Heinrich George

Heinrich George

Leben & Werk

Als herzensguter, naiver und tragischer Titelheld, der seine Tochter (Hilde Krahl) in “Der Postmeister” an die degenerierte Adelsgesellschaft von St. Petersburg verliert, die ihm eine Bären aufbindet, fand der massige, leutselige und bullige Heinrich George (1893 – 1946) eine seiner besten Rollen. Hier konnte er die gewisse Behäbigkeit des Körpers ausspielen, was sich auch in seinem Amtsvorsteher in “Der Biberpelz” zeigt. George hatte seit 1919 für das Theater gearbeitet, gehörte bald zu den besten Akteuren des deutschen Sprachraums und war 1938 Intendant des Berliner Schillertheaters geworden. Für das Kino arbeitete er in der Stummfilmzeit wenig. In Erinnerung bleibt sein Arbeiterführer in Fritz Langs “Metropolis” (1926). Am Übergang zum Tonfilm spielte er den Franz Biberkopf in der Alfred-Döblin-Verfilmung “Berlin Alexanderplatz“.

Während der Nazizeit war George einer der das Regime stützenden repräsentativen Darsteller in wichtigen Tendenzfilmen, so in “Hitlerjunge Quex“, “Jud Süss” und vor allem dem Durchhaltefilm “Kolberg” (1944/45), in denen er autoritäre Führer-Rollen spielte, die ihm ebenso lagen wie differenziertere Rollen in Literaturverfilmungen (“Stützen der Gesellschaft”). Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Schauspielern, die wie er gehandelt hatten, aber glimpflich davonkamen, wurde George bei der Entnazifizierung unter sowjetischer Besatzung interniert; erst im Lager Hohenschönhausen, dann im Lager Sachsenhausen, wo er entkräftet starb. Er ist der Vater des Schauspielers Götz George (Mutter Berta Drews).

Bilder

News & Stories

  • Happy Birthday, Götz George

    Unglaublich, aber wahr: Der kultige Schimanski-Darsteller feiert bereits zum siebten Mal einen runden Geburtstag.

Filme

Weitere Stars

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.