Französischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Seit Mitte der 70er-Jahre einer der populärsten französischen Schauspieler, der mit und... http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto37/09370802/b150x150.jpg - Foto: ZDF/Pascal Gennesseaux/Telepool Gérard Jugnot

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Gérard Jugnot


  • Geburtstag
    04.05.1951
  • Geburtsort
    Paris

Französischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Seit Mitte der 70er-Jahre einer der populärsten französischen Schauspieler, der mit und ohne Bärtchen den durchschnittlichen Franzosen verkörpert, hat der rundliche und pfiffige Gérard Jugnot in über 100 Filmen alles gespielt, was komisch sein kann: Polizisten, Soldaten, Arbeiter, Lehrer, Familienväter und immer wieder Angestellte, die aus der Bahn geworfen werden. Anfangs mit der Theatertruppe Le Splendid ein Name, betrieb er nach deren Auflösung eine erfolgreiche Solokarriere als Schauspieler, die international mit der Rolle des Musiklehrers in "Les choristes - Die Kinder des Monsieur Mathieu" (2004, Regie: Christophe Baratier) gekrönt wurde. Zu 20 Filmen schrieb er Drehbücher, seit 1984 hat er in zehn Spielfilmen Regie geführt, in denen er auch Hauptrollen übernahm, zuletzt in der Komödie "Rose et noir" (2009), wo er im 16. Jhdt. als freigeistiger französischer Modeschöpfer, der nach Spanien reist, um eine königliche Hochzeit vorzubereiten, Kulturschocks im Land der Inquisition erlebt.

Gérard Jugnot wurde 1951 in Paris geboren und gründete mit Christian Clavier, Thierry Lhermitte und Josiane Balasko, seinen Freunden vom Gymnasium, die Theatergruppe Equipe du Splendid, die sieben Jahre in großen und kleinen Pariser Theatern auftrat. Nach Stücken der Gruppe entstanden 1978 und 1979 die enorm erfolgreichen, von Patrice Leconte inszenierten Komödien "Les Bronzés - Die Strandflitzer" (1978) und "Les Bronzés font du ski" (1979), wo er den dummen August gab. Ein Wiedersehen mit den Freunden von Le Splendid feierte Jugnot in Lecontes "Les Bronzés 3", der 2006 von über zehn Millionen Zuschauern gesehen wurde.

Zu Jugnots Filmen als Darsteller gehören die Weihnachtskomödie "Le Père Noel est une ordure" (1982) und "Papy fait de la Résistance" (1983). In Lecontes "Tandem" (1986) ist er Assistent eines Radiomoderators (Jean Rochefort) auf Tournee, in Philippe de Brocas "Scheherezade - Mit 101 PS ins Abenteuer" (1990, mit Catherine Zeta-Jones) Flaschengeist Jimmy Genious. Juwelendieb in "Tödliche Diamanten" (2006), Priester in "L'auberge rouge - Mord inklusive" (2007), Pirat John Silver in "Die Schatzinsel" (2007), Museumsbesucher in "Musée haut, musée bas" (2008), der 1936 der Volksfront verbundene Bühnenarbeiter Pigoil in Baratiers "Paris, Paris - Monsieur Pigoil auf dem Weg zum Glück" (2008), entführter Journalist in "Envoyés très spéciaux" (2009) und Richter in "La siciliana ribelle" (2009), hat Jugnot auch in ernsten Rollen seine Vielseitigkeit bewiesen.

In Filmen unter eigener Regie war Jugnot durchgeknallter Polizist in "Pinot simple flic" (1984) und malträtierter Pfadfinderführer in "Scout toujours..." (1985). Seine Jeanne d'Arc-Parodie "Sans peurs et sans reproches" (1988) blieb weitgehend unbekannt. In "Une époque formidable - Tolle Zeiten" (1991) ist er der Angestellte Berthier, der Beruf, Frau und Heim verliert und unter Obdachlosen landet. In "Meilleur espoir féminin" (2000) ist er Vater einer ihre Unabhängigkeit beim Film suchenden Tochter, in "Monsieur Batignole - Held wider Willen" (2001) Metzger, der im von Deutschen besetzten Frankreich Mut beweist. In "Boudu - Ein liebenswerter Schnorrer" (2005, Remake des Jean-Renoir-Films von 1932), nistet sich Clochard Gérard Depardieu bei ihm und seiner Frau (Catherine Frot) ein.

Jugnot, dessen Look-alike-Puppe in der TV-Show "Les Guignols de l'info" zu sehen ist, wurde 2004 Ritter der Ehrenlegion. Er war vier Mal für den César nominiert. Jugnot ist mit Kostümbildnerin Cécile Magnan verheiratet, Sohn Arthur ist Schauspieler (König Henri III. in "Rose et noir").

  • Geburtstag
    04.05.1951
  • Geburtsort
    Paris
  • Geburtsland
    Frankreich

Asterix ohne Depardieu?

Gerard Depardieu wird seit seinem letzten Auftritt als stolzer Gallier endgültig als französischer Volksheld gefeiert. Und auch an den Kinokassen war der zweite Asterix-Realfilm ein voller Erfolg.

Nie wieder Obelix?<br />Gerard Depardieu

Nie wieder Obelix?
Gerard Depardieu

Ob sich Gerard Depardieu aber noch einmal die weiß-blaue Obelix-Hose anziehen wird, steht jedoch in den Sternen. Zwar ist mittlerweile klar, dass es ein weiteres Gallier-Abenteuer geben wird und dass sich diesmal Schauspieler und Regisseur Gerard Jugnot an dem neuen Werk austoben darf. Jugnot will den Dreh allerdings bis ins kleinste Detail vorbereiten und erst in zwei bis drei Jahren die erste Klappe fallen lassen.

Eine lange Zeit, vor allem wenn man so gut im Geschäft ist wie Depardieu. Der Star aus "Vidocq" wollte daher ebenso wenig eine Zusage geben wie Asterix-Darsteller Christian Clavier, der auch lieber erst mal abwarten will.

Ob die Gallier mit dieser Einstellung den Legionen Cäsars widerstehen können?


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