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Harrison Ford

Harrison Ford

Leben & Werk

Dass Harrison Ford 1996 zum erfolgreichsten Schauspieler des Jahrhunderts gewählt wurde und 2008 zum vierten Mal die Filmikone “Indiana Jones” mit Leben füllte, ließ sich Mitte der 1960er Jahre, als Ford seine Karriere begann, noch nicht absehen.

Ganz im Gegenteil: Zwar gelang ihm nach einigen Auftritten in Theatergruppen noch während seines Studiums der Sprung nach Hollywood. Seine Rollen waren jedoch übersehbar kurz – wie etwa der erste Leinwandauftritt als Hotelpage in “Immer wenn er Dollars roch” (1966). Ford versuchte, sich und seine Familie mit TV-Rollen über Wasser zu halten, schmiss aber schließlich nach seinem einzigen nennenswerten Erfolg in “American Graffiti” (1973) das Handtuch, um stattdessen als Zimmermann zu arbeiten.

Als Ford 1976 an der Holzvertäfelung eines Studios arbeitete, wurde er von “American Graffiti”-Regisseur George Lucas gebeten, bei den Besetzungsgesprächen seines neuen Films einzuspringen, woraus einer der größten Erfolge seiner Karriere erwuchs: Die Rolle des Weltraumpiraten Han Solo in Lucas’ “Star Wars”-Trilogie bescherte ihm ebenso Weltruhm wie die Abenteuer um den Archäologen Indiana Jones.

Auch wenn er in “Der einzige Zeuge” (Oscar- und Golden-Globe-Nominierung) noch einmal zum Hobel griff, war Fords Auskommen doch fortan gesichert. Mit “Der Blade Runner” erlangte Ford endgültig Kultstatus, und mit Filmen wie “Stunde der Patrioten”, “Das Kartell” oder “Auf der Flucht” avancierte er zum weltweit erfolgreichen Action-Film-Darsteller, der mit “Mosquito Coast” und “Auf der Flucht” zwei weitere Golden-Globe-Nominierungen verbuchen konnte.

Fords minimalistische Spielweise mit dem charakteristischen Grinsen überzeugt in allen Genres (Komödien, Abenteuer, Thriller, SF), hat ihm von der Kritik jedoch schon häufig den Vorwurf eingebracht, nur über einen einzigen Gesichtsausdruck für alle Gefühlslagen zu verfügen. Nichtsdestotrotz konnte er als Filmehemann von Michelle Pfeiffer mit dem übernatürlichen Thriller “Schatten der Wahrheit” einen weiteren Kassenerfolg feiern.

Während sich im Anschluss das russische Atom-U-Boot “K-19″ mit Ford als Kapitän kaum über Wasser halten konnte, versuchte er mit der Krimikomödie “Hollywood Cops“, in der er seinen jungen Kollegen Josh Hartnett mit unkonventionellen Mitteln verblüfft, an frühere Erfolge anzuknüpfen. Nachdem er sich 2003 über einen Stern am Walk of Fame freuen durfte, kämpfte Ford in “Firewall” erbittert mit einem Erpresser, der seine Familie bedroht.

2008 kehrte er als Dr. Jones im vierten Teil der Spielberg-Filmreihe zurück. 19 Jahre waren zwar nach dem letzten Abenteuer ins Land gezogen, aber Ford und Spielberg haben die Legende in “Das Königreich des Kristallschädels” respektabel weitergeführt, wenn es auch Kritik am abgehobenen Finale gab. Das soll im geplanten fünften Film besser werden, weswegen George Lucas schon seit Jahren über einem Drehbuch grübelt, das wieder den Charme der ersten Filme versprüht.

Nach den kommerziell wenig erfolgreichen anspruchsvollen Herzensprojekten “Crossing Over” und “Ausnahmezustand” legte Ford im Herbst seiner Karriere eine klassische Komödie nach: In “Morning Glory” spuckt ihm als TV-Nachrichtenveteran der weibliche Star der Stunde Rachel McAdams als quirlige junge Senderchefin in die Suppe.

Neuland betrat Ford mit der spektakulären Comic-Verfilmung “Cowboys & Aliens“, in der er neben 007-Darsteller Daniel Craig als bärbeißiger Viehhändler gegen Außerirdische antrat. Auch in der Bestsellerverfilmung “Ender’s Game” geht’s für Harrison Ford gegen Aliens, diesmal ist er aber nur der Ausbilder, der junge Kadetten fit für die Raumschlacht macht.

Ebenso erfolgreich wie die meisten von Harrison Fords Filmabenteuer sind auch seine Verhandlungskünste: Fords Gagen brachten ihn als einen der reichsten Schauspieler sogar ins Guiness-Buch der Rekorde.

Der engagierte Umweltschützer trennte sich nach 18 Ehejahren von Melissa Mathison, mit der er Sohn Malcolm und Tochter Georgia hat. Aus erster Ehe mit Mary Marquardt hat er ebenfalls zwei Kinder. Seit 2002 ist er mit seiner Ehefrau Calista Flockhart (“Ally McBeal”) lieert.

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