Sportlich, kraftvoll, athletisch und phantasievoll, bildeten die Tanznummern des Tänzers, Regisseurs, Schauspielers, Sängers und Choreographen Gene... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max01/mbiz01/mbiz27/z0127608/b150x150.jpg Gene Kelly

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Gene Kelly


  • Geburtstag
    23.08.1912
  • Geburtsort
    Pittsburgh, Pennsylvania
  • gestorben
    02.02.1996

Sportlich, kraftvoll, athletisch und phantasievoll, bildeten die Tanznummern des Tänzers, Regisseurs, Schauspielers, Sängers und Choreographen Gene Kelly (1912 - 1996) einen stilistisch reizvollen Kontrast zu den eleganten, fließenden Tänzen seines Kollegen Fred Astaire, mit dem er nur einmal in "Ziegfield Follies" (1946) gemeinsam auftrat. Kelly, stets mit dem Lachen des Siegers, setzte in der Zusammenarbeit mit Vincente Minnelli in "Der Pirat", "Ein Amerikaner in Paris" und "Brigadoon" sowie in der mit Stanley Donen in "Heut'gehn wir bummeln", "Singin' in the Rain" und "Vorwiegend heiter" die stilbildenden Maßstäbe für die Film-Musicals der 40er und 50er, die er in einigen Sequenzen an Original-Schauplätzen (Freiheitsstatue, Museum) drehte. Dafür erhielt er 1951 einen Spezial-"Oscar".

Der unbeschwerte, heitere, fröhliche, sympathische und originelle Gestus von Kelly kulminierte im berühmten Tanz im Regen in "Singin' in the Rain", der die Ikone des Film-Musicals wurde. Als er selbst trat er 1966 in Jacques Demys auch in den Dialog- Passagen durchgehend gesungenem Musical "Les Demoiselles de Rochefort" an der Seite von Catherine Deneuve und deren Schwester Françoise Dorleac auf. Dahinter treten seine Rollen in dramatischen Filmen sowie seine drei Regiearbeiten zurück, aber als leichtfüßiger d'Artagnan war Kelly in der 1948er Version von "Die drei Musketiere" einer der besten Interpreten des Draufgängers aus der Gascogne.

  • Geburtstag
    23.08.1912
  • Geburtsort
    Pittsburgh, Pennsylvania
  • Geburtsland
    USA

Cineastisch unsterblich: die drei Musketiere

Abenteuerfilme über degenschwingende Edelmänner erfreuen sich auch in Zeiten größter Beliebtheit, in denen Heldenmut und Galanterie am aussterben sind.

Großansicht Einer für alle - alle für einen

Einer für alle - alle für einen

Eigentlich war die Kunst des Fechtens nach dem Dreißigjährigen Krieg mit der Einführung der Feuerwaffen obsolet geworden. Nur eine kleine Minderheit hielt den altmodischen Waffen die Treue, sei es aus sportlichen Gründen oder durch die Ausübung abstruser Riten schlagender Verbindungen.

Als Alexandre Dumas jedoch 1844 mit seinem Roman die französischen Musketiere des 17. Jahrhunderts literarisch aus der Versenkung hob, begründete er damit einen Mythos, der bis heute ungebrochen scheint und immer wieder Filmemacher fasziniert.

Stets beliebt und oft verhunzt

Großansicht Selbst als Hollywoods Filmfabrik noch in den Kinderschuhen steckte, zählten Mantel-und-Degen-Filme bereits zu den Publikumsfavoriten

Selbst als Hollywoods Filmfabrik noch in den Kinderschuhen steckte, zählten Mantel-und-Degen-Filme bereits zu den Publikumsfavoriten

Bereits 1903 erfuhr das Abenteuer von Athos, Porthos, Aramis und D'Artagnan die erste filmische Auswertung. Mittlerweile füllen "Drei Musketiere"-Filme ganze Videothekenregale und bedienen dabei die gesamte Bandbreite des Geschmacks - von 70er-Jahre-Schmuddelepen wie "Die Sexabenteuer der drei Musketiere" mit Ingrid Steeger über fern-östlich angehauchte Manga-Abenteuer bis hin zu feministisch inspirierten Fassungen wie "D'Artagnans Tochter".

In letzterem Werk aus dem Jahr 1994 schwingt Frankreichs Lieblings-Ex-Teenie Sophie Marceau den Degen und zählt so zur verschwindend kleinen Minderheit weiblicher Film-Fechter, zu der sich zuletzt immerhin auch Madonna (im Bond "Stirb an einem anderen Tag") gesellte. Für diese Rolle bedachte man die Pop-Ikone allerdings mit einer Goldenen Himbeere, was hoffentlich nicht an ihrem Umgang mit der Waffe lag.

Große Namen für großes Kino

Großansicht "Der Mann in der eisernen Maske" hat gleich drei Bluthunde am Hals

"Der Mann in der eisernen Maske" hat gleich drei Bluthunde am Hals

Doch zurück zu den Musketieren und den etwa vier Dutzend Verfilmungen, die immer wieder Stunt-Doubles, Kostümbildner wie Produktionsdesigner gleichermaßen auslasteten. 1948 etwa tauschte Gene Kelly Tanzschuh und Borsalino gegen Lederstiefel und Federhut. Als D'Artagnan vollbrachte er eine schauspielerische wie athletische Spitzenleistung und legte die Messlatte damit für alle weitere Adaptionen ziemlich hoch.

Auch Richard Chamberlain schwang 1974 erst einmal den Degen, bevor er ein Jahrzehnt später in "Die Dornenvögel" den Weihwasserkessel schwenkte. Offensichtlich machte der Kalifornier seine Sache so gut, dass er gleich im Anschluss als Edmont Dantes in "Der Graf von Monte Christo" (1975) erneut en garde stehen durfte.

1993 nahmen schließlich Kiefer Sutherland und Charlie Sheen den Degen in die Hand, bevor 1997 Gérard Depardieu, John Malkovich und Gabriel Byrne in "Der Mann mit der eisernen Maske" Leonardo DiCaprio verfolgten - Jahrzehnte hochkarätig besetzter Verfilmungen bescherte dieser Klassiker. Über mangelnde Aufträge können sich Hollywoods Fecht-Trainer also nicht beklagen...

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Dutzende Verfilmungen und kein Ende in Sicht:

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1993:
"Die drei Musketiere"

In Stephen Hereks Version wurde Patriotismus groß geschrieben

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1997:
"Der Mann in der eisernen Maske"

Randall Wallace drückt Leonardo DiCaprio den Degen in die Hand

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1948:
"Die Drei Musketiere"

Gene Kellys Auftritt als D'Artagnan gilt heute noch als richtungsweisend

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1994:
"D'Artagnans Tochter"

Philippe Noiret hat als alternder Haudegen Probleme mit Sophie Marceau

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1998:
"Rückkehr der Musketiere"

1998 bricht Michael York als D'Artagnan Knochen und Herzen

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1962:
"Zorro und die drei Musketiere"

Luigi Capuano verfilmte den Stoff von Alexandre Dumas mal anders


Filmografie

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