Komödien sind sein Metier, und da reüssierte der 1944 in Chicago geborene Harold Ramis in allen Bereichen. Vom albernen Studentenulk über die Genreparodie bis zur Charakterkomödie arbeitete er mit allen Formen der Gattung als Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller. Der bebrillte Ramis, zeitweise Redakteur für den "Playboy" und einer der aus der TV-Show "National Lampoon" hervorgegangenen Komiker, ist verantwortlich für einige der erfolgreichsten Komödien der Filmgeschichte, so die "Ghostbusters" (Buch und Darsteller), die Zeitschleifenromanze "Und ewig grüßt das Murmeltier" (mit Andie MacDowell und Bill Murray) und die Mafiakomödie "Reine Nervensache", in der Robert De Niro einen von Angstattacken gepeinigten Mafiaboss spielte, der bei einem Psychiater, der kurz vor der Hochzeit steht (Billy Crystal), therapeutische Hilfe sucht. Der Erfolg des Films zog etliche Nachahmer ("Mickey Blue Eyes") und die TV-Serie "The Sopranos" (1999) nach sich. Ramis hatte nach etlichen Drehbucharbeiten ("Ich glaub', mich tritt ein Pferd", 1978, Regie: John Landis) 1980 mit der Golfer-Komödie "Caddyshack" in der Regie debütiert. Er arbeitete mehrfach mit Bill Murray (die Militärfarce "Ich glaub', mich knutscht ein Elch!", "Ghostbusters", "Murmeltier") und ließ Michael Keaton in "Multiplicity - Vier lieben dich" in vier Rollen gleichzeitig als Gatte von Andie MacDowell auftreten. Ein besonderer Coup gelang ihm mit dem von der Kritik weitgehend unterschätzten Science-Fiction-Film "Galaxy Quest", der auf mehreren Ebenen funktioniert: als gelungene Parodie auf das "Star Trek"-Universum, als reine Weltallkomödie und als medienkritische Groteske über die Zwänge von Dauerdarstellern in Serien. Als Darsteller war Harold Ramis u.a. neben Diane Keaton in "Baby Boom" und neben Jack Nicholson in "Besser geht's nicht" zu sehen.
Bill Murray sagt "Ghostbusters 3" endgültig ab
Der Spuk um eine Teilnahme Bill Murrays an "Ghostbusters 3" hat ein Ende: Dan Aykroyd musste bestätigen, dass der Film nun ohne die Peter Venkman-Rolle gedreht wird.
Großansicht
Entgeisterte "Ghostbusters": Bill Murray kehrt definitiv nicht ins Team zurück (Foto: Warner)
Für "Ghostbusters 3" ist seit Monaten alles bereit und dennoch herrschte bei dem Projekt gespenstische Stille wegen eines Mannes: Bill Murray, den Studio, Kollegen und Fans unbedingt wieder in seiner Paraderolle als Dr. Peter Venkman sehen wollten, ließ alle zappeln. Nun wird der dritte "Ghostbusters" definitiv ohne ihn gedreht.
Dan Aykroyd, treibende Kraft hinter "Ghostbusters 3", hat alles versucht, seinen alten Kumpel Bill Murray zu überreden. Er bettelte, bot Drehbuchänderungen an, verschob den Drehbeginn ein ums andere Mal. Doch nun musste Aykroyd mitteilen: "An diesem Punkt befindet sich der Film im Kälteschlaf. Das Studio, Regisseur Ivan Reitman und Harold Ramis glauben, dass es eine Möglichkeit geben muss, aber Bill Murray wird den Film nicht machen."
Ex-Geisterjäger im Stress: Sechs Kinder und ein Golfturnier
Was Bill Murray abhält, ein letztes Mal die Protonenpacks umzuschnallen, kann Dan Aykroyd nur vermuten: "Es hat sechs Kinder, besitzt Häuser in ganz Amerika und tritt bei diesen Golfturnieren an, wo man ihm dafür bezahlt, lustig zu sein. Er liebt dieses Leben. Ich weiß, wir hätten eine Menge Spaß bei "Ghostbusters 3" haben können, aber ich kann ihm nicht böse sein. Er ist zuallererst ein Freund und zweitens ein Kollege."
Vor kurzen hatte Dan Aykroyd noch die Möglichkeit genannt, dass Bill Murrays Rolle nachträglich in den Film eingebaut werden könnte, sollte der es sich doch noch anders überlegen. Aber jetzt machte er klar, dass die Venkman-Figur aus dem Drehbuch gestrichen wird. "Es ist eine Tatsache, dass Bill Murray den Film nicht machen wird, auch wenn daran beim Studio immer noch großes Interesse besteht."