Als Verführer mit Bürstenhaarschnitt und hochgewachsener sportlicher Typ wurde Freddie Prinze Jr. mit seinem gefälligen Äußeren der ideale Hauptdarsteller in kleinen romantischen Liebeskomödien aus dem College-, Teenie- und Yuppie-Land. Prinze hält den Rekord in der Filmografie der Turteltauben.
Der Fürst unter den Herzensbrechern Hollywoods wurde 1976 in Albuquerque, New Mexico, als Sohn des gleichnamigen Schauspielers und Komikers Freddie Prinze, der mit 22 Jahren Selbstmord beging, geboren. Er debütierte 1995 in einer Sitcom und 1996 im Kino mit "Schatten einer Liebe". An der Seite von Ryan Phillippe, Sarah Michelle Gellar und Jennifer Love Hewitt hatte er bereits mit seinem dritten Film, dem Horrohit "Ich weiss, was Du letzten Sommer getan hat", seinen Durchbruch. Da gehörte Prinze zu den vier Teens, die einen Unfall vertuschen und ein Jahr später von einem Killer mit Enterhaken verfolgt werden. Er war auch im Sequel dabei, verlegte sich dann aber auf die Rolle des coolen romantischen Liebhabers, der Parker Posey in "Wer hat Angst vor Jackie-O", Rachel Leigh Cook in "Eine wie keine", Julia Stiles in "Den einen oder keinen" und Claire Forlani in "Boys, Girls & a Kiss" mit seinem Charme betört. Eher ungewöhnlich war seine Rolle als Kampfpilot in der Verfilmung des Videospiels "Wing Commander", der einzige Flop seiner Karriere. In "Hals über Kopf" verliebt sich Monica Potter, die kurzfristig die vorgesehene Claire Danes ersetzte, in ihn, obwohl sie ihn für einen Mörder hält. Weitaus größeren kommerziellen Erfolg erlebte Prinze dagegen wiederum mit der Realverfilmung des Hanna-Barbera-Comics "Scooby-Doo", in der er als Mitglied des Mystery Inc. Teams gemeinsam mit einer sprechenden Riesendogge aufregende Abenteuer auf Spooky Island erlebt.
Prinze hat eine Vorliebe für Kampfsportarten und ist dafür berüchtigt, seine Partner auf dem Set mit wilden Streichen zu necken, worüber Partnerinnen wie etwa Claire Forlani nicht immer glücklich sind. Privat ist er mit der "Vampirjägerin" Buffy, Sarah Michelle Gellar, liiert.
Ärger für Chris Klein und Freddie Prinze Jr.
Kann man noch befreundet sein, wenn man sich total auseinanderentwickelt hat?
Großansicht
Die Freundschaft von Chris Klein und Freddie Prinze Jr. ist in Gefahr (Foto: Constantin/ UIP)
In "New York Serenade" spielt Freddie Prinze Jr. einen jungen, talentierten Regisseur namens Owen. Owen hat Glück: Er hat einen Nebenjob, der ihn über Wasser hält, und eine hübsche Verlobte (Jamie-Lynn Sigler aus "Die Sopranos"). Chris Klein als Owens bester Kumpel Ray hat es da weniger gut getroffen. Er ist bereits in jungen Jahren Vater geworden, geschieden, und wenn er betrunken ist, gerät er häufig in Prügeleien.
Die Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt, als Owen zu einem Filmfestival nach Manhattan eingeladen wird. Am Flughafen treffen Owen und Ray den Schauspieler Wallace Shawn (spielt sich selbst), der die beiden in ein Nobelhotel einlädt. Als Owen herausfindet, dass sich Ray heimlich als Shawns Sohn ausgibt, geraten die beiden in einen heftigen Streit. Ist die Freundschaft jetzt noch zu retten?
Nach einer wahren Begebenheit
Die Indiekomödie "New York Serenade" basiert auf der Autobiografie von Schauspieler Frank Whaley ("Operation: Broken Arrow"), der das Drehbuch verfasst hat und auch die Regie übernehmen wird. Demnächst wird Whaley in Oliver Stones 9/11-Drama "World Trade Center" zu sehen sein.