Einige Schauspieler sorgten 2005 ein letztes Mal für Schlagzeilen. KINO.DE erinnert an vier große Persönlichkeiten.
Was hätte man auf der "Enterprise" bloß ohne ihn getan? Und wem sonst wäre es gelungen, einen weltweiten Boom im Studiengang der Ingenieurswissenschaften auszulösen? James Doohan, alias "Scotty", dem dieses Kunststück gelang, wurde am 3. März 1920 in Vancouver geboren.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war Doohan als meistbeschäftigter Schauspieler Kanadas bekannt, in den 50er Jahren folgte er dann dem Ruf Hollywoods. Seine Vielseitigkeit und insbesondere sein Talent, ausländische Akzente zu imitieren, verhalfen ihm 1966 zu der Rolle, für die ihn einmal eine riesige Fangemeinde lieben sollte.
Als Chefingenieur Montgomery Scott in der TV-Serie "Star Trek" bewahrte James Doohan selbst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf. Er flickte jedes Leck an der "Enterprise", und auch in Not geratene Crewmitglieder konnten sich auf ihn verlassen: Sie wurden mit seiner Hilfe meist im allerletzten Moment zurückgebeamt.
Nach Abschluss der Serie jedoch hatte Doohan große Probleme, andere Rollen zu finden. Und so vertrieb sich der Kanadier seine Zeit als Redner an Universitäten und als Gast auf unzähligen "Star Trek"-Conventions.
Im Sommer 2004 erhielt James Doohan einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Die Zeremonie im Kreis der "Star-Trek"-Weggefährten ähnelte einer Abschiedsfeier, da sie zugleich der letzte öffentliche Auftritt des Schauspielers war, ehe er am 20. Juli 2005 verstarb. Im Dezember wird Scotty trotzdem noch einmal Aufsehen erregen: Dann nämlich wird seine Asche in einer Falcon-Rakete ins All geschossen - und somit der letzte Wille des Stars erfüllt.