Seine Charaktere sind zwiespältige, knorrige und unheilvolle Figuren, die bei aller Anziehungskraft Unruhe und Zerstörung im Gepäck tragen.... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max04/mbiz04/mbiz03/z0403629/b150x150.jpg George C. Scott

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George C. Scott


  • Geburtstag
    18.10.1927
  • Geburtsort
    Wise (Virginia)
  • gestorben
    22.09.1999

Seine Charaktere sind zwiespältige, knorrige und unheilvolle Figuren, die bei aller Anziehungskraft Unruhe und Zerstörung im Gepäck tragen. Symptomatisch dafür ist sein General "Buck" Turgidson in Stanley Kubricks "Dr. Seltsam" oder der verblendete Prediger in dem Western "Der Galgenbaum", seine erste Filmrolle nach Jahren am Theater. George C.Scott (1927 - 1999) war Spieler in "Haie der Großstadt", Trickbetrüger in der Komödie "Der tolle Mr. Flim-Flam" und sensibler Chirurg an der Seite von Julie Christie in "Petulia" sowie neurotischer Chefarzt an der Seite von Diana Rigg in "Hospital". Den "Oscar" für seinen titelgebenden General "Patton" verweigerte er 1970 ("der 'Oscar' ist eine Fleischbeschau"). Er spielte Hemingway in "Inseln im Strom", einen Cop in "Polizeirevier Los Angeles-Ost", fuhr auf der "Hindenburg" und treibt sich als bigotter Provinzvater, der seine Tochter sucht, in Paul Schraders "Hardcore" im Porno-Milieu herum. Seit den 80er Jahren vermehrt TV-Arbeiten, um sich intensiver dem Theater widmen zu können.

  • Geburtstag
    18.10.1927
  • Geburtsort
    Wise (Virginia)
  • Geburtsland
    USA

Oscar? Nein danke!

Die meisten Schauspieler sind ganz scharf auf den Goldjungen, doch einen konnte man damit nicht locken.

Großansicht George C. Scott ging als "Patton" in die Geschichte ein (Foto: Centfox)

George C. Scott ging als "Patton" in die Geschichte ein (Foto: Centfox)

Als George C. Scott am 15. April 1971 für seine Rolle in "Patton - Rebell in Uniform" als Oscar-Gewinner in der Kategorie Bester Hauptdarsteller verkündet wurde, zog er es vor, sich ein Hockey-Spiel anzusehen. Es sagte, ihm sei es einfach zuwider, dass Schauspieler in gegenseitigen Konkurrenzkampf treten, nur um eine Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Außerdem konnte er gar nichts mit dem Ritual anfangen, dass "sogenannte Stars" sich aufbrezeln und zum Schaulaufen auf dem roten Teppich treffen.

Der Charakterkopf war der erste Preisträger in der Geschichte des Oscars, der sich weigerte, die Auszeichnung anzunehmen. Damit sollte er jedoch nicht der einzige bleiben: Marlon Brando lehnte sie ebenfalls ab, als er 1973 für "Der Pate" ausgezeichnet werden sollte.

Lass mal stecken

Sein Desinteresse an der Veranstaltung bekundete Scott bereits 1962. Damals wollte er noch nicht einmal die Nominierung für "Haie der Großstadt" annehmen. Doch die Academy ließ nicht locker und schlug ihn weiterhin für seine darstellerischen Leistungen vor.


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