Aufrecht, integer, verschmitzt, traditionsbewusst, tadellos sowohl in Uniform als auch im Abendanzug, war Gary Cooper (1901 - 1961) einer der... - Foto: Paramount http://images.kino.de/flbilder/max07/auto07/auto31/07310227/b150x150.jpg Gary Cooper

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Gary Cooper


  • Geburtstag
    07.05.1901
  • gestorben
    13.05.1961

Aufrecht, integer, verschmitzt, traditionsbewusst, tadellos sowohl in Uniform als auch im Abendanzug, war Gary Cooper (1901 - 1961) einer der populärsten amerikanischen Schauspieler, dessen elegante, leicht dandyhafte Ausstrahlung in den Screwball Comedies der 30er Jahre sogleich in einem Schlager verewigt wurde: In "Puttin' on the Ritz" heisst es: "...trying hard to look like Gary Cooper, Super Duper." Obwohl er leicht linkisch wirkte, bestand Cooper in diesen Rollen souverän gegen Claudette Colbert ("Blaubarts achte Frau") oder Marlene Dietrich ("Desire", "Morocco"). Cooper trat häufig in Kriegsfilmen auf und gewann für seinen "Sergeant York" den ersten "Oscar". Den zweiten erhielt er für seine Darstellung des von allen im Stich gelassenen Sheriffs Kane in "High Noon/Zwölf Uhr mittags", dem in letzter Sekunde seine junge Frau (Grace Kelly) zu Hilfe eilt. Cooper spielte häufig in Western als lakonischer Soldat, Trapper oder Gun Man. Die differenzierteste Rolle dieser Art bot ihm Anthony Mann in "Der Mann aus dem Westen", die spektakulärste Robert Aldrich in "Vera Cruz", wo er Burt Lancaster erschießt. In Billy Wilders "Ariane" verliebt er sich als alternder Lebeman in die junge Audrey Hepburn. Cooper hatte eine heimliche Liaison mit der Schauspielerin Patricia Neal, verließ aber wie Spencer Tracy nie seine Familie. Vor dem Senatsausschuss für unamerikanische Umtriebe sagte er zwar aus, denunzierte aber keine Kollegen. James Stewart nahm für den krebskranken Cooper 1961 den Ehren-"Oscar" entgegen.

  • Geburtstag
    07.05.1901
  • Geburtsland
    USA

Vier, die uns fehlen werden

Einige Schauspieler sorgten 2005 ein letztes Mal für Schlagzeilen. KINO.DE erinnert an vier große Persönlichkeiten.

Großansicht Pragmatischer Chefingenieur: James "Scotty" Doohan (Foto: UIP)

Pragmatischer Chefingenieur: James "Scotty" Doohan (Foto: UIP)

Was hätte man auf der "Enterprise" bloß ohne ihn getan? Und wem sonst wäre es gelungen, einen weltweiten Boom im Studiengang der Ingenieurswissenschaften auszulösen? James Doohan, alias "Scotty", dem dieses Kunststück gelang, wurde am 3. März 1920 in Vancouver geboren.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs war Doohan als meistbeschäftigter Schauspieler Kanadas bekannt, in den 50er Jahren folgte er dann dem Ruf Hollywoods. Seine Vielseitigkeit und insbesondere sein Talent, ausländische Akzente zu imitieren, verhalfen ihm 1966 zu der Rolle, für die ihn einmal eine riesige Fangemeinde lieben sollte.

Als Chefingenieur Montgomery Scott in der TV-Serie "Star Trek" bewahrte James Doohan selbst in brenzligen Situationen einen kühlen Kopf. Er flickte jedes Leck an der "Enterprise", und auch in Not geratene Crewmitglieder konnten sich auf ihn verlassen: Sie wurden mit seiner Hilfe meist im allerletzten Moment zurückgebeamt.

Großansicht Scotty brillierte als wichtiger Mann im Hintergrund (Foto: Paramount)

Scotty brillierte als wichtiger Mann im Hintergrund (Foto: Paramount)

Einmal Ingenieur, immer Ingenieur

Nach Abschluss der Serie jedoch hatte Doohan große Probleme, andere Rollen zu finden. Und so vertrieb sich der Kanadier seine Zeit als Redner an Universitäten und als Gast auf unzähligen "Star Trek"-Conventions.

Im Sommer 2004 erhielt James Doohan einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Die Zeremonie im Kreis der "Star-Trek"-Weggefährten ähnelte einer Abschiedsfeier, da sie zugleich der letzte öffentliche Auftritt des Schauspielers war, ehe er am 20. Juli 2005 verstarb. Im Dezember wird Scotty trotzdem noch einmal Aufsehen erregen: Dann nämlich wird seine Asche in einer Falcon-Rakete ins All geschossen - und somit der letzte Wille des Stars erfüllt.


Filmografie

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