Amerikanischer Schauspieler. Populär geworden als begnadeter Einbalsamierer Hector Federico "Freddy" Diaz, der für das Bestattungsunternehmen der Familie Fisher in der schwarzhumorigen TV-Serie "Six Feet Under - Gestorben wird immer" (HBO; 62 Folgen 2001-05) arbeitet, startete Freddy Rodriguez durch und wurde mit Kollegin Rosario Dawson auf der ShoWest 2007 als Nebendarsteller des Jahres geehrt. In dieser Periode bewies Rodriguez in den unterschiedlichsten Rollen Talent: Er zog mit Christian Bale auf Feiertour durch South Central Los Angeles ("Harsh Times"), fiel als Schiffskellner in den Fahrstuhlschacht (Wolfgang Petersens "Poseidon"), spülte Geschirr im Ambassador-Hotel am Tag, als Robert F.Kenedy ermordet wurde (Emilio Estevez' "Bobby"), gehörte als nur den halben Körper tranierender Reggie zu den 'Wächtern' von Nymphe Bryce Dallas Howard in M. Night Shyamalans "Das Mädchen aus dem Wasser" und zog als gerechter Gangster El Wray in Robert Rodriguetz' "Grindhouse"-Segement "Planet Terror" gegen Zombies zu Felde.
Puertorikanischer Abstammung, wurde Freddy Rodriguez 1975 in Chicago, Illinois geboren, absolvierte die örtliche Lincoln Parc High School und trat dort in zahlreichen Theaterproduktionen auf. Dem Kinodebüt als Student im Gruselfilm "The Undertaker" (1988) folgte 1995 der erste große Part als Vietnamveteran in Allen und Albert Hughes' Drama "Dead Presidents". In den Folgejahren war Rodriguez vor allem in TV-Serien zu Hause, in "Party of Five" (1999), "Scrubs" (2003), "Teen Titans" (2005) und in einer Episode von "ER" (2007) als sterbender Komiker.
Im Musikvideo "Glamorous" von Fergie ist Rodriguez als Flugbegleiter zu sehen.
Freddy Rodriguez wurde für "Six Feet Under" drei Mal in Folge (2003/04/05) als Bester Nebendarsteller mit dem Imagen Foundation Award ausgezeichnet und war 2002 für "Six..." für den Emmy nominiert. Mit dem Ensemble von "Bobby" wurde er 2007 mit dem Screen Actors Guild Award ausgezeichnet, den er 2003 mit dem Ensemble von "Six..." gewonnnen hatte.
Freddy Rodriguez ist mit Marie Elsie, Freundin aus High-School-Zeiten, verheiratet und hat mit ihr drei Kinder. Sohn Giancarlo spielt in einer Folge von "Six Feet Under" seinen Sohn.
Bale in der Drogenhölle
An großen Vorbildern kann man wachsen oder scheitern.
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Christian Bale lernt die Schattenseiten der Stadt der Engel kennen (Foto: Warner)
Mutig ist es auf jeden Fall, dass die Macher des Gangsterdramas "Harsh Times" ihren Film als "Westcoast-Version von 'Hexenkessel'" ankündigen. Immerhin etablierte der Kultfilm von 1973 den Regisseur Martin Scorsese als größtes Talent des New Hollywood. Zudem ebnete die Gangsterballade um das Leben und Überleben in den Mafia-beherrschten Straßen von New York den Jungspunden Robert De Niro und Harvey Keitel ihren Weg auf den Schauspiel-Olymp.
In deren Fußstapfen sollen nun der neue "Batman" Christian Bale und Independent-Star Freddy Rodriguez treten. Statt im legendären Spaghetti-Viertel Little Italy im Big Apple wird "Harsh Times" dabei aber im berüchtigten South Central District von L.A. spielen, dem schon John Singleton mit "Boyz'n The Hood" ein brutales Denkmal setzte. Bekannt für seine Gangs, Crack-Dealer und Straßenkämpfe - die schweren Rassenunruhen von 1992 nahmen hier ihren Anfang - dient South Central nun als Kulisse für den arbeitslosen Mike (Rodriguez) und dessen Kumpel Jim (Bale), der gerade einen Job bei der staatlichen Anti-Drogenbehörde DEA ergattert hat.
Verhängnisvolle Sauftour
Bevor Mike seinen Dienst antritt, lassen es die beiden auf einem Auto-Trip durch South Central nochmal so richtig krachen. Dank kesser Lippe und einigen Bieren zu viel kommt es dabei zum Eklat.
Das schwere Erbe von Martin Scorsese im Regiestuhl tritt Drehbuchautor David Ayer an. Er schrieb schon "Training Day", der Denzel Washington immerhin einen Oscar bescherte. Mit "Harsh Times" gibt Ayer sein Debüt hinter der Kamera.
Ob das Ganovenstück von der Westküste dann auch tatsächlich dem Vergleich mit dem großen Vorbild aus dem Osten standhalten kann, zeigt sich beim Kinostart Ende 2005.