Zu den Aushängeschildern des britischen Rock-Revivals zählt auch die schottische Band Franz Ferdinand, die ihren Namen ursprünglich von einem... - Foto: Perou http://images.kino.de/flbilder/max05/mw05/mw39/m0539104/b150x150.jpg Franz Ferdinand

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Franz Ferdinand


Zu den Aushängeschildern des britischen Rock-Revivals zählt auch die schottische Band Franz Ferdinand, die ihren Namen ursprünglich von einem Rennpferd mit dem klangvollen Titel The Archduke Ferdinand herleitet. Mit kantigen Gitarren, Sixties-Klamotten und Garagen-Attitüde sowie den Singles "Take Me Out", "The Dark Of The Matinée" und "Do You Want To" erobert sich das Quartett binnen Kürze die Herzen von Kritik und Konsumenten. Eine Blitzkarriere innerhalb von knapp vier Jahren: Sänger und Gitarrist Alex Kapranos und Bassist Robert Hardy beginnen im Herbst 2001, in den Clubs und Kneipen ihrer Heimatstadt Glasgow für ein paar Pfund und ein Bier aufzutreten. Kurz darauf ist die Band mit dem Keyboarder und klassisch ausgebildeten Pianisten Nicholas McCarthy und dem Schlagzeuger Paul Thomson komplett. In einer verlassenen Lagerhalle, genannt das "Château", veranstalten Franz Ferdinand ihre ersten Konzerte, bis die Polizei die improvisierte Lokalität schließt. Man zieht um in ein - ebenfalls verlassenes - viktorianisches Gerichtsgebäude und kultiviert dort einen Sound, den Kapranos selbstironisch als "Mischung aus Donna Summer und Link Wray" beschreibt. 2003 erscheint auf dem Label Domino eine EP mit dem Titel "Darts Of Pleasure". Franz Ferdinand touren mit Interpol und Hot Hot Heat und werden schließlich von EMI für die USA unter Vertrag genommen. Das selbstbetitelte Debüt erreicht im Februar 2004 beinahe auf Anhieb die Nummer drei der britischen Charts. Die Single-Auskopplung "Michael" setzt mit ihrem humorvollen Umgang mit der Sexualität einen Trend für junge Bands. Franz Ferdinand touren durch Europa und die USA, wo das nur 38 Minuten lange Album bald mit Platin ausgezeichnet wird. Ende des Jahres erhält die Platte in der Heimat den begehrten Mercury Music Prize. Die Presse jubelt und bescheinigt der Gruppe trotz erkennbarer Vorbilder maximale Originalität. "Take Me Out" wird bald darauf auch für PlayStation- und Sport-Videospiele vermarktet. Zeit für ein zweites Album: "You Could Have It So Much Better" erscheint im Oktober 2005.

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