Übernimmt er auch die Hauptrolle?
Tom Hanks könnte als US-Diplomat bald zur falschen Zeit am falschen Ort landen: 1933 in Berlin (Foto: Kurt Krieger)
Tom Hanks hat die Hände an Erik Larsons im Mai erschienenem Bestseller "In the Garden of Beasts: Love, Terror and an American Family in Hitler's Berlin" (deutsch in etwa: "Im Garten der Bestien: Liebe, Schrecken und eine amerikanische Familie im Berlin der Hitlerzeit"). Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, hat sich Filmriese Universal Pictures die Rechte gesichert und Playtone, die Produktionsfirma von Tom Hanks und Gary Goetzman, soll den Film produzieren.
Im Mittelpunkt von "In the Garden of Beasts" steht die Familie des kurz nach der Machtergreifung der Nazis nach Berlin entsandten US-Botschafters William Dodd, die zunächst ein eher naives Leben im Nazideutschland führt, bis sie nach und nach die wachsende Brutalität um sie herum wahrnimmt.
Der Buchtitel leitet sich dabei aus dem Wohnort von William Dodd und seiner 24-Jährigen Tochter Martha ab, die ihren Vater nach Berlin begleitete um einer gescheiterten Ehe mit einem New Yorker Banker zu entfliehen: Die beiden lebten direkt am Tiergarten, also dem "Garden of Beasts" - was natürlich gleichzeitig als Metapher für das Berlin der Nazizeit steht.
Die Faszination für das pulsierende Berlin der 30er-Jahre mit seiner avantgardistischen Architektur, seiner blühenden Theater- und Konzert-Szene und seinen Café-Häusern voller Bohemiens machte den Botschafter und seine Tochter blind für die gefährliche politische Entwicklung. So zeigt das Beispiel der beiden Amerikaner in Berlin auf erschreckende Weise, warum die Welt die große Bedrohung durch Hitlers Machtergreifung so lange nicht erkannt hat.
Tom Hanks ist ab 19. Januar in der Bestsellerverfilmung "Extremely Loud and Incredibly Close" in den deutschen Kinos zu sehen.