Sie wird die "Marilyn mit Mandelaugen" genannt. Die bildschöne Chinesin Gong Li (geb. 1965) ist die international bekannteste Schauspielerin aus dem Reich der Mitte. Ihre von kontinuierlichem Erfolg geprägte Karriere begann 1987, als sie, damals noch Schauspielschülerin, von Regisseur, Kameramann und Schauspieler Zhang Yimou in der Hauprolle seines Debütfilms "Rotes Kornfeld" eingesetzt wurde. Sie heiratete Yimou und die beiden drehten bis zu ihrer Scheidung 1995 eine ununterbrochene Folge von künstlerischen Meisterwerken, die auch international reüssierten: "Judou", "Rote Laterne", "Die Geschichte der Qiu Ju", "Leben" und "Shanghai Serenade".
Gong Li beherrscht ein ungewöhnlich breites Rollenspektrum. Von der aufsässigen Bäuerin bis zur lasziven Nachtclubsängerin, von der einen Brauereibetrieb bewirtschaftenden jungen Frau bis zur unterdrückten vierten Gattin eines Potentaten, von der Prostituierten bis zur armen Arbeiterfrau, die sich um ihr taubes Kind kümmert, ist sie gleichermaßen überzeugend, wobei ihre Schönheit nicht den Blick auf ihre Leistungen verstellt.
Als Mode-Ikone und Covergirl hoch geschätzt, leistete sie in Dramen wie "Der Kaiser und sein Attentäter" von Chen Kaige oder "Breaking the Silence" von Sun Zhou hervorragende Arbeit, wofür sie 2000 auf dem Montreal World Filmfestival als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. Den NBR Award erhielt sie 2005 als beste Nebendarstellerin in "Die Geisha", einem Melodrama von Rob Marshall. Als ältere Geisha macht sie der neunjährige Chiyo das Leben zur Hölle. Ihr großes Talent erschloss sich erneut in der 2006 produzierten und von Zhang Yimou opulent inszenierten Tragödie "Der Fluch der goldenen Blume". Als Kaiserin sollte sie vergiftet werden und sinnt auf Rache. Das Geschehen verdichtet sich am Tag des Chrysanthemenfestes. Nach zehn Jahre war dies die erste Zusammenarbeit mit ihrem Ex-Mann Zhang Yimou.
Seit 1996 ist Gong Li mit Ming Ooi Wei verheiratet. 2000 war sie Präsidentin der internationalen Jury der Berlinale. Sie ist Mitglied des Volkskongresses der Volksrepublik China und Repräsentantin des Kosmetikunterehmens L'Oréal.
Chow und Gong bekriegen sich
Er gilt als der bedeutendste chinesische Filmemacher.
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Kriegen sich in die Wolle: Chow Yun-Fat und Gong Li (Foto: Fox/Kinowelt)
Die Rede ist von Zhang Yimou, dem Schöpfer der Hits "Hero" und "House of Flying Daggers". Doch Zeit, um sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, nimmt sich der talentierte Regisseur nicht. Stattdessen plant er bereits seinen nächsten Streich. Um erneut für Furore zu sorgen, verpflichtete er für sein kommendes Projekt wahre Ikonen der chinesischen Filmkunst - gemeint sind Chow Yun-Fat und die bildschöne Gong Li.
Das Drama "Curse of the Golden Flower" erzählt die Geschichte eines Königspaares, verkörpert von Chow und Gong, die sich durch Streitigkeiten in die Wolle kriegen. Ein erbitterter Machtkampf innerhalb der königlichen Familie entfacht, in den auch die drei Söhne der beiden Herrscher involviert sind.
Erfolgreiches Gespann
Wie bei "Hero" und "Daggers" vertraut Regie-Ass Zhang Yimou erneut auf seinen erfahrenen Choreographen Tony Ching Siu-tung, der einmal mehr für die kunstvollen Action-Sequenzen verantwortlich zeichnen wird.