Wie die Produzenten Tim Herlihy und Jack Giarraputo gehört auch Frank Coraci, geboren am 3. Februar 1966, zu den Studienfreunden von Adam Sandler,... http://www.kino.de/_assets/pics/kinode-logo-150x50.png Frank Coraci

Steckbrief

Frank Coraci


  • Geburtstag
    03.02.1966
ohne Abbildung

Wie die Produzenten Tim Herlihy und Jack Giarraputo gehört auch Frank Coraci, geboren am 3. Februar 1966, zu den Studienfreunden von Adam Sandler, die sich seinerzeit auf der NYU ein Zimmer mit dem späteren Comedy-Star teilten.

Coraci, der auch als Schauspieler arbeitet, war Regisseur der zwei ersten großen Filmhits von Sandler, mit denen er 1998 seinen Ruf als größter Hollywood-Komödienstar seit Jim Carrey zementierte: "Wedding Singer" und "Waterboy - Der Typ mit dem Wasserschaden" kamen im Abstand weniger Monate in die Kinos und wiesen Coraci als entspannten Regisseur ohne allzu großen Stilwillen, aber einem guten Timing für Gags aus. 2006 kreuzten sich die Wege der alten Kameraden erneut: "Klick", eine lupenreine High-Concept-Komödie, mit der Sandler den Tod seines Vaters verarbeitete, war ein weiterer Boxoffice-Hit für Coraci.

Dazwischen hatte der nur 1,66 Meter große Filmemacher versucht, sich aus dem Schatten des übermächtigen Mentors zu lösen, und mit dem Remake von "In 80 Tagen um die Welt" nicht nur sein persönlich aufwändigstes Filmprojekt angepackt, sondern auch den teuersten außerhalb der USA entstandenen Film überhaupt. Besetzt mit Steve Coogan und Jackie Chan in den Hauptrollen, gefiel der auch in Babelsberg entstandene Abenteuerfilm, für den Coraci eine Gage von drei Millionen Dollar einstrich, als flotte Nummernrevue mit zahlreichen Gastauftritten (u. a. Arnold Schwarzenegger und die Wilson-Brüder als Orville und Wilbur Wright), die auch gerade in Deutschland ihr Publikum fand.

Auf die filmische Weltreise hatte sich Coraci, der ursprünglich "Drei Engel für Charlie" drehen sollte, den Regiestuhl dann aber an McG abgab, nicht von ungefähr eingelassen: Das Bereisen der Welt - ob mit Rücksack oder im Privatjet - gibt er selbst als große Leidenschaft an. So hatte er seine Karriere auch mit dem Dreh von Reisedokus begonnen, die ihn in mehr als 40 Länder führten. Als weitere Ziele gibt er im Presseheft von "Klick" die Reise in den Weltraum an - und den Dreh der Thrillerkomödie "Hawaiian Dick" - natürlich vor Ort in Hawaii.

  • Geburtstag
    03.02.1966

In 80 Tagen um die Welt

Mit einem gewaltigen Knall kracht ein Chinese auf einer roten Ledercouch aus vier Metern Höhe zu Boden. Unzählige Scherben und Holzstückchen fallen ihm aufs Haupt.

Großansicht Jackie Chan gut gelaunt vor den Presse-Kameras in Berlin

Jackie Chan gut gelaunt vor den Presse-Kameras in Berlin

Mit dieser spektakulären Actionszene begannen Anfang Mai die Außendrehs zu dem neuen Jackie Chan-Kinoabenteuer "In 80 Tagen um die Welt" unter der Regie von Frank Coraci ("Eine Hochzeit zum Verlieben").

Doch auf der Couch saß nicht etwa der Meister selbst, sondern sein Double. "Ich mache schon längst nicht mehr alle Stunts selbst", entschuldigt sich der 49-Jährige, "das mögen amerikanische Produzenten nicht. Denn wenn der Star des Films ins Krankenhaus muss, wird der ganze Dreh gestoppt, was immens viel Geld kostet. Also mache ich nur noch die Stunts, die ich hundertprozentig selbst machen kann, ohne mich zu verletzen."

Über 100 Millionen Dollar sind für die Kinofassung des berühmten Romans von Jules Verne angesetzt, der schon 1956 mit David Niven und 1985 mit Pierce Brosnan in der Rolle des versnobten Engländers Phileas Fogg verfilmt. Natürlich spielt Jackie Chan nicht diesen Part, sondern den des treuen Dieners Passepartout.

Großansicht Der Gendarmenmarkt als Kulisse für den Trafalgar Square

Der Gendarmenmarkt als Kulisse für den Trafalgar Square

Kleiner Mann ganz groß

"Unser Film unterscheidet sich von den Vorgängern darin, dass diesmal Passepartout im Mittelpunkt steht", grinst Jackie Chan. Die Rolle des Phileas Fogg spielt der britische Komiker Steve Coogan.

Wie im Roman beginnt auch die neue Adaption Ende des 19. Jahrhunderts in London, wo Phileas Fogg die kühne Wette eingeht, den Erdball in 80 Tagen zu umrunden. Neu ist, dass sein Diener unbedingt nach China gelangen muss, um ein gestohlenes Heiligtum aus seinem Dorf wiederzufinden.

Großansicht Die rote Ledercoach kracht aus vier Metern Höhe, vorsichtshalber ist der Darsteller gedoubelt

Die rote Ledercoach kracht aus vier Metern Höhe, vorsichtshalber ist der Darsteller gedoubelt

Superstars am Gendarmenmarkt

Ihre Reise führt sie außerdem nach Frankreich, Amerika und in viele andere exotische Länder. "Bis auf die Szenen in China, die wir bereits in Thailand gedreht haben, wird alles andere in Berlin und Umgebung entstehen", verrät Produzent Hal Lieberman ("Terminator 3"). "Hier finden wir alle Kulissen, die gebraucht werden. Der Gendarmenmarkt ergibt eine prächtige Kulisse für das London im 19. Jahrhundert und für das alte Paris wird uns die Kleinstadt Görlitz zur Verfügung stehen."

Die Dreharbeiten dauern bis in den Juli, und immer wieder lassen sich große Stars sehen, um in kleinen Nebenrollen zu glänzen. Zugesagt haben bereits Jim Broadbent ("Iris"), Kathy Bates ("Titanic"), Johnny Knoxville ("Jackass"), Wim Wenders und Arnold Schwarzenegger.

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In den Startlöchern

Wann "In 80 Tagen um die Welt" dann in die Kinos kommen soll, steht bisher noch nicht fest. Aber Liebermann verspricht schon jetzt: "Es wird eines der großen Filmereignisse des nächsten Jahres werden, eine turbulente Actionkomödie für die ganze Familie."


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