Herbert Fux

Herbert Fux

Leben & Werk

Österreichisches Original und mit seiner grandios krummen “Gaunervisage” ein idealer Darsteller schräger und origineller Bösewichte, gewitzter Possenreißer und polternder Frauenhelden. Herbert Fux ist in kaum einem sehenswerten Film aufgetreten, besitzt aber durch Dauerpräsenz in Film (120 Auftritte), Fernsehen (130 Rollen) und Politik einen hohen Bekanntheitsgrad.

Fux wurde 1927 in Hallstein geboren, wuchs in Salzburg auf und machte 1944 die Kriegsmatura (bei uns: Notabitur). Er nahm Schauspielunterricht am Mozarteum und spielte auf den Bühnen von Salzburg, Wien und Vorarlberg. Im Film ist er seit 1960 zu sehen, bekannt wurde er 1967 in Franz-Josef Spiekers Satire “Wilder Reiter GmbH“, wo er als karrieregeiler Schlagersänger in Cowboy-Outfit auf einem alten Klepper durch München reitet und als Publicity-Stunt eine Nonne (Marthe Keller) aus dem Moor rettet. Die Rolle brachte ihm 1967 den Bundesfilmpreis ein.

Fux bediente alle Genres, die “Lümmel”-Filme wie den Italo-Western, Horrorfilme (“Die Jungfrau und die Peitsche”), Softsexkomödien (“Popcorn und Himbeereis”), Klamauk (“Zärtliche Chaoten“), Biografisches (“Egon Schiele”), Krimis (“Die Engel von St. Pauli”) und Satirisches (“Ilona & Kurti”, “Vienna”). Er war dreimal an der Seite von Klaus Kinski zu sehen (“Die schwarze Kobra“, “Jack the Ripper”, “Woyzeck”) und gab in “Asterix & Obelix gegen Caesar” 1999 den Überdrus.

Im Fernsehen sah man Fux in den Serien “Der Bergdoktor”, “Stockinger“, “Kaisermühlen Blues” und 1994-1998 in “Ein idealer Kandidat”, wo er einen Zeitungsverkäufer spielt, der zum korrupten Bürgermeister wird und scheitert.

Fux gründete 1974 in Salzburg die Bürgerinitiative “Rettet Salzburg”, die gegen die drohende Altstadtsanierung vorging. Daraus entwickelte sich die erste Grüngruppierung, der der Einzug ins österreichische Parlament gelang. 1990-1998 saß Fux im Salzburger Gemeinderat.

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