Kostümrollen und exzentrisch-exaltierte Charaktere, komische und liebenswert verrückte Gestalten wie aus den Dramen William Shakespeares sind die Spezialität des australischen Schauspielers Geoffrey Rush. Als begnadeter, aber behinderter Pianist David Helfgott (eine authentische Person) in dem Film "Shine" wurde er mit Preisen überhäuft, darunter 1997 der Oscar als Bester Hauptdarsteller. Für seine denkwürdige Rolle des Sprachtherapeuten des englischen Königs im Publikumshit "The King's Speech" wurde er erneut vielfach prämiert.
In Australien ist der 1951 geborene Rush ein angesehener und berühmter Theaterdarsteller, der in über 70 Rollen gespielt hat, unter anderem mit Mel Gibson in "Warten auf Godot" auf der Bühne stand und 1994 mit dem angesehenen "Sidney Meyer Performing Arts Award" ausgezeichnet wurde, der an Personen vergeben wird, die sich in ihrer Arbeit als originell, wagemutig und innovativ erwiesen haben. Rushs Liebe zum Theater entsprach auch sein Theaterbesitzer Henslowe in "Shakespeare in Love", der zur Auflockerung der Stücke Komik ("Ein Hund muss dabei sein") fordert. Zu seinen weiteren historischen Filmen zählen "Elizabeth", in dem er als Höfling Sir Francis Walsingham hinter den Kulissen intrigiert, "Les Misérables" mit der Rolle des Inspektors Javert, der Jean Valjean (Liam Neeson) unbarmherzig verfolgt, sowie "Quills - Macht der Besessenheit", durch den er seine Reihe exzentrischer Charaktere um den Marquis de Sade erweiterte, der in der Inszenierung von Philip Kaufman von Rush als innerlich zerissener Literat präsentiert wird.
Seine Vielfältigkeit stellt Rush u.a. als unter Geldnot erfinderisch werdende Titelfigur im Thriller "Der Schneider von Panama", als Vollneurotiker Harry, der seinen eigenen Vater ermorden will, in der leichtgewichtigen Komödie "Groupies Forever", als Leo Trotzki, der im Malerinnen-Biopic "Frida" eine kurze Affäre mit der von Salma Hayek verkörperten Frida Kahlo hat, und in "The Life and Death of Peter Sellers", der die komplexe Natur des berühmten Komikers verdeutlicht, unter Beweis. Neuland betritt Rush als Piraten-Kapitän Barbarossa in Jerry Bruckheimers Blockbuster-Reihe "Fluch der Karibik".
"The Kings Speech 2" mit Colin Firth & Co. Meistens sind es Action-, Horror- oder Comic-Spektakel, die Zahlen hinter dem Filmtitel tragen…
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Colin Firth kehrt in der Fortsetzung zu "The King's Speech" als schüchterner König George VI. zurück (Foto: Senator)
"Transformers 3", "Saw 6", "Iron Man 2": Hollywoods Masche, eine Erfolgs-Story immer wieder neu aufzukochen, war bisher hauptsächlich dem Popcorn-Kino mit seinen schablonenhaften Helden und Fieslingen vorbehalten.
Doch nun kündigt sich eine Fortsetzung an, mit der eher nicht zu rechnen war, stand doch ein verklemmter Stotterer im Mittelpunkt des Geschehens von Teil 1: Der Publikumsliebling und Oscar-Abräumer "The King's Speech" bekommt einen zweiten Teil!
Colin Firth soll darin erneut als schüchterner King George VI. zu sehen sein, auch Geoffrey Rush gibt wieder dessen charismatischen, unkonventionellen Sprachtherapeuten. Helena Bonham Carter mimt erneut Georges Ehefrau Elizabeth und selbstverständlich steht auch Regisseur Tom Hooper wieder hinter der Kamera.
Aber wie setzt man den historischen Stoff inhaltlich fort? Ganz einfach - indem man in der Geschichte einen Schritt weiter geht. Ein Insider verrät:
Krieg betrifft alle"Die Fortsetzung handelt von den Erfahrungen der Familien im Zweiten Weltkrieg. Im Mittelpunkt steht der Kontrast, wie diese globale Krise die Königsfamilie trifft und wie es dagegen der gewöhnlichen Familie von Georges Sprachtherapeuten ergeht. Das Projekt ist zwar noch sehr frisch, aber alle wollen unbedingt schnell damit vorankommen."
Treibende Kraft hinter der Idee einer Fortsetzung soll übrigens Colin Firth gewesen sein, der für seine bewegende Darstellung zu Recht seinen ersten Oscar als bester Hauptdarsteller gewann. Zudem wurde "The King's Speech" beim wichtigsten Filmpreis 2011 zum besten Film gekürt, Tom Hooper erhielt einen Goldjungen für die Regie, dazu wurde David Seidler für das Drehbuch geehrt.
Bleibt die Frage, ob die Fortsetzung von "The King's Speech" wie "Iron Man" & Co. ebenfalls einfach eine "2" hinter dem Titel verpasst bekommt oder ob ein ganz neuer Filmtitel her muss. Denn Ersteres geht natürlich nur, falls auch diesmal wieder eine wichtige Rede im Mittelpunkt des Films steht - fragt sich allerdings, welche das dann sein könnte…
Bilder zu "The King's Speech - Die Rede des Königs"
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