Unter anderem mit seiner erfolgreichsten Filmrolle des Oberprimaners Pfeiffer "mit drei F" in "Die Feuerzangenbowle" ging Heinz Rühmann als einer... - Foto: Kinowelt http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz13/z0413404/b150x150.jpg Heinz Rühmann

Alle Bilder

Heinz Rühmann


  • Geburtstag
    07.03.1902
  • Geburtsort
    Essen
  • gestorben
    03.10.1994

Unter anderem mit seiner erfolgreichsten Filmrolle des Oberprimaners Pfeiffer "mit drei F" in "Die Feuerzangenbowle" ging Heinz Rühmann als einer der beliebtesten und besten deutschen Schauspieler in die Filmgeschichte ein. Unauffällige, kleinbürgerliche Männer, die für einen Moment zu Helden werden, wurden zum Markenzeichen von Rühmanns Filmrollen, sei es in "Die drei von der Tankstelle", mit dem er seinen Durchbruch feierte, oder als "Quax, der Bruchpilot".

1902 in Essen geboren, nimmt Rühmann nach Abschluss der Mittleren Reife Schauspielunterricht und anschließend erste Nebenrollen auf der Theaterbühne an. 1926 gibt er sein Filmdebüt in dem Stummfilm "Das deutsche Mutterherz". Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten versucht sich Rühmann mit seiner neutralen politischen Haltung mit dem Regime zu arrangieren, lässt sich von seiner jüdischen Frau scheiden und heiratet die Schauspielerin Hertha Feiler. Während des Zweiten Weltkriegs wird er als Pilot in die Wehrmacht eingezogen. Nach Kriegsende gründet er in München die Filmproduktion "Comedia" und erlebt einige Misserfolge, bis er in der Leinwandadaption von "Der Hauptmann von Köpenick" 1956 sein Comeback gibt. Nach einem einmaligen Ausflug nach Hollywood für eine Rolle an der Seite von Vivien Leigh in "Das Narrenschiff" zieht er sich Mitte der 70er-Jahre mit seiner dritten Frau Hertha Droemer ins Privatleben zurück. Seine letzte Kinorolle spielt er in Wim Wenders' "In weiter Ferne so nah" 1993. Heinz Rühmann stirbt 1994 am Starnberger See.

  • Geburtstag
    07.03.1902
  • Geburtsort
    Essen
  • Geburtsland
    Deutschland

"Feuerzangenbowle" erheitert die Gemüter

Im Winter 1944 tobte in Deutschland der Zweite Weltkrieg. Ein guter Grund ins Kino zu gehen, um dem Alltag zu entfliehen.

Großansicht Heinz Rühmann gönnt sich eine Feuerzangenbowle (Foto: Kinowelt)

Heinz Rühmann gönnt sich eine Feuerzangenbowle (Foto: Kinowelt)

Dazu bot "Die Feuerzangenbowle" ab dem 28. Januar 1944 die beste Gelegenheit. Harmlos und unpolitisch sollte die Komödie laut Propaganda-Chef Joseph Goebbels sein, damit das Volk von den Schrecken des Krieges abgelenkt war und zum Durchhalten animiert wurde.

Und so kam es, dass ein erwachsener Schriftsteller namens Pfeiffer - mit drei f - noch einmal die Schulbank drückte und keine Gelegenheit für einen Streich ungenutzt ließ. Heinz Rühmann begeisterte damals in seiner Paraderolle als pfiffiges Schlitzohr das Publikum und lockt noch heute treue Filmfans zur Weihnachtszeit in die Kinos, um die kultige Komödie bei einem Tässchen Glühwein oder Feuerzangenbowle zu zelebrieren.

Nicht mehr miterlebt

Dabei waren die Dreharbeiten alles andere als entspannt. Mit Absicht wurde die Produktion in die Länge gezogen, um die zahlreichen Jungdarsteller vor dem Einsatz an der Front zu bewahren. Leider vergeblich, denn bis zur Premiere waren viele von ihnen bereits im Krieg gefallen.


Filmografie

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

News zum Star