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Guillermo Del Toro

Guillermo Del Toro

Leben & Werk

Mexikanischer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Darsteller. Er gilt nach sechs Spielfilmen neben Peter Jackson als Meister des Fantasyfilms. Guillermo Del Toro verbindet kühn Horror, Märchen, Comic-Elemente, klassische Kriminalrecherche, religiöse Motive und Abenteuer zu fantastischen Geschichten, in welchen Fabelwesen wie Faune, Elfen, Monster, Vampire und Insekten entscheidende Rollen spielen. Zwei seiner Filme sind im und nach dem Spanischen Bürgerkrieg angesiedelt, dienen als düster realistischer Hintergrund für Storys, die häufig in unterirdischen Gewölben (“Hellboy”), der U-Bahn (“Mimic”) oder Hallen (“Blade II”) spielen. Sein 2006 in Cannes uraufgeführtes “El laberinto del fauno – Pans Labyrinth” ist ein von Vorbildern wie Goya, E.T.A. Hoffmann , Lewis Carroll, Luis Bunuel und Mario Bava inspiriertes, zeitloses Meisterwerk.

Guillermo Del Toro wurde 1964 in Guadalajara, Calisco geboren und von einer streng religiösen Großmutter erzogen, die Dornen in seine Schuhe legte und ihn zwei Mal exorzieren ließ, damit er von seinen Fantasiewelten abließ. Del Toro nahm seine ersten Filme auf Super-8 auf, erlebte als jugendlicher Fabrikarbeiter die Gewaltwelten Mexikos, ging in die USA und arbeitete zehn Jahre in der Make-Up-Abteilung von Special-Effects-Guru Dick Smith (“Scanners“, “Der Exorzist”). In Mexiko gründet Del Toro 1986 die Firma Necropia und arbeitet mehrere Jahre für das Fernsehen. Er schreibt für “Sight & Sound” und “Village Voice”, veröffentlicht eine Studie über Alfred Hitchcock und hat 1992 die Mittel, um seinen ersten Spielfilm “Cronos” zu inszenieren, der in Cannes, Fantasporto und Mexiko zwanzig Preise sammelt.

In “Cronos” (1993), moderne Variation des Vampirmythos, treten bereits die Schaben und Kakerlaken aus Statuen und Büchern hervor, die 1997 in “Mimic – Angriff der Killerinsekten” die New Yorker U-Bahn und Oscar-Preisträgerin Mira Sorvino terrorisieren. Del Toro hält “Mimic” wegen der Eingriffe durch die Produzenten von Miramax für misslungen (“Er hätte so schön werden können.” ), kehrt nach Mexiko zurück und inszeniert 2001 die im spanischen Bürgerkrieg spielende Geistergeschichte “El espinoza del Diablo – Des Teufels Rückgrat”. Wieder in Hollywood, nimmt er 2002 “Blade II”, Fortsetzung der nach den Marcel-Comics entstandenen Vampirjagden mit Wesley Snipes, in Angriff und schafft mit Nonstop-Action das Herzstück der Trilogie. Er verzichtet auf die Regie des dritten Teils und auf “Harry Potter 4″ und setzt bei den Warner Studios seinen Lieblingsdarsteller Ron Perlman als Held der Dark-Horse-Comic-Verfilmung “Hellboy” (2004) durch, die mit einem fröhlichen Zigarre rauchenden und Schokolade essenden Sympathie-Monster aufwartet. 2007/08 entsteht in Budapester Studios das Sequel “Hellboy: The Golden Army”.

In dem als mexikanisch-spanisch-amerikanische Ko-Produktion realisierten Meilenstein “Pans Labyrinth” findet eine Zwölfjährige Zuflucht in Fantasiewelten, während ihr despotischer Stiefvater (Sergi Lopez) in den Wäldern Rebellen jagt. Der Film gewinnt drei Oscars, sieben Goyas , drei BAFTA Awards.

Guillermo Del Toro ist mit den Landsmännern Alfonso Cuarón und Alejandro González Inárritu befreundet und besorgte in fünf Tagen den Endschnitt von Inárritus “Amores Perros” (2000), ein Freundschaftsdienst. Er liebt Frankensteins Monster und den Gill Man aus “Der Schrecken vom Amazonas“, Filme von Mario Bava (“Die Stunde, wenn Dracula kommt”), Hammer Horror Movies der 60er-Jahre, William Wyler, Martin Scorsese und George A. Romero.

Der ehemalige Vegetarier, der während der viermonatigen Dreharbeiten zu “Pan” 45 Pfund abnahm, lebt mit seiner Familie in Los Angeles und leidet unter ständigem Heimweh. Er hat ein fotografisches Gedächtnis.

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