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Heath Ledger

Heath Ledger

Leben & Werk

Der unter tragischen Umständen verstorbene Star aus “The Dark Knight“, der darin als Joker schwer beeindruckend aufspielte.

Als australische Ausgabe des holländischen Hünen Rutger Hauer katapultierte sich der in Perth geborene Heath Ledger mit drei Filmen in die Reihe der Leading Men. Mit sympathischer Ausstrahlung und einer “Mir gehört die Welt”-Attitüde spielte er in der College-Komödie “Zehn Dinge, die ich an dir hasse” (1998) den Frauenschwarm Patrick.

In “Der Patriot” war er der hitzköpfige Sohn des Siedlers Mel Gibson, der als Heißsporn mit seinem Vater in den Unabhängigkeitskrieg gegen die Engländer zieht und im Duell gegen einen hinterhältigen Offizier sein Leben verliert.

In “Ritter aus Leidenschaft” (2001) spielte er den Junker William, der sich nach dem Tod des Vaters seinen Traum vom Rittertum erfüllen will. Mithilfe zweier Kumpel, des Dichters Geoff Chaucer (!) und einer Schmiedin überzeugt er auf dem Turnierfeld und zieht als Meister der Lanzenduelle den Hass eines bösen Grafen auf sich. Das von Rockmusik begleitete Ritterspektakel verwandelte Ledger in einen “Prinz Eisenherz als Backstreet Boy” und wurde einer der Saisonerfolge 2000.

In dem ebenfalls von Brian de Helgeland geschriebenen und inszenierten Drama “The Sin Eater” übernahm Ledger die Hauptrolle des jungen, zweifelnden Priesters, der in einen mysteriösen Mordfall verwickelt wird. Außerdem zog er in Shekhar Kapurs Literaturverfilmung “Die vier Federn” in den Kolonialkrieg, um seine Ehre und seine Liebe zu retten, und er hatte einen kurzen Auftritt als Sohn von Billy Bob Thornton in dem hochgelobten Südstaaten-Drama “Monster’s Ball“, in dem er an seinem Vater und seinem Beruf als Vollstrecker in der Todeszelle verzweifelt und sich das Leben nimmt.

Als “Ned Kelly” spielte Ledger den gleichnamigen australischen Outlaw und Nationalhelden, in “Dogtown Boys” den Surfer-Guru Skip Engblom, der das Zephyr-Skateboard-Team unter seine Fittiche nimmt und später nicht zuletzt dank Drogen und Alkohol zum Angestellten seines ehemals eigenen Surfershops wird. In Terry Gilliams “The Brothers Grimm” bildet er als den Traumwelten zugeneigter Jacob den perfekten Gegenpart zu seinem rationalistischen Bruder Wilhelm.

2005 kam der große Durchbruch und seine erste Oscar-Nominierung für die Darstellung des homosexuellen Cowboys Ennis Del Mar in “Brokeback Mountain“. Ang Lees unkonventioneller Westen und die Titelhelden (Filmpartner Jake Gyllenhaal) wurden mit Festival- und Kritikerpreisen überhäuft.

Es folgten weitere interessante Engagements, etwa in Lasse Hallströms “Casanova” oder – sehr überzeugend – in “Candy” von Neil Armfield. Das australische Drogendrama über die verzweifelte Liebe eines Junkiepärchens (Filmpartnerin ist Abbie Cornish) im trüben Speckgürtel von Sidney fand großen Anklang bei Publikum und Kritik. Er war als einer von sechs Bob Dylan-Darstellern in “I’m Not There” von Todd Haynes zu sehen. 2008 gewann er mit seinen Filmpartnern den erstmals ausgegebenen Robert Altman Award.

Ledger begann seine Karriere im heimatlichen Australien als Zwölfjähriger auf der Bühne und spielte in verschiedenen australischen Independent-Produktionen, bevor er 1997 mit der US-Abenteuerserie “Roar” – gedreht im australischen Queensland – bekannt wurde.

Völlig unerwartet verstarb der Australier im Januar 2008, bevor sein bester Auftritt als Joker in der “Batman Begins”-Fortsetzung “The Dark Knight” ins Kino kam.

Nun ist er in seiner letzten Rolle in Terry Gilliams wildem Märchenritt “Das Kabinett des Dr. Parnassus” zu sehen. Da Ledger noch während des Drehs verstarb, wurde seine Rolle vom Dreigestirn Johnny Depp, Jude Law und Colin Farrell weitergeführt.

Heath Ledger war Vater einer kleinen Tochter, die er zusammen mit seiner früheren Verlobten Michelle Williams hatte. Das Paar lernte sich 2004 bei den Dreharbeiten zu “Brokeback Mountain” kennen, trennte sich aber. Heath Ledger verstarb am 22. Januar 2008 in seinem Appartment in Manhatten.

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