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Genesis


In den Siebzigern zählten sie zur Elite der Prog-Rock-Bands; nach dem Ausstieg von Peter Gabriel wandte sich Genesis gefälligeren Pop-Gefilden zu und rückte damit in die Riege der erfolgreichsten Rockbands der Welt vor.

1965 gründete der 15jährige Sänger Peter Gabriel mit seinem Schulfreund und Keyboarder Tony Banks die Gruppe The Garden Wall. An der gleichen Schule waren seinerzeit Gitarrist Michael Rutherford und Anthony Phillips, die ihrerseits in der Gruppe Anon musizierten. Als die älteren Mitglieder beider Bands ihren Abschluss geschafft hatten und die Gruppen verließen, schlossen sich die beiden Schülerbands kurzerhand zusammen und musizierten fortan gemeinsam mit Schlagzeuger Chris Stewart unter dem Namen The New Anon. Sie nahmen ein erstes Demo auf, das dem Produzenten Jonathan King in die Hände fiel, der sich der Band annahm und sie in seinem Studio aufnehmen ließ. King regte auch die Umbenennung in Genesis an. 1968 veröffentlichte die Band ihre erste Single "The Silent Sun", die aber ebenso wie der zweite Versuch, "A Winter's Tale", nur auf mäßiges Interesse stieß. Drummer Chris Stewart verließ die Band und wurde durch John Silver ersetzt, mit dem die Band wenig später das Debütalbum "From Genesis To Revelation" einspielte. Die LP kam im März 1969 auf den Markt.

Nach ihrem Schulabschluss beschlossen vier der Teenager, ernsthaft eine Musikkarriere in Angriff zu nehmen, während John Silver sich verabschiedete. Er wurde durch John Mayhew ersetzt. Genesis unterschrieben einen Vertrag beim Label Charisma und machten sich an die Aufnahmen zu ihrem zweiten Album "Trespass". Nach der Veröffentlichung 1970 standen die nächsten Personalwechsel an: Phillips musste die Band aufgrund seiner massiven Bühnenangst verlassen, Mayhem tat es ihm im Juli 1970 gleich. Mit Phil Collins sollte daraufhin der Mann zu Genesis kommen, der die Band später in höchste Erfolgsregionen beförderte. Den vakanten Gitarristenposten besetzte Steve Hackkett. Beide prägten den Sound der Gruppe enorm, und schon auf dem nächsten Album "Nursery Cryme" präsentierten sich Genesis von einer neuen Seite. Neben den innovativen Platten versetzten vor allem die emphatischen Live-Shows der Band die Fans in Verzückung. Vor allem Frontmann Peter Gabriel setzte sich dabei stets fantasievoll mit Masken, Make-Up und farbenprächtigen Kostümen imposant in Szene. Mit "Foxtrot" veröffentlichte die Band 1972 ihr bis dahin erfolgreichstes Album, dem ein Jahr später das erste Live-Album "Genesis Live" folgte. Noch im gleichen Jahr legte die Gruppe mit "Selling England By The Pound" eines ihrer bis heute am höchsten gelobten Alben nach.

Ende 1974 erschien mit dem ambitionierten Doppelalbum "The Lamb Lies Down On Broadway" ein weiterer Höhepunkt der Genesis-Diskographie, auf dem die Gruppe ihre Prog-Rock-Finesse zur vollen Blüte trieb. Im Mai 1975 kam es nach einem Konzert in Paris zum Zerwürfnis zwischen Band und Sänger. Peter Gabriel verließ die Gruppe und wurde später als Solokünstler überaus erfolgreich. Nachdem die Band bei zahlreichen Auditions vergeblich nach einem geeigneten Ersatz für den charismatischen Frontmann gesucht hatte, rannte Drummer Collins mit seinem Vorschlag, den Gesang zu übernehmen, bei seinen Kollegen offene Türen ein. In dieser Formation begab sich die Gruppe 1975 wieder ins Studio und begann mit den Aufnahmen für ihr achtes Studioalbum, "A Trick Of The Tail", das 1976 auf den Markt kam. Mit einer Platzierung auf Platz drei in Großbritannien und dem Erreichen der Top 40 in den USA ließ die Band die Kritiker verstummen, die nach dem Ausstieg von Gabriel bereits das Ende der Gruppe prophezeit hatten. Nach dem 1978er Album "Wind And Wuthering" beschloss Steve Hackett, die Band zu verlassen, und Genesis machten als Trio weiter. Auf dem nächsten Album "And Then There Were Three" (1978) kündigte sich bereits die Abkehr vom Prog-Rock an, hin zu gefälligeren Pop-Tönen. Die Songs wurden weniger verquer und leichter zugänglich. Diese Entwicklung setzte die Band auf "Duke" (1980) fort, mit dem sie erstmals die Spitze der UK-Charts erreichten und in den USA nur knapp an den Top Ten vorbeischrammten.

Mit den folgenden Alben "Abacab" (1981) und "Genesis" (1983) führten Genesis ihre Umorientierung in Richtung Pop fort und vergrößerten dabei konstant ihre Fanbasis. 1986 veröffentlichte die Band ihr bis dahin reinstes Pop-Album "Invisible Touch", das auch zu ihrem kommerziell erfolgreichsten werden sollte. Nach ausgedehnten Welttourneen legte Genesis eine Pause ein. Phil Collins feierte zunehmend als Solokünstler Erfolge, während Mike Rutherford sich seinem Nebenprojekt Mike & The Mechanics widmete. Erst 1991 meldete sich die Band mit dem Album "We Can't Dance" zurück, das zugleich das letzte Album zusammen mit Collins werden sollte. Dieser war mittlerweile als Einzelinterpret zum internationalen Superstar geworden und verabschiedete sich von Genesis, um sich ganz seiner eigenen Karriere widmen zu können. Die verbliebenen zwei Genesis-Mitglieder fanden in dem ehemaligen Stiltskin-Sänger Ray Wilson Ersatz, dem jedoch nur ein sehr kurzes Schicksal bei den Rock-Dinosauriern beschieden sein sollte: "Calling All Stations", das erste und einzige Album mit Wilson, wurde 1997 von den Kritikern ebenso wie von den Fans verschmäht und erzielte entsprechend laue Verkaufszahlen. Abgesehen von der Veröffentlichung einer Raritätenbox und skurillen Genesis-Lasershows in Mulitmedia-Kinos gab es seither kein neues Lebenszeichen der Band.

Wenn's im Kino knistert: Die 100 schönsten Liebesfilme

260 klassische Filmküsse, 187 mal eifersüchtiges Gezanke und unzählige Lastwagenladungen von Taschentüchern für zu Tränen gerührte Kinogänger - Das ist das Ergebnis der 100 beliebtesten Liebesfilme Amerikas.

Großansicht Gewandt, galant, charmant - Hollywoods Liebespaare

Gewandt, galant, charmant - Hollywoods Liebespaare

Gibt es überhaupt einen romantischeren Ort? Gedämpftes Licht, die Sitz- und Lümmelgelegenheiten mit weichem Samt überzogen, in den Händen das Lieblingseis. Und auf der großen Leinwand die zelluloidgewordene Erfüllung aller Jugendträume von Hingabe, Verzweiflung und der einen großen Liebe. Amor, dein Name ist Hollywood.

Nach über 80 Jahren zieht die Traumfabrik nun die Bilanz ihrer zahllosen Apelle an unsere sehnsuchtsvollen Herzen: Das renommierte American Film Institute (www.afi.com) hat eine Liste der 100 populärsten Liebesfilme veröffentlicht. Abgestimmt haben Kritiker, Autoren, Regisseure und Schauspieler.

Und der inoffizielle Oscar für den schönsten Schmachtfetzen aller Zeiten geht an - welch Überraschung - "Casablanca". Auch nach 60 Jahren größter Bemühungen der Schönen und Schönsten hat die Stadt der Engel kein größeres Traumpaar als Humphrey Bogart und Ingrid Bergman gefunden - da nützt auch Julia Roberts' imposanter Schmollmund nichts.

Das Traumpaar schlechthin: Bogart und Bergman

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Klassisch liebt am Besten

Die "Pretty Woman" findet sich mit ihrer naiven Kurtisanenromanze an der Seite von Chefgigolo Richard Gere erst auf Platz 21 - wie die neueren Filme überhaupt wenig Land sehen im Vergleich mit den bildgewaltigen Klassikern.

So landet mit "Shakespeare in Love" der aktuellste Film unter den Top 100 gerade mal auf Platz 50 - wohlwollend gesagt gesichertes Mittelfeld, "tabellarisches Niemandsland" trifft's aber besser.

Auch Meg Ryans mustergültig vorgespielter Orgasmus brachte einen großen Liebesfilm der 80er nicht auf die filmgeschichtliche Überholspur. Für "Harry und Sally" gab's nur Platz 25. Beim Kampf von Stimmbanderotik und verbalen Anzüglichkeiten contra Cary Grants Gentleman-Attitüde siegt klar der Klassiker.

Bezauberte nicht nur in "Frühstück bei Tiffany's": Audrey Hepburn

Bezauberte nicht nur in "Frühstück bei Tiffany's": Audrey Hepburn

Ikonen unter sich

Grant brachte gleich sechs Filme unter die Top 100 und erstürmte mit "Die große Liebe meines Lebens" Platz 5. Als Leinwand-Lover fast genauso beliebt ist Humhrey Bogart, der es auf fünf Einträge in die Liebesliste bringt. Meg Ryan, die neuzeitliche Queen of Romantic Comedy, ist neben "Harry und Sally" nur noch mit "Schlaflos in Seattle" vertreten.

Dafür, dass Cary Grant als Filmbeau so unerreicht charmant wirkte, sorgte unter anderem Regisseur George Cukor: Er erwies sich statistisch als der Meister im herzergreifenden Inszenieren. So führte Cukor unter anderem bei "Die Nacht vor der Hochzeit" (Platz 44) Regie, der Grant als reumütigen Playboy an der Seite von Katharine Hepburn zeigte.

Am Ende bleibt meist einer alleine - so wie in "Titanic"

Am Ende bleibt meist einer alleine - so wie in "Titanic"

Sehnsüchtige Träume

Katharine wiederum macht zusammen mit ihrer Namensvetterin Audrey stolze elf Prozent der 100 schönsten Liebesgeschichten Hollwoods aus: Katharine erweichte sechs mal die Herzen ihrer Filmpartner, die "Fair Lady" Audrey fünf mal. Unvergessen ihr "Frühstück bei Tiffany" und die melancholische Weise "Moonriver", bei der wahre Tränenströme in die Stofftaschentücher flossen.

Apropos Fließen, das monumentale Liebesepos der 90er, "Titanic", ist richtungsweisend - zwar lediglich Platz 37 für Teenieschwarm Leo und seine propere Kate, dafür aber eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Top Ten: In nur drei der zehn schönsten Liebesfilme aller Zeiten kriegen sich Männlein und Weiblein - sieben mal bleibt die Liebe unerfüllt.

Klar, wenn jeder Topf gleich sein Deckelchen findet, wer schaut dann noch Liebesfilme?

Boris Sunjic


Nur knapp auf Platz 2 verwiesen:<br />Vivien Leigh und Clark Gable in<br />&quot;Vom Winde verweht&quot;

Nur knapp auf Platz 2 verwiesen:
Vivien Leigh und Clark Gable in
"Vom Winde verweht"

Die 100 populärsten Liebesfilme:

Quelle: American Film Institute

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