Im bodenständigen Charakter-Match ist Oscar-Preisträgerin Helen Hunt nicht zu schlagen. Jack Nicholson und Mel Gibson, Kevin Spacey und Richard... - Foto: Kurt Krieger http://images.kino.de/flbilder/max03/kuk03/kuk39/u0339003/b150x150.jpg Helen Hunt

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Helen Hunt


  • Geburtstag
    15.06.1963
  • Geburtsort
    Culver City, Kalifornien

Im bodenständigen Charakter-Match ist Oscar-Preisträgerin Helen Hunt nicht zu schlagen. Jack Nicholson und Mel Gibson, Kevin Spacey und Richard Gere haben es im Film erfahren.

Die natürliche Spielweise der Blondine mit der scharfen Zunge und der androgynen Figur perfektionierte sich im Lauf ihrer Karriere durch ein eher an britische Schauspielerinnen erinnerndes Understatement, das Ergebnis ihrer langjährigen TV-Erfahrung mit der Comedy-Serie "Mad about You - Verrückt nach Dir" (1992-1999) war. Darin löst sie als Jamie Buchman mit Gatte Paul, den Nachbarn und den Kollegen resolut manchen Zwist und übersteht allerlei Alltagssituationen. Vier "Emmy Awards" in Folge (1996-1999) waren der Lohn für Hunt, die die Serie auch produzierte, Regie führte, am Skript schrieb und erleben musste, dass sie trotz Publikumsunterstützung abgesetzt wurde.

Hunt wurde 1963 als Tochter einer Fotografin und des Regisseurs Gordon Hunt geboren, wuchs in Künstlerkreisen auf, nahm mit neun Jahren Schauspielstunden und debütierte 1973 als Farmerstochter in einem TV-Film. Ihre eigentliche Kinokarriere nach etlichen Nebenrollen ("Waterdance", Ehefrau von David Caruso in dem Neo-Noir-Film "Kuss des Todes") begann in dem Katastrophenfilm "Twister", wo sie als Geologin und Noch-Ehefrau von Bill Paxton allem ausweichen muss, was Wirbelstürme ihr in den Weg fegen. Ihren Partnern indes lässt sie keinen Spielraum: Als Lieblingskellnerin des hochneurotischen Schriftstellers Jack Nicholson, der sich in "Besser geht's nicht" in sie verliebt, bringt sie den Mann zu dem Satz: "Ihretwegen will ich ein besserer Mensch werden." Das war 1998 einen Oscar für beide Hauptdarsteller wert.

Nach drei Jahren Filmpause und dem Ende von "Mad about You" stand Hunt in der Saison 2000 gleich in vier Filmen vor der Kamera: Als Ehefrau von Tom Hanks in "Castaway", die mit dem Verschollenen nach seiner Rückkehr nach vier Jahren nicht wieder zusammenkommt, weil sie inzwischen ein anderes Leben führt; als Golf-Expertin, die den Gynäkologen Richard Gere in "Dr. T & the Women" auf dem Golfplatz und in der Liebe mit ihren Waffen schlägt; als Werbefachfrau, die Mel Gibson den Job vor der Nase wegschnappt und mit ihm in "Was Frauen wollen" über Nagellack und Wonderbras parliert; als Mutter eines 11-Jährigen, die in "Das Glücksprinzip" von ihrem Sprössling mit dem Sozialkundelehrer Kevin Spacey verkuppelt wird und schließlich als spröde Versicherungsagentin, die sich "Im Bann des Jade Skorpions" ausgerechnet in ihren unerträglichen Kollegen Woody Allen verliebt.

Hunt gilt als Workaholic, die sich jede Pointe erarbeitet, und sie tritt auch im Theater auf. Privat war sie 1999-2000 mit dem Kollegen Hank Azaria verheiratet.

  • Geburtstag
    15.06.1963
  • Geburtsort
    Culver City, Kalifornien
  • Geburtsland
    USA
  • Familie
    Vater: Gordon Hunt (Regisseur); Exmann: Hank Azaria (Schauspieler)
  • Autogrammadresse
    Helen Hunt
    Creative Artists Agency
    9830 Wilshire Blvd
    Beverly Hills, CA 90212

Dennis Quaid & Helen Hunt in "Soul Surfer"

Echte Helden müssen nicht die Welt retten. Es genügt völlig, wenn sie sich selbst und ihre Träume heilen.

Großansicht Dennis Quaid und Helen Hunt helfen Soul Surferin Bethany Hamilton (Foto: Kurt Krieger)

Dennis Quaid und Helen Hunt helfen Soul Surferin Bethany Hamilton (Foto: Kurt Krieger)

Als zwei wirklich alte Hasen im Showgeschäft haben Dennis Quaid und Oscar-Preisträgerin Helen Hunt ja fast schon jedes erdenkliche Thema auf die Leinwand gebracht. Höchste Zeit, einmal einer echten Heldin zu filmischen Ehren zu helfen: Der unglaublichen Bethany Hamilton. Kennen Sie nicht? Sollten Sie aber. Und werden Sie auch, wenn der anstehende Film mit den eingangs erwähnten Stars plus Sängerin Carrie Underwood und AnnaSophia Robb als Hauptdarstellerin erst mal in die Kinos kommt.

Bethany Hamilton ist, was getrost als Wunder bezeichnet werden kann: Im Jahr 2003 befand sich die damals 13-Jährige auf dem besten Weg zur Profi-Surferin, als sie auf ihrem Brett von einem Hai attackiert wurde. Als das Ungetüm nach wenigen Sekunden von seinem Opfer abließ, hatte ihr Board ein großes Stück aus der Nose eingebüßt - und Bethany Hamilton den kompletten linken Arm. Freunde schleppten sie an Land, banden ihr mit Fangleinen den Stumpf ab. In wenigen Minuten verlor sie 60 Prozent ihre Blutes. Aber sie überlebte. Um drei Wochen später erneut aufs Board zu stiegen und mit dem Training zu beginnen. Ungeachtet der Angst, des enormen Handicaps und aller Frustrationen. Unermüdlich, unerbittlich - um heute wieder zu den besten Surferinnen der Welt zu gehören.

Filmische Verbeugung vor dem "Soul Surfer"

Über diesen Triumph von Hoffnung, Mut und eisernem Willen hat sie selbst ein Buch geschrieben: "Soul Surfer". Dieses dient auch als Vorlage für den gleichnamigen Film, in dem - kleine Randnotiz - Lorraine Nicholson, bildhübsche Tocher von Jack Nicholson, ihr Schauspieldebüt als Bethanys beste Freundin geben wird. Der etwas andere Film über Superhelden. Vielleicht mit weniger Hightech-Waffen und Mutanten - aber dafür wenigsten mit echten Heldentaten.


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