Am Freitag ist es endlich soweit: Nach langem Hin und Her startet in den USA "Swept Away", der neue Film von Pop-Diva Madonna, unter der Regie ihres Gatten Guy Ritchie.
Jetzt wurde bekannt, dass die beiden nicht nur die vernichtenden Kritiken nach den ersten Previews verdauen mussten, sondern sich dazu mit einer millionenschweren Klage herumschlagen dürfen.
Vincent D'Onofrio hatte nämlich schon 1996 die Idee, ein Remake des 74er Originals von Regisseurin Lina Wertmüller zu drehen. Er überredete Wertmüller sogar dazu, erneut Regie zu führen - wenn Madonna die Hauptrolle übernimmt. D'Onofrio schrieb an Madonnas Agenten, hörte aber nichts - bis er Jahre später entsetzt feststellte, dass Madonna eben dieses Projekt mit Guy Ritchie plante.
Ritchie versucht nun, den geschassten Ideengeber mit einer Erwähnung im Abspann als Ausführender Produzent zu besänftigen. Doch der hat immer noch rechtliche Schritte im Sinn.
Queen of Flop?
Dabei ist die ganze Aufregung höchstwahrscheinlich umsonst: "Swept Away" gilt als heißester Kandidat auf den Flop des Jahres. Die Reaktionen der Preview-Besucher waren so vernichtend, dass Madonna den Release des Juwels stoppte und ihren Gatten so lang nervte, bis der den Film massiv überarbeiten ließ.
Lange munkelten Insider von einer Videopremiere, aber dann entschlossen sich die Macher doch zum Kinostart. Und Madonna schrieb gar einen offenen Brief an ihre Fans, sich den Film doch bitte, bitte anzusehen.
Salz auf meinem Kroko-Täschchen
Schon die Story von "Swept Away" ist mächtig revolutionär: Reiches Gör zickt bei armem Fischer erst rum und verliebt sich dann. Den Seemann mimt Adriano Giannini, der Sohn des "Originals" Giancarlo Giannini.
Kläger D'Onofrio erlangte übrigens selbst als Fischer Weltruhm: Er spielte in "Salz auf unserer Haut" neben Greta Scacchi den Bretonen Gauvain.
Urlaub im November
Hierzulande kann man sich ab dem 14.11. überzeugen, ob der ganze Rummel nur ein geschickter Promotion-Schachzug war, oder ob "Swept Away" tatsächlich so schlecht ist, wie der Mariannengraben tief.