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Hilary Swank

Hilary Swank

Leben & Werk

Sie ist das “Million Dollar Oscar Baby” – nicht zuletzt dank Regie-Genie Clint Eastwood, in dessen Boxerdrama Hilary Swank all ihre Qualitäten vereinte: markantes Auftreten, mimisches Feingefühl und großes Gespür für menschliche Dramen. Dafür gab’s zu Recht den Academy Award als beste Hauptdarstellerin.

Ihre herben Gesichtszüge mit den breiten Backenknochen und den dichten dunklen Augenbrauen und der Kurzhaarschnitt geben ihrem Aussehen etwas Jungenhaftes, aber bei aller zurückhaltenden Burschikosität scheint Hilary Swanks Fraulichkeit immer durch.

In ihrer ersten großen Hauptrolle in “Boys Don’t Cry” war sie als junge Frau ohne festen Wohnsitz und ohne Arbeit, die sich in der US-Provinz als Mann ausgibt, um ihr Lesbentum ausleben zu können, so überzeugend, dass sie ihren ersten Oscar für die beste Hauptrolle erhielt – für eine Rolle, für die sie nicht mehr als 3.000 Dollar Gage kassiert hatte.

Interessanterweise sind die Eckdaten ihrer Karriere mit Jungenrollen verbunden: Mit neun Jahren gab Swank als Mowgli in einer Bühnenfassung vom “Dschungelbuch” in ihrer Heimatstadt Bellingham, Washington, ihr Schauspieldebüt. Für “The Next Karate Kid” war sie unter Tausenden für die Rolle der Julie ausgewählt worden, die als aggressive, mit Pubertätsproblemen kämpfende Schülerin nach Aufenthalt in einem Zen-Kloster ihren Freund gegen eine Schulgang verteidigt. In der “Buffy”-Kino-Fassung war sie die beste Freundin der Vampirjägerin.

Bis zu ihrem Oscar-Erfolg tummelte sie sich in den Niederungen von B- und C-Movies (“Schwarze Messen auf dem Campus”), seitdem sah man sie im Ensemble von Sam Raimis Mystery-Thriller “The Gift” als von Keanu Reeves misshandelte Ehefrau, in der Hauptrolle des Katastrophenfilms “The Core – Der innere Kern” (2003) und neben Größen wie Al Pacino und Robin Williams in Christopher Nolans Thriller “Insomnia”, in dem sie als diensteifrige Jungpolizistin in Alaska den Mörder jagt und den Tod ihres Vorbildes nicht verhindern kann. Bei der Verleihung der MTV Movie Awards 2002 lobte sie Nolan (“Memento”) als Genie.

Ihren zweiten Oscar erhielt sie 2005 für die Darstellung der Maggie Fitzgerald in Eastwoods “Million Dollar Baby“. Durch verbissene Hartnäckigkeit und eisernen Willen schafft sie es mit Unterstützung von Boxtrainer Frankie (Clint Eastwood) bis in den WM-Kampf, doch dort erleidet sie eine schicksalsträchtige Verletzung.

Wegen der Oscar-Trophäe wurde auch Brian De Palma auf sie aufmerksam und engagierte sie in seiner James-Ellroy-Verfilmung “The Black Dahlia” für die Rolle der Madeleine Linscott. In “The Reaping“, dem von Stephen Hopkins inszenierten Horrorthriller, spielte sie die vom Glauben abgekommene Missionarin Katherine Winter, die religiöse Phänomene zu enttarnen versucht.

In “P.S. Ich liebe Dich” trauerte Hilary Swank massenwirksam ihrem verstorbenen Traummann Gerard Butler nach, anschließend verwirklichte sie mit “Amelia” ein Herzensprojekt: Die Rolle der kultisch verehrten amerikanischen Flugpionierin, um deren angeblichen Unfalltod sich unzählige Verschwörungstheorien ranken, zeigt Swank in all ihren darstellerischen Facetten.

Großartig spielt Hilary Swank nun auch im Justiz-Thriller “Betty Anne Waters” auf: Als Frau aus einfachen Verhältnissen holt sie ihren Schulabschluss nach und studiert sogar Jura, um 20 Jahre lang verbissen und unter großen Opfern für die Freiheit ihres wegen Mordes verurteilten Bruders zu kämpfen.

Swank betätigte sich auch in “Freedom Writers” und “Beautiful Ohio” als Produzentin.

Sie ist seit 1997 mit Chad Lowe (bekannt aus “24″) verheiratet und engagiert sich in einer Tierschutzorganisation.

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