Gert Fröbe

Gert Fröbe

Leben & Werk

Mit seinem dröhnenden, zuweilen polternden, aber immer raumbeherrschenden Auftreten verschaffte sich der durch seine Leibesfülle allein massiv wirkende Gert Fröbe (1913 – 1988) respektheischende Aufmerksamkeit und beeindruckte sogar Sean Connery als James Bond in “Goldfinger“, mit dessen Titelrolle der gebürtige Sachse weltberühmt wurde. Fröbe gilt als die Inkarnation des deutschen Wirtschaftswunders, weil er zwischen 1948, als er in “Berliner Ballade” den spindeldürren Kriegsheimkehrer “Otto Normalverbraucher” spielte, und 1958, als er der Generaldirektor in “Das Mädchen Rosemarie” war, wegen seiner Beleibtheit nicht wiederzuerkennen war. Fröbe spielte den Kindermörder in “Es geschah am hellichten Tag”, den Bauern-Tyrann in “Via Mala”, den Menschenschinder in “Robinson soll nicht sterben“, den Kommissar in drei “Dr. Mabuse”-Krimis (für Edgar Wallace trat er nur einmal, in “Der grüne Bogenschütze”, vor die Kamera) und den charmanten Ganoven in “Der Gauner und der liebe Gott.” Schon vor seinem Welterfolg als Auric Goldfinger war Fröbe in französischen und italienischen Filmen aufgetreten (“Die Helden sind müde”, “Heißes Pflaster”), danach war er fast ausschließlich in europäischen Filmen (“Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten“, “Tschitti tschitti bäng bäng“) zu sehen und kehrte erst in den 70er-Jahren zum deutschen Film zurück, wo er “Der Räuber Hotzenplotz” war und auch TV-Rollen übernahm. Der schwergewichtige Mime veranstaltete Rezitationen mit Morgenstern-Gedichten und Kleinkunstabende. 1978 erhielt er das Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. 1988 spielte er einen 100-Jährigen in der letzten Folge der TV-Serie “Schwarzwaldklinik”. 1988 erschienen auch seine Memoiren (“Auf ein Neues, sagte er…”).

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