Frederick Lau

Frederick Lau

Leben & Werk

Mit Rollen in “Die Welle” und “Freischwimmer” machte er erstmals auf sich aufmerksam und startete im One-Taker “Victoria” so richtig durch. Seitdem gehört Frederick Lau zu ersten Garde der deutschen Schauspieler.

Frederick Lau Leben und Durchbruch mit “Die Welle”

Frederick Lau wurde am 17. August 1989 in Berlin geboren. Mit zehn stand er erstmals vor der Kamera. Bereits als Teenager hatte er in Dutzenden Film- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Lau stand in der Kästner-Neuverfimung “Das fliegende Klassenzimmer“ und in “Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen“ vor der Kamera und überzeugte als kindlicher Hauptdarsteller in Karola Hattops ungewöhnlicher “Vater-Sohn“-Geschichte “Wer küsst schon einen Leguan?“ neben Michael von Au.

Daneben trat das Nachwuchstalent immer wieder in Krimireihen wie “Polizeiruf 110″ oder “Tatort“ und in diversen TV-Movies auf. 2007 besetzte Regisseur Dennis Gansel den Jungschauspieler für seine Verfilmung des Jugendbuchklassikers “Die Welle“. Für seine Rolle als einsamer Verlierertyp Tim bekam Lau eine Nominierung für die beste männliche Nebenrolle beim Deutschen Filmpreis 2008.

Frederick Lau in Filmen wie „Oh Boy“ und „Türkisch für Anfänger“

Fortan konzentrierte er sich auf anspruchsvolle Charakterrollen in Filmen wie “Freischwimmer“ (2007) oder “Picco“ (2010). Beide Rollen festigten ihn als rauen und authentischen Schauspieler mit hoher Intensität. Seine erste, internationale Rolle fiel ihm in Julie DelpysDie Gräfin“ (2009) zu, in der er einen Anhänger der Titelfigur spielte.

 

Kleinere Rollen übernahm er in den populären Filmen “Türkisch für Anfänger“ und dem Kritikerliebling “Oh Boy“ an der Seite von Tom Schilling, beide im Jahr 2012. Gegen Ende des Jahres hatte er in “Das Leben ist nichts für Feiglinge“ eine größere Nebenrolle inne und intensivierte das dargestellte Familiendrama um den plötzlichen Tod der Mutter.

Profilierung im Fernsehen und bei „Victoria“

In den Jahren 2013 und 2014 stand er vermehrt in komödiantischen Rollen vor der Kamera. Erst als Krankenpfleger für Dieter Hallervorden in “Sein letzte Rennen“ – der Film brachte dem Hauptdarsteller den Deutschen Filmpreis ein -, dann als Fußball-Prolo in “Coming In“ oder zum 25. Jahrestag des Mauerfalls vom 09.11.1989 im Ensemble des TV-Filmes “Bornholmer Straße“, dass die erste Öffnung der Inner-Berliner Grenze darstellt. Als Punker spielt er erneut an der Seite Tom Schillings in „Tod den Hippies – Es lebe der Punk“, während er neben Elyas M’Barek den „Traumfrauen“ nach eifert.

Der “One-Taker“ “Victoria“, mit Frederick Lau in der Hauptrolle, feierte im Wettbewerb der Berlinale 2015 seine Premiere. Regisseur Sebastian Schipper drehte in einer lauen Berliner Frühlingsnacht im Jahr 2014 mitsamt 150 verschiedener Komparsen und sechs Regieassistenten den Film in einer Einstellung ab. In Echtzeit wird die Begegnung der Spanierin Victoria (Laia Costa) mit den Berliner Ghetto-Jungs um “Sonne“ (Frederick Lau) geschildert, die im Laufe des Abends eine fatale Wendung nimmt. Neben fünf weiteren Auszeichnungen wurde Lau für seine Darstellung mit dem Deutschen Filmpreis geehrt.

Aktuelle Filme

Im Jahr 2016 zeigt er sich vornehmlich von seiner komödiantischen Seite. In der deutschen Synchronisation des Disney-Hits „Zoomania“ (2016) lieh er seine Stimme an den skurillen Yogastudio-Yak Yax, sowie den Dackel Buddy in der abenteuerlichen Tier-Animation “Pets” (2016). Erneut unter der Regie von Philip Koch („Picco“) stand er in der Satire „Outside the Box“ vor der Kamera. In der Komödie „Schrotten“ plant er einen großen Coup um sein Familienerbe zu retten, während er in „Wie Männer über Frauen reden“ (2016) mit seinen Kumpels über die alltäglichen Liebesprobleme in einer deutschen Großstadt diskutiert.

An der Seite von Wotan Wilke Möhring und Mina Tander ist er in der Körpertauschkomödie „Seitenwechsel“ zu sehen. In der Neuinterpretation des mystischen Märchens „Das Kalte Herz“ (2016) ist er in der Hauptrolle des Peter Munz zu sehen.

Frederick Lau Privat

Frederick Lau ist ausgesprochen sportlich. Bevor er sich auf seine Schauspielkarriere konzentrierte, war er aktiver Eishockeyspieler und gewann mit seiner Berliner Schülermannschaft die Deutsche Meisterschaft. Außerdem war der Schauspieler Berliner Judomeister. Seit 2013 ist er mit der Moderatorin Annika Kipp zusammen und gab sich 2015 das Ja-Wort. 2014 war die Geburt seiner ersten Tochter, ein zweites Kind wird 2016 im Hause Lau erwartet. Auf sozialen Netwerken wie Facebook, Instagram und Twitter ist er nicht anzutreffen.

Fredrick Lau Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis

2015 – Auszeichnung als Bester Hauptdarsteller – „Victoria“

2008 – Auszeichnung als Bester Nebendarsteller – „Die Welle“

Grimme-Preis

2011 – Auszeichnung im Bereich Fiktion – „Neue Vahr Süd“

 

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