Am 29. Februar 1940 erhielt bei der Oscar-Verleihung erstmals eine schwarze Schauspielerin den auch damals schon begehrten Goldjungen in der Kategorie Beste Nebendarstellerin.
Mit ihrer Rolle der robusten und eigensinnigen Mammy in "Vom Winde verweht" begeisterte Hattie McDaniel nicht nur weltweit das Publikum, sondern auch die Academy. Allerdings sollte es noch Jahrzehnte dauern, bis eine Afroamerikanerin als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde.
Erst 2002 schaffte es Halle Berry mit ihrer beeindruckenden Performance in "Monster's Ball", als erste schwarze Hauptdarstellerin offiziell von der Jury anerkannt zu werden. Im selben Jahr wurde zudem Denzel Washington für "Training Day" in der männlichen Königskategorie ausgezeichnet, und der Bann der jahrzehntelangen Unterdrückung schien mit einem Mal gebrochen.
Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung waren so viele Afroamerikaner wie noch nie zuvor für ihre Leistungen nominiert. Da überrascht es keinen mehr, dass mit Jennifer Hudson und Forest Whitaker erneut gleich zwei schwarze Künstler die Statue entgegennehmen durften. Die Gleichberechtigung ist im 21. Jahrhundert also endlich auch in Hollywood angekommen.