im Ersten Weltkrieg bei der US Air Force Pilot war, blieb seiner Leidenschaft, dem Fliegen, treu und war Testpilot, Flugzeugingenieur und Rennfahrer, was seiner Fähigkeit, rasche Handlungsabläufe präzise und pointiert zu vermitteln, zu Gute kam. Einige Stars wie Cary Grant, John Wayne oder Humphrey Bogart fanden bei ihm ihre besten Rollen, andere wie Lauren Bacall, Rita Hayworth oder Montgomery Clift wurden durch ihn zum Star. 1974 erhielt Hawks einen Ehren-”Oscar” für sein Lebenswerk.

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