Glenn Close

Glenn Close

Leben & Werk

Ihre zum Schluss versteinerte und verachtete aristokratische Intrigantin Marquise de Merteuil in “Gefährliche Liebschaften” und die von Michael Douglas abgewiesene Geliebte, die zur mörderischen Furie in “Eine verhängnisvolle Affäre” wird, sind zwei der mit Oscar-Nominierungen bedachten Glanzrollen von Glenn Close. Die 1947 geborene Close konnte bereits Theatererfolge verbuchen, ehe sie als selbstbewusste und emanzipierte Mutter von Robin Williams in der John-Irving-Verfilmung “Garp und wie er die Welt sah” im Film reüssierte. Seitdem ist sie in starken Frauenrollen, die sie auch parodierte, in vielen Filmen zu sehen gewesen, so als im Koma liegende Ehefrau in “Die Affäre der Sunny von B.” oder als Sängerin in der (europäischen) Produktion “Zauber der Venus“. Close war die Mutter von Hamlet in der Zeffirelli-Version, spielte in der Familiensaga um “Das Geisterhaus” die spiritistisch angehauchte Tante und war die zum Schluss von Julianne Moore hereingelegte Schwester, die ein Südstaatenkaff gängelt, in Robert Altmans “Cookie’s Fortune“. Ihre dämonische Cruella de Vil in der Live-Version von Disneys “101 Dalmatiner” ist zur Kultfigur geworden. Auf dem Theater gewann Close drei “Tony Awards”, z.B. als Norma Desmond in Andrew Lloyd Webbers Musical “Sunset Boulevard“. Sie nahm 1998 mit dem Tenor Placido Domingo ein Weihnachtsalbum auf und singt zum Saisonbeginn regelmäßig für die New York Mets die Nationalhymne. Daneben ist Glenn Close als Produzentin für TV-Movies und Dokumentationen tätig.

2003 ist Close in James Ivorys Tragikomödie “Eine Affäre in Paris” als Schriftstellerin Olivia Pace zu sehen. Ein Jahr später verkörpert sie in der Neuverfilmung “Die Frauen von Stepford” von Frank Oz (das Original wurde 1975 von Bryan Forbes als Horrorfilm inszeniert) gemeinsam mit Christopher Walken das Ehepaar Wellington. Close bezieht sich in der Rolle der Schauspielerin Diana Lee in dem Episodenfilm “Heights“, dem Spielfilmdebüt von Regisseur Chris Terrio, auf ihr bekanntes Leitmotiv der enttäuschten Frau, die diesmal das vermeintliche Glück ihrer Tochter Isabel (Elizabeth Banks) zu boykottieren sucht. Doch genauso überzeugt sie als trauernde und durchgeknallte Mutter eines jugendlichen Drogendealers, der Suizid begangen hat, in der bitterbösen Parodie auf den American Way Of Life “Glück in kleinen Dosen” des Regisseurs Arie Posin.

Privat ist Glenn Close nach zwei vorangegangenen Ehen seit Februar 2006 mit dem Biotechnologen David Shaw verheiratet. Ihre Tochter Annie wurde 1987 während der Beziehung mit John Starke geboren.

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